Razer Sabertooth

Gamepads   |   Datum: 18.01.2013
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Razer Sabertooth im Test

Profi-Gamepad mit Luxusausstattung

Integriertes OLED-Display, sechs programmierbare Tasten und austauschbare Oberflächen für die Analogsticks. Wird das Razer Sabertooth im Test neue Gamepad-Referenz?

Von Tom Loske |

Datum: 18.01.2013


Razer Sabertooth : Das Razer Sabertooth orientiert sich an Microsoft Xbox 360 Controller, bietet aber deutlich mehr Ausstattung, zusätzliche Tasten sowie einstellbare Analog-Sticks mit abnehmbaren Gummiüberzügen. Das Razer Sabertooth orientiert sich an Microsoft Xbox 360 Controller, bietet aber deutlich mehr Ausstattung, zusätzliche Tasten sowie einstellbare Analog-Sticks mit abnehmbaren Gummiüberzügen.

Vor zwei Jahren hat Razer mit dem Razer Onza Tournament Edition ein Gamepad vorgestellt, das sich besonders an Profi-Spieler richtet. Das neue, 80 Euro teure Razer Sabertooth soll die kleinen Schwächen des Vorgängers ausmerzen und die Stärken noch weiter ausbauen. Um das zu testen, haben wir den Controller in verschiedenen Genres auf die Probe gestellt und auf beiden kompatiblen Plattformen – Xbox 360 und PC – ausprobiert. Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es das Sabertooth-Gamepad nur in einer Ausführung.

Das Layout orientiert sich am klassischen Microsoft Xbox 360 Controller . Bei den Unterschieden fällt vor allem das OLED-Display sowie das digitale Steuerkreuz ins Auge, das an das des Playstation-3-Controllers erinnert. Erst auf den zweiten Blick offenbaren sich die beiden abnehmbaren Schaltwippen an der Unterseite des Gehäuses. Anders als beim Razer Onza finden sich die Start- und Select-Taste wieder an der gewohnten Stellen links und rechts vom Xbox-Ball. Eine Rumble-Funktion ist genauso an Bord wie der bei den Microsoft-Pads geschätzte Stolperschutz.

Präzision

Im Spiele-Test überzeugt das Razer-Sabertooth wie schon das Razer Onza Tournament Edition durch enorm präzise Analog-Sticks. Als besonders gelungen empfinden wir die beiden darauf angebrachten, abnehmbaren Gummikappen. Die bieten nicht nur bessere Haftung als wir das von der Standard-Sticks des Microsoft-Controllers gewohnt sind, sondern auch eine vergrößerte Oberfläche. Im Vergleich dazu bietet die Logitech-Gamepads wie das Logitech Rumble Gamepad F510 mit seinen nach außen gewölbten Analog-Sticks deutlich weniger Rutschfestigkeit. Ob sich die grünen Abdeckungen nach längerer Zeit genauso stark abnutzen wie bei den Xbox-Controllern, muss aber erst noch der Langzeiteinsatz zeigen. Die Abdeckungen sollen sich zukünftig im Razer Store einzeln nachbestellen lassen. Der genaue Preis und eventuelle, andere Vertriebswege sind allerdings noch nicht bekannt.

Das digitale Steuerkreuz des Razer Onza ist praktisch nur für Menüs zu gebrauchen, das des Sabertooth hat Razer spürbar verbessert und ähnelt jetzt dem der Playstation 3 . Für Prügelspiele wie Street Fighter 4 ist es aber weiterhin nur eingeschränkt zu gebrauchen. Durch die deutlich voneinander abgesetzten Tasten fielen uns Kombinationen aus zwei verschiedenen Richtungstasten noch schwerer als etwa auf dem klassischen Microsoft Xbox 360 Controller, die Fehlerquote bei komplizierten Bewegungen ist eindeutig zu hoch. Prügelspiel-Profis sollten also weiterhin auf spezielle Arcade-Controller setzen. Bei Sportspielen wie Tony Hawks Pro Skater HD hingegen setzte das Sabertooth alle unsere Eingaben stets präzise und wie erwartet um.

