Windows 10 Pro - Preis soll steigen, Prozessor bestimmt Kosten

Microsoft hat angeblich Pläne, die Preisstruktur bei Windows 10 vor allem für Unternehmen zu ändern – mit Auswirkungen auf Endkunden.

von Georg Wieselsberger,
12.10.2017 09:31 Uhr

Windows 10 Pro for Workstations wird vielleicht Pflicht für PCs mit Xeon oder Opteron. (Bildquelle: Microsoft)Windows 10 Pro for Workstations wird vielleicht Pflicht für PCs mit Xeon oder Opteron. (Bildquelle: Microsoft)

Laut einem Bericht der Microsoft-Expertin Mary Jo Foley denkt Microsoft darüber nach, den Preis für bestimmte Versionen von Windows 10 deutlich anzuheben. Diese Preisänderungen werden zwar zunächst vor allem die Unternehmen unter den Kunden betreffen, doch manches davon dürfte auch die Preise für manche Endkunden erhöhen.

So will Microsoft laut den Quellen von Foley die Art und Weise ändern, wie Lizenzen an PC-Hersteller vergeben werden und diese könnten dann höhere Preise direkt an die Kunden weiterreichen.

Prozessor bestimmt die Lizenz

Bei den Plänen geht es anscheinend auch darum, dass die Lizenz abhängig vom verwendeten Prozessor sein soll und damit beispielsweise Xeon-Prozessoren von Intel oder Opteron-CPUs von AMD das Betriebssystem deutlich teurer machen. Diese Prozessoren kommen zwar vor allem bei Unternehmen zum Einsatz, aber gerade die Xeon-Prozessoren sind auch bei manchen PC-Nutzern beliebt.

Laut einer Preisliste soll das neue Windows 10 Pro für Workstations 144 US-Dollar pro Lizenz kosten, wenn ein solcher Prozessor mit höchstens vier Kernen verwendet wird. Bei mehr CPU-Kernen soll das gleiche Betriebssystem dann aber schon 230 US-Dollar kosten. Es könnte auch sein, dass Windows 10 Pro for Workstations Pflicht für alle Systeme wird, auf denen schon Windows 10 Pro mit einem Server-Prozessor läuft.

Upgrade von Windows 10 Pro über den Windows Store

Die neuen Intel Core i9-Prozessoren wie der i9 7900X oder AMDs Ryzen Threadripper werden wohl erst im Frühjahr durch die neue Version unterstützt. Microsoft wird aber ein einfaches Upgrade auf die neue Version direkt über den Microsoft-Store anbieten.

Neben diesen Veränderungen erhöht Microsoft laut dem Bericht auch die Preise für PC-Hersteller, die zwar Windows 10 für einen PC lizenzieren, diesen aber per Downgrade mit Windows 7 oder Windows 8.1 ausliefern. Hier soll eine Einzellizenz um bis zu 270 US-Dollar teurer werden, vermutlich, um Windows 10 wirtschaftlich interessanter als die älteren Versionen zu machen.

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