Nvidia Geforce GTX 980 Ti : Die GTX 980 Ti ist der 1.000-Euro-Karte Titan X technisch näher als der GTX 980, was sich auch beim hohen Preis von 740 Euro zeigt. Die GTX 980 Ti ist der 1.000-Euro-Karte Titan X technisch näher als der GTX 980, was sich auch beim hohen Preis von 740 Euro zeigt.

Im Kern handelt es sich bei der Geforce GTX 980 Ti im Test um eine leicht beschnittene Titan X, die Geforce GTX 980 Ti wird dafür weniger kosten. Nvidia gibt 740 Euro für die 980 Ti an, die Titan X kostet momentan dagegen 1.050 Euro und damit 310 Euro mehr, während die ältere GTX 980 aktuell bei einem Preis von etwa 530 Euro liegt.

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Wir gehen in unserem Test der GTX 980 Ti darauf ein, ob es sich aus Spielersicht überhaupt lohnt, derart hohe Preise für eine einzelne Grafikkarte zu zahlen. In unseren Spiele-Benchmarks machen wir uns auf die Suche nach Antworten und ordnen die Leistung der GTX 980 Ti im Vergleich zur Titan X, der GTX 980 und AMD-Grafikkarten wie der R9 295 X2 ein.

Dabei werfen wir außerdem einen genauen Blick auf Spieletests in der extrem hohen 4K-Auflösung von 3840x2160 Pixel, die Grafikkarten und ihren Videospeicher besonders fordert.

Technische Daten

Die GTX 980 Ti nutzt den Maxwell-Chip GM200, der bereits auf der Titan X zum Einsatz kommt, allerdings nicht im Vollausbau. Während die Taktraten von GPU und Speicher genau wie die Zahl der ROP-Einheiten identisch sind, verfügt die GTX 980 Ti über weniger Shader- und Textur-Einheiten als die Titan X (2.816 statt 3.072 bzw. 176 statt 192).

Statt 12,0 GByte VRAM besitzt die GTX 980 Ti außerdem »nur« 6,0 GByte VRAM, die Anbindung des Speichers (384 Bit) ist wiederum genau wie die Speicherbandbreite (336,5 GByte/s) identisch zur Titan X.

Gegenüber der GTX 980 mit GM204-Chip hat die GTX 980 Ti damit in praktischen allen Bereichen abgesehen vom GPU-Takt die Nase klar vorne, in Sachen Leistung sollte sie deshalb deutlich näher an der Titan X als an der GTX 980 liegen und die R9 290X mit ihrer nicht mehr ganz taufrischen Graphics Core Next-Architektur des Hawaii XT-Chips noch weiter hinter sich lassen.

Nvidia Geforce GTX 980 Ti

Im Vergleich mit der Vorgängergeneration Kepler (GTX 700-Reihe) kann sich die GTX 980 Ti als Maxwell-Karte außerdem nicht nur durch mehr Leistung und eine gestiegene Energieeffizienz, sondern auch durch die Unterstützung der DirectX 12-Feature-Levels 12.0 und 12.1 einen Vorteil verschaffen. Sie beinhalten vor allem neue Render-Funktionen wie (Volume) Tiled Resources für das Streamen von Texturen oder das Conservatie Raster, um die Zugehörigkeit eines Pixels zu einem bestimmten Objekt besonders effizient vornehmen zu können. Mangels passender DirectX 12-Spiele und Windows 10 ist davon allerdings (noch) nichts in unserem Test zu bemerken.

Ein weiterer Vorteil betrifft die effektivere Berechnung von Bildern für VR-Systeme wie der Oculus Rift per so genannter Multi-Projection-Engine, das gilt aber nicht nur für die 980 Ti, sondern für alle Maxwell-Karten. Im Zuge der Veröffentlichung der GTX 980 Ti wirbt Nvidia außerdem für einige G-Sync-Neuerungen wie etwa die Unterstützung von G-Sync beim Spielen im Fenster, aber auch diese Extras betreffen nicht alleine die GTX 980 Ti, weshalb wir an dieser Stelle nicht genauer darauf eingehen. Mehr Details dazu finden Sie auf Wunsch in der oben stehenden Bildergalerie der Hersteller-Präsentation zur GTX 980 Ti von Nvidia.

Geforce GTX Titan X

Geforce GTX 980 Ti

Geforce GTX 980

Radeon R9 290X

Grafikchip

GM200

GM200

GM204

Hawaii XT

Chip- / Boost-Takt

1.000 MHz / 1.075 MHz

1.000 MHz / 1.075 MHz

1.126 MHz / 1.216 MHz

1.000 MHz

Shader-Einheiten

3.072

2.816

2.048

2.816

Textureinheiten

192

176

128

176

ROP-Einheiten

96

96

64

44

Videospeicher

12,0 GByte

6,0 GByte

4,0 GByte

4,0 GByte

Speichertakt (effektiv)

7,0 GHz

7,0 GHz

7,0 GHz

5,0 GHz

Speicherinterface

384 Bit

384 Bit

256 Bit

512 Bit

Speicherbandbreite

336,5 GByte/s

336,5 GByte/s

224 GByte/s

320 GByte/s

TDP

250 Watt

250 Watt

165 Watt

300 Watt

Preis

1.050 Euro

740 Euro

530 Euro

330 Euro

Testsystem

Herzstück unseres Testsystems bildet der Intel Core i7 4770K, den wir auf 4,5 GHz übertaktet haben. Die vier Kerne samt Hyper-Threading und der hohe Takt sorgen dafür, dass der Prozessor nicht zum Flaschenhals wird und die Geforce GTX 980 Ti stets ihr volles Leistungspotenzial ausschöpfen kann. Die Speicherbänke des MSI Z87-GD65 Gaming Mainboards sind mit 16,0 GByte DDR3-1600 Arbeitsspeicher bestückt. Als Betriebssystem kommt Windows 8.1 zum Einsatz, das auf einer 512 GByte großen Samsung SSD 840 Pro Platz findet.

Die Grafikkarte muss sich in sechs DX11-Spielen beweisen (Anno 2070, Battlefield 4, Crysis 3, Grid 2, Rome 2 und Metro: Last Light). Alle genannten Titel testen wir mit maximalen Details in den Auflösungen 1920x1.080 und 2560x1.440. Außerdem überprüfen wir die Karte auch auf ihre 4K-Leistung hin und messen die VRAM-Belegung in den Titeln Assassins's Creed Unity, GTA 5 und The Witcher 3. Bei den Benchmarks loten wir die Leistung sowohl ohne als auch mit vierfacher Kantenglättung sowie sechzehnfacher, anisotroper Filterung aus und nehmen den Mittelwert aus jeweils drei Messungen.

Der gemessene Stromverbrauch bezieht sich auf das gesamte System, während der Temperatur-Wert auf den Angaben von MSI Afterburner beruht. Wie laut die Grafikkarte wird, ermitteln wir in einem schallisolierten Raum über ein Messmikrofon im Abstand von 50 cm.

Die Geforce GTX 980 Ti setzt genau wie die GTX Titan X auf den GM200-Chip mit Maxwell-Architektur, allerdings in einer leicht beschnittenen Variante.