Razer Sabertooth : Beim Razer Onza bestand das digitale Steuerkreuz noch aus vier Kreissegmenten, die hochwertigen Mikroschalter besitzt es aber genauso wie das Sabertooth.

Razer Onza Tournament Edition
Beim Razer Onza bestand das digitale Steuerkreuz noch aus vier Kreissegmenten, die hochwertigen Mikroschalter besitzt es aber genauso wie das Sabertooth.

Technik

Schon das Razer Onza bietet zwei programmierbare Schultertasten, die aber etwas ungünstig platziert sind. Beim Sabertooth hat Razer die Anordnung der Bedienelemente überdacht und die Sondertasten etwas weiter in die Mitte gerückt. Zudem wurde die Form der Schultertasten angepasst und die Größe etwas verkleinert. Das führt im Test zu einer wesentlich besseren Erreichbarkeit der Tasten, sodass versehentliche Eingaben der Vergangenheit angehören.

Die beiden an der Unterseite angebrachten Schaltwippen fühlen sich beim ersten Probespielen zunächst ungewohnt an und lassen sich sowohl nach vorne als auch nach hinten bewegen, wobei das Zurückziehen wesentlich leichter und intuitiver von der Hand geht als das nach vorne drücken. Über das integrierte OLED-Display weisen wir den Tasten die gewünschte Funktion zu. Dabei können allerdings kein Dauerfeuer, gleichzeitig gedrückte Tasten oder Makros definieren, sondern lediglich andere Tasten auf die zusätzlichen Schalter legen. Beispielsweise kann das Zurückziehen des rechten unteren Bumpers gleichbedeutend mit dem Drücken der Taste »A« sein. In Borderlands 2 etwa können wir uns somit endlich gleichzeitig ducken und vernünftig zielen, mit einem Standard-Controller undenkbar. Auch in Assassin’s Creed 3 macht diese Belegung Sinn: Connor kann nun die Umgebung erkunden und gleichzeitig schnell gehen. Ohne Sondertaste klappt das höchstens mit extremer Fingerakrobatik.

Razer Sabertooth : Besonders in Actionspielen erweitern die beiden Schaltwippen den Handlungsspielraum deutlich. Besonders in Actionspielen erweitern die beiden Schaltwippen den Handlungsspielraum deutlich.

Damit das Razer Sabertooth funktioniert, reicht es das Gerät an den PC oder die Xbox 360 anzuschließen. Ein Treiber wird wegen der XInput-Unterstützung nicht benötigt, sodass PC-Nutzer um die mittlerweile mit Cloud-Zwang ausgelieferten Synapse-2.0-Software anderer Razer-Produkte herumkommen. Das Programmieren geht im Test einfach von der Hand. Per Druck auf die Profil-Taste links neben dem OLED-Display wählen wir das zu editierende Profil aus. Anschließend drücken wir zweimal den »Programmieren«-Schalter rechts neben dem Display. Nun halten wir die zu belegende Taste gedrückt und betätigen die gewünschte Funktion. Das Display zeigt die Zuweisung an und wir bestätigen per »Programmieren«-Taste.

Ähnlich einfach funktioniert das Einstellen der Empfindlichkeit der Analog-Sticks, was nur die Razer-Gamepads können. Während dies beim Onza noch per mechanischem Drehrad passiert, setzt Razer beim Sabertooth auf eine digitale Lösung mit je zehn Stufen für jeden Stick. Dabei können diese Einstellungen von Profil zu Profil unterschiedlich sein.

