Microsoft Xbox One

Konsolen   |   Datum: 06.12.2013

Microsoft Xbox One - Bessere Grafik dank Cloudanbindung

Microsoft plant offenbar, einige Grafik- und Physikberechnungen der Xbox One bei bestehender Internetverbindung in die Cloud zu verlagern.

Von Dennis Ziesecke |

Datum: 28.05.2013 ; 14:07 Uhr


Microsoft Xbox One : Xbox One Xbox One

Seit der Präsentation der Xbox One klagen Magazine und kritische Nutzer über die im Vergleich zur Playstation 4 offenbar geringere Performance der Xbox-One-Hardware und über die Always-On-Gerüchte zur Microsoft-Konsole. Nun äußern sich Mitarbeiter von Microsoft zu Plänen, die Leistung der Konsole mithilfe einer permanenten Onlineverbindung zu erhöhen.

So erklärte Jeff Henshaw, bei Microsoft als Chef der Prototypenabteilung für Konsolen beschäftigt, im Gespräch mit dem Xbox-Magazin OXM, dass Microsoft große Rechenkapazitäten in der Cloud bereitstellen wird. Schon bei der Vorstellung der Konsole war von 300.000 Servern für Xbox Live die Rede - diese sollen laut Henshaw unter anderem die Leistung der Konsolen verbessern.

Für jede produzierte Xbox One soll die äquivalente Rechenleistung von drei solcher Konsolen in der Cloud zur Verfügung stehen. Den Entwicklern soll sich so die Möglichkeit bieten, größere Levels, hübschere Lightmaps und eine pfiffigere KI zu integrieren. Laut Matt Booty, Leiter der Redmond Game Studios, gibt es zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten für Cloud-Berechnungen. Booty bringt im Gespräch mit Ars Technica das Beispiel eines Waldes, bei der das durch die Äste fallende Licht aufwändig berechnet werden muss.

»Solche Szenen benötigen oft aufwändige Vorberechnungen, