Fazit

AMD Radeon HD 7970 : In unserem Test macht die AMD Radeon HD 7970 eine sehr gute Figur. Zum einen steigert AMD die Leistung gegenüber dem Vorgängermodell um deutliche 40 Prozent, zum anderen sinkt trotzdem der Stromverbrauch. Vor allem im Leerlauf ist die Karte sehr sparsam, wovon sich Nvidia bei der kommenden Geforce-Generation ruhig inspirieren lassen könnte. Technik-Extras wie Eyefinity 2.0 mit stereoskopischem 3D auf mehreren Monitoren sind zwar nett, werden aber in der Praxis wohl wenige Spieler wirklich nutzen, zumal Nvidia seit geraumer Zeit eine vergleichbare Lösung anbietet, die deutlich besser funktioniert.

Aber wo Licht ist, ist meist auch Schatten und der ist im Fall der Radeon HD 7970 sehr laut. Brüllende 5,0 Sone unter Last sind einfach unerträglich laut. Hier müssen die Grafikkarten-Hersteller mit angepassten Kühler zeigen, ob und wie sie die Abwärme der HD 7970 in den Griff kriegen. Aber auch die Leistung ist nicht über alle Zweifel erhaben. Zwar steigt diese im Vergleich zur Radeon HD 6970 massiv, aber eine Geforce GTX 580 leistet im Schnitt nur 25 Prozent weniger. Sollte die kommende Geforce-Generation kein vollkommener Fehlschlag werden, hat AMD mit Sicherheit nicht mehr die schnellste Grafikkarte im Programm.

AMD verlangt 500 Euro für das neue Spitzenmodell, ein Viertel mehr als Nvidia für die Geforce GTX 580 (400 Euro) – bei einer um 25 Prozent höheren Performance ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis. Erhältlich soll die Radeon HD 7970 ab dem 09. Januar sein. Angeblich haben die Hersteller von Beginn an freie Hand beim Kühler und den Taktfrequenzen. Sinn macht die Radeon HD 7970 wie alle High-End-Grafikkarte insgesamt nur, wenn Geld keine Rolle spielt, Grafikkarten gar nicht schnell genug sein können und achtfache Kantenglättung in Spielen mehr Pflicht als Kür ist. Denn für maximale Details und vierfache Kantenglättung bis 1920x1080 Pixeln Auflösung reicht in allen aktuellen Spielen auch eine Radeon HD 6950 oder eine Geforce GTX 560 Ti völligaus.

Radeon HD 7970