YouTube - 12 TeraByte User-Daten an Viacom?

Ein Bezirksgericht in New York hat Google dazu verurteilt, dem Medienkonzern Viacom die Logdatenbank von YouTube zu übergeben. Diese Datenbank, die zwölf TeraByte groß ist, enthält die IP-Adressen von Usern, wann ein Film von wem angesehen wurde, den Login-Namen sowie eventuell weitere personenbezogene Daten.

von Georg Wieselsberger,
03.07.2008 16:26 Uhr

Ein Bezirksgericht in New York hat Google dazu verurteilt (PDF), dem Medienkonzern Viacom die Logdatenbank von YouTube zu übergeben. Diese Datenbank, die zwölf TeraByte groß ist, enthält die IP-Adressen von Usern, wann ein Film von wem angesehen oder eingestellt wurde, den Login-Namen sowie eventuell weitere personenbezogene Daten, beispielsweise bei in anderen Seiten eingebetteten YouTube-Videos. Richter Louis Stanton bezeichnete Befürchtungen hinsichtlich des Datenschutzes schlicht als spekulativ. Außerdem benutzte er Googles Argumentation gegen Google selbst, denn der Suchmaschinenbetreiber hatte immer wieder in anderen Zusammenhängen darauf hingewiesen, das IP-Adressen oder Pseudonyme meistens keine personenbezogenen Daten seien. Viacom hat Google auf eine Milliarde US-Dollar Schadensersatz verklagt.

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