Xbox One - Microsoft: »Kinect wird kein Spionage-Werkzeug«

Phil Harrison, der Vizepräsident der Microsoft Game Studios, betont, man werde die Kinect-Peripherie der Xbox One nicht zur Ausspähung von Nutzern verwenden und einen hohen Datenschutz-Maßstab anlegen.

von Philipp Elsner,
27.05.2013 17:12 Uhr

Im Zentrum der Kritik: Der Kinect-Sensor der Xbox One könnte als Überwachungsgerät genutzt werden.Im Zentrum der Kritik: Der Kinect-Sensor der Xbox One könnte als Überwachungsgerät genutzt werden.

Nach der Kritik an der Kinect der Xbox One, sie könnte zur Ausspähung der Nutzer verwendet werden, meldet sich der Vizepräsident der Microsoft Game Studios Phil Harrison zu Wort. Man nehme den Datenschutz sehr ernst und werde keinesfalls die Kinect nutzen, um Kunden nachzuspionieren.

»Microsoft vertritt eine sehr starke Position für den Schutz der Privatsphäre. Wir sind Marktführer im Bereich Datenschutz und ich glaube, man wird das auch erkennen«, sagte Harrison im Interview mit Eurogamer. »Wir nehmen dieses Thema sehr ernst und nutzen die Kinect nicht, um irgendjemanden auszuspähen. Die Xbox One spricht nur auf das 'Xbox on' an und schaltet das Gerät daraufhin an. Andere persönliche Daten, mit denen der Nutzer identifiziert werden könnte, werden in keiner Form oder Weise übertragen - außer der User hat explizit zugestimmt.«

Die Xbox One bzw. die zugehörige Kinect war in die Kritik geraten, nachdem bekannt wurde, dass die Konsole per Sprachbefehl aktiviert werden kann und das Mikrofon dafür ständig aktiviert bleibe. Vielfach wurden Bedenken geäußert, Microsoft könnte so einen Lauschangriff auf die Wohnzimmer aller Xbox-One-User starten. Der Bundesdatenschutzbeauftragter Peter Schaar kritisierte kürzlich die neue Xbox als »Überwachungsgerät«. Kein Nutzer könne kontrollieren, welche persönlichen Informationen über ihn gespeichert würden.

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