Zum Thema » Logitech G930 im Test Funk-Headset mit Raumklang » Steelseries Siberia v2 im Test Komfortables Stereo-Headset » Sennheiser PC 360 im Test Tolles Stereo-Headset für Spieler » Razer Megalodon im Test Teures Raumklang-Headset Corsair Vengeance 1300 ab 61,77 € bei Amazon.de Mit dem Corsair Vengeance 1300 setzt der ehemals nur für Speicherriegel bekannt Hersteller seine vor etwa drei Jahren gestartete Headset-Serie fort. Das Corsair Vengeance 1300 bietet dabei die bewährte Standardkost: Stereo-Bauweise mit einem 50-Millimeter-Lautsprecher pro Ohr, 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss für Klang und Mikrofon sowie ein am Kabel angebrachtes Kästchen mit Lautstärkeregler und Mikrofonstummschaltung.

Damit eignet es sich für alle gängigen (Onboard-)Soundkarten und -Chips. Wer also simulierten Raumklang auf dem Corsair Vengeance 1300 möchte, sollte eine entsprechende Soundkarte besitzen, ansonsten bleibt es auch in Spielen bei Stereo. Preislich sortiert sich das 60 Euro teure Corsair Vengeance 1300 grob im Mittelfeld der Spieler-Headsets ein. Sehr günstige Modelle wie das Creative Fatal1ty Gaming Headset gibt’s ab etwa 25 Euro. Die Stereo-Mittelklasse beginnt ab etwa 50 Euro und bietet Headsets wie etwa das Steelseries Siberia V2 (70 Euro) oder das Razer Carcharias für etwa (80 Euro). Allerdings können Stereo-Headsets ohne weitere Ausstattung durchaus auch 100 Euro und mehr kosten, wie etwa unsere zum Testzeitpunkt aktuelle Headset-Referenz, das 150 Euro teure Sennheiser PC 360 .

Corsair Vengeance 1300 : Mit einem Preis von zum Testzeitpunkt etwa 60 Euro sortiert sich das Corsair Vengeance 1300 in der Mittelklasse bei den PC-Headsets für Spieler ein. Ungewöhnlich für den Preis ist die massive Bauweise. Mit einem Preis von zum Testzeitpunkt etwa 60 Euro sortiert sich das Corsair Vengeance 1300 in der Mittelklasse bei den PC-Headsets für Spieler ein. Ungewöhnlich für den Preis ist die massive Bauweise.

Klang Spiele, Filme und Musik

Wir testen das Corsair Vengeance 1300 in Kombination mit einer Soundblaster X-Fi Titanium HD, die zum einen eine sehr überzeugende Raumklangsimulation bietet und zum anderen über hochwertige D/A-Wandler verfügt, sodass der Klang möglichst unverfälscht beim Headset ankommt. Im Spieletest gefällt uns vor allem die präzise Auflösung des Corsair Vengeance 1300, die selbst leise Geräusche nicht in undefiniertem Bassgewummer untergehen lässt, wenn die Schlacht in Battlefield 3 tobt.

Corsair Vengeance 1300 : Aufgrund der stattlichen 50-mm-Lautsprecher haben wir uns klanglich mehr erwartet. Aufgrund der stattlichen 50-mm-Lautsprecher haben wir uns klanglich mehr erwartet. Auch Sprache überträgt das Vengeance 1300 klar, unsere Mitspieler im Sprach-Chat verstehen wir stets problemlos. Das liegt allerdings nicht nur an der guten Auflösung, sondern ebenfalls an der spürbaren Überbetonung der Höhen – so kommen die Frequenzbereiche, in denen Sprache liegt, besonders gut zur Geltung, und auch in Filmen sind Dialoge so stets klar verständlich. Die Mitten klingen im Verhältnis etwas schwächer, bleiben aber präsent.

Wirklich ankreiden müssen wir dem Corsair Vengeance 1300 aber den, trotz des wuchtigeren Äußeren, kraftlosen Bass. Weder Explosionen in Battlefield 3 noch großkalibrigen Panzerkanonen in World of Tanks verleiht das Headset spürbar Druck im Tieftonbereich. Zwar ist durchaus Bass vorhanden und mit Hilfe des Equalizers lässt sich ein akzeptables Ergebnis erreichen, wirklich Spaß machen die tiefen Frequenzen aber nicht.

Stattdessen klingt das Vengeance 1300 im Test zwar präzise, aber auch stets kühl und analytisch mit deutlich überbetonten Höhen, was in Spielen und Filmen weniger, bei Musik aber deutlich stört. Becken zischeln unangenehm scharf und Stimmen werden teils schneidend. Dazu fehlt es an angemessen druckvollem Unterbau, sodass Musikfans lieber zu den im Artikel-Fazit genannten Alternativen greifen. Auch für Spiele und Filme gibt es dort deutlich besser klingende Headsets zum ähnlichen Preis.

Corsair Vengeance 1300 : Das Kabel ist nicht nur sehr robust ummantelt, sonder mit 3 Meter auch mehr als ausreichend lang. Das Kabel ist nicht nur sehr robust ummantelt, sonder mit 3 Meter auch mehr als ausreichend lang.

Ergonomie und Verarbeitung

Mit einem Gesamtgewicht von 370 Gramm gehört das Corsair Vengeance 1300 zu den schwereren Headsets. Das liegt hauptsächlich an der massiven Bauweise von Kopfbügel und Ohrhörern, die aus dickem Plastik bestehen. Gut gefällt uns der trotz des relativ dicken Materials flexible Kopfbügel, der auch gröbere Abstürze und Unfälle überstehen dürfte, ohne zu brechen. Überhaupt macht das ganze Headset einen rundum stabilen Eindruck. Die Gelenke der umklappbaren Ohrmuscheln sowie der flexible Mikrofonarm bewegen sich ohne Wackeln und wirken ebenfalls sehr bruchsicher. Dazu kommt das stabil ummantelte Kabel, das in der Preisklasse des Vengeance 1300 keine Selbstverständlichkeit ist. Einzig die Regler der Kabelfernbedienung könnten etwas hochwertiger sein, arbeiten im Test aber exakt.

Corsair Vengeance 1300 : Der Mikrofonarm lässt sich bei Nichtgebrauch hochklappen und ist ausreichend flexibel, um bei Stürzen nicht sofort abzubrechen.

Linke Seite
Der Mikrofonarm lässt sich bei Nichtgebrauch hochklappen und ist ausreichend flexibel, um bei Stürzen nicht sofort abzubrechen.

Der Tragekomfort ist dank der dicken Polsterung von Bügel und Ohrmuscheln insgesamt gut, allerdings erwärmen sich die Ohren aufgrund der geschlossenen Bauweise nach einiger Zeit spürbar. Umgebungsgeräusche dämpft das Vengeance 1300 relativ stark, wer das nicht möchte, sollte zu einem Headset mit offener Bauweise der Ohrmuscheln greifen. Neben dem vergleichsweise hohen Gewicht, störte im Test nach einiger Zeit auch der merkliche Druck der Ohrhörer auf den, zugegebenermaßen ziemlich großen, Kopf des Testers – mit kleineren Hutgrößen als XL sollte das allerdings kein Problem sein.