Zotac Geforce 9800 GTX+ - Überarbeiteter G92-Chip spart Energiekosten

Zotacs Geforce 9800 GTX+ schlägt die übertaktete OCX von BFG knapp. Die Leistung der 40 Euro teureren HD 4870 erreicht sie aber nicht.

von Hendrik Weins,
16.09.2008 09:45 Uhr

Trotz verbessertem G92-Chip hinkt die Zotac Geforce 9800 GTX+ der übertakteten Normal-GTX von BFG hinterher. Gegenüber einer normalen 9800 GTX werkelt in einer GTX+ ein auf 55 Nanometer geschrumpfter G92-Chip mit erhöhten Taktraten. Im Vergleich zu den 675/1.700/2.200 MHz einer 9800 GTX schraubt Nvidia die Frequenzen der Plus-Variante auf 740/1.840/2.200 MHz – exakt die Werte der von uns getesteten Geforce 9800 GTX+ von Zotac. Den direkten Vergleich mit der älteren, aber übertakteten 9800 GTX OCX von BFG verliert die Zotac-Karte – wenn auch nur knapp. In der Praxis fällt die hauchdünne Mehr- Leistung der OCX-Karte aber kaum ins Gewicht. Call of Duty 4 stellt die GTX+ in keiner Auflösung vor Probleme, ob in 1680x1050 mit vierfacher Kantenglättung und achtfachem Texturfilter oder in 1920x1200, stets bleibt die Bildrate oberhalb von optimal spielbaren 60 fps. Der neun Monate alte Shooter Crysis legt die Messlatte noch immer am höchsten, in hohen Details und Bildverbesserungen überfordert das Spiel auch heute noch viele Grafikkarten. Die GTX+ liefert in 1680x1050 mit 4xAA und 8xAF zwar knapp 30 fps, teils fällt die Framerate aber unter die flüssige 25-fps-Marke. An sehr hohen Details scheitert die 9800 GTX+ genauso wie alle anderen Karten im Preissegment bis 200 Euro.

Mit 160 Euro kostet die Zotac 9800 GTX+ 30 Euro weniger als die BFG 9800 GTX OCX und liegt damit bei Preis und Leistung auf etwa demselben Niveau wie die Radeon HD 4850 Toxic. Größter Pluspunkt des überarbeiteten G92-Chips: die geringere Leistungsaufnahme. Allerdings hält sich das Sparpotenzial mit etwa zehn Prozent in Grenzen. Wie vielen anderen Karten auch liegen der 9800 GTX+ keinerlei Extras bei.


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