Windows 10 - Kundendienst von Dell und HP rät vom Upgrade ab

Die Support-Mitarbeiter von großen PC-Herstellern raten laut einem Bericht von einem Upgrade auf Windows 10 ab und empfehlen sogar die Rückkehr zu vorherigen Windows-Version. An Windows 10 liegt das allerdings nicht.

von Georg Wieselsberger,
09.11.2015 13:43 Uhr

Support-Mitarbeiter großer PC-Hersteller raten von Windows 10 ab - anscheinend, weil sie sich selbst mit dem Betriebssystem noch nicht auskennen.Support-Mitarbeiter großer PC-Hersteller raten von Windows 10 ab - anscheinend, weil sie sich selbst mit dem Betriebssystem noch nicht auskennen.

Das Upgrade auf Windows 10 ist bekanntlich noch bis Ende Juli 2016 kostenlos, doch anscheinend gibt es bei manchen PC-Herstellern so viele Anfragen im Zusammenhang mit dem neuen Betriebssystem, dass der Kundensupport von einem Upgrade abrät. Das Magazin Laptop führt jedes Jahr einen Test des Supports verschiedener Hersteller durch und musste dieses Mal feststellen, dass die Support-Mitarbeiter von Windows 10 abraten oder nur unzureichend über das neue Betriebssystem informiert sind.

Bei einem Anruf bei Dell, der sich nur auf das Touchpad eines Laptops bezog, der nun mit Windows 10 lief, riet der Support-Mitarbeiter dazu, wieder zu Windows 8.1 zurückzukehren. Windows 10 sorge für sehr viele Anrufe und enthalte sehr viele Fehler. Tatsächlich ließ sich das beschriebene Problem mit ein paar Klicks über die Dell-Software zum Touchpad lösen, die von Windows 7 bis Windows 10 identisch funktioniert.

Bei HP funktionierte ein auch für Windows 10 angebotenes Tool zur Temperaturkontrolle eines Notebooks nicht. Hier versuchte die Mitarbeiterin zunächst das Problem direkt zu lösen, bevor auch sie zu einem »Rollback« zu Windows 8.1 riet. Sie riet auch grundsätzlich von Windows 10 ab. Nachdem das Rollback aber ebenfalls nicht funktionierte, versuchte die Mitarbeiterin, dem Anrufer einen Recovery-Key für 40 US-Dollar zu verkaufen.

Als Grund für diese Antworten nannten die PC-Hersteller, dass es die Aufgabe sei, den Rechner des Kunden so schnell wie möglich wieder lauffähig zu bekommen. Wenn es sinnvoll erscheine, dazu ein Rollback durchzuführen, werde auch dazu geraten. Beide Unternehmen unterstützen aber laut eigener Aussagen Windows 10.

Bei Lenovo wollten die Anrufer nur wissen, wie man Cortana dauerhaft aktiviert, benötigten aber eine halbe Stunde, um das den Support-Mitarbeitern überhaupt klarzumachen. Bei der Frage nach den Mikrofon-Einstellungen von Windows wurde dazu geraten, einen monatlichen Support-Vertrag für 19,99 US-Dollar abzuschließen, um eine Antwort zu erhalten. Laut dem Bericht des Magazins wird der telefonische Support durch PC-Hersteller seit Jahren immer schlechter.

Quelle: Laptopmag.com

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