WTF, Baby, Islam - Regierungen kritisieren geplante neue Internet-Domains

Im Internet sollen demnächst viele neue Top-Level-Domains (TLD) möglich werden, doch einige der Vorschläge werden von Regierungen kritisiert und sollten ihrer Ansicht nach gestoppt werden.

von Georg Wieselsberger,
26.11.2012 13:01 Uhr

Wie Ars Technica meldet, gibt es inzwischen mehr als 240 Einsprüche gegen geplante neue Domain-Kennungen, darunter erstaunlich harmlos erscheinende wie .city, .town oder .blog. Andere Vorschläge wie .baby, .antivirus oder .skin stehen in der Kritik, eventuell zu Wettbewerbsverzerrungen zu führen, wenn die Rechte dafür nur bei bestimmten Firmen liegen. So stammt der Vorschlag zu .antivirus beispielsweise von Symantec.

Endungen wie .wtf, .fail oder .sucks sind aufgrund der damit verbundenen negativen oder kritischen »Obertöne« gefährdet, die Unternehmen dazu zwingen könnten, sich solche Domains zum Schutz ihrer Marken zu sichern. Auch religiöse Domains wie .bible oder .islam stehen in Frage, da hier die Gefahr bestehe, dass große Gemeinschaften über entsprechende Webseiten verunglimpft werden.

Die Einsprüche haben zwar noch keine unmittelbaren Folgen, fordern die Antragsteller jedoch dazu auf, dazu Stellung zu nehmen und eventuell fehlende Informationen nachzuliefern. Die Einführung der neuen TLDs ist im Laufe des nächsten Jahres geplant.


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