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Avatar itisalive
itisalive
#1 | 18. Jan 2013, 09:20
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Hanfblatt93
Hanfblatt93
#2 | 18. Jan 2013, 09:35
xbox 360 controller hat nen stolperschutz? also bei mir flog das gamepad immer mit wenn ich mal beim kabel hängen blieb.

aber ja einfach ein tolles pad, sieht hammer aus, aber hab da meine xbox 360 controller, falls man einer kaputt gehn sollte hol ich mir ja vllt so einen :D
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Avatar optimusprime
optimusprime
#3 | 18. Jan 2013, 09:50
Damals bei der Xbox gab es den Stolperschutz. Lang ist´s her. :D
Aber mal ehrlich, Kabel? Ist mir zu 90er.
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Avatar Dominian
Dominian
#4 | 18. Jan 2013, 09:55
Zitat von optimusprime:
Damals bei der Xbox gab es den Stolperschutz. Lang ist´s her. :D
Aber mal ehrlich, Kabel? Ist mir zu 90er.


Ach das mit dem Kabel hat auch seine Vorteile. Vor allem im High-End Bereich gibt es beim Funk doch noch Verzögerungen die gerade bei Präzisionseingaben ziemlich doof sind.
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Avatar Sehnerv
Sehnerv
#5 | 18. Jan 2013, 09:58
Immer wieder schön: Game One "Left is alright"
https://www.youtube.com/watch?v=se7Wn_91WG E
(Leerzeichen entfernen)
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Avatar EDDH
EDDH
#6 | 18. Jan 2013, 09:59
ALSO! Ich spiele sehr gerne mit Gamepad auf dem Sofa, was dank Steam jetzt noch leichter ist.
Ich habe jetzt schon das 2. MS x-Box pad, die nach ca 1 Jahr sehr stark an den Schultertasten Quietschen. Aber n Razer Pad hatte ich noch nicht, wird getestet!
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Avatar optimusprime
optimusprime
#7 | 18. Jan 2013, 10:09
Zitat von Dominian:

Ach das mit dem Kabel hat auch seine Vorteile. Vor allem im High-End Bereich gibt es beim Funk doch noch Verzögerungen die gerade bei Präzisionseingaben ziemlich doof sind.


Das gehört auch in die 90er. :D
Heutzutage, bei den ganzen Casual Games, habe ich kein Problem mit ein paar ms Verzögerung.
Gut, für erste Prince of Persia pflichte ich dir bei aber beim letzten konnte man nicht mal mehr sterben. -.-
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Avatar avmmerlin2012
avmmerlin2012
#8 | 18. Jan 2013, 10:21
für das geld bekommt man gleich 3 xbox 360 controller für den pc....
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Avatar Wirago
Wirago
#9 | 18. Jan 2013, 10:27
mit Controller auf dem PC spielen hat iwie was von Paralympics :D
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Avatar Neumi
Neumi
#10 | 18. Jan 2013, 10:48
"Für das nächste Razer-Gamepad wünschen wir uns ein durchgehendes Steuerkreuz im Stile des klassischen SNES- oder Megadrive-Controllers"
Echte Steuerkreuze hat nur Nintendo, die haben ein Patent drauf. Alle anderen dürfen so etwas nicht haben, deshalb auch das runde "Kreuz" der XBox Controller.

An sich wäre das Teil für mich schon interessant, wenn man die Schultertrigger auch mal komplett ausschalten kann für ältere Spiele. Das originale Lego Star Wars lässt sich ja mit dem XBox 360 Controller nicht konfigurieren, die Trigger senden ständig. Ultimate Spider-man lässt sich auch nciht korrekt damit spielen. Aber der Preis ... naja

Ob nun Funk oder Kabel ist bei Gamepads Jacke wie Hose, von der minimalen Verzögerung merkt man nichts, die Steuerung für Gamepads ist nie so präzise wie für Maussteuerung. Langsame Reaktion auf die Funkverbindung zu schieben, ist eine schwache Ausrede. Wenn Funk wirklich so langsam wäre, gäb's auch keine ferngesteuerten Modellflugzeuge.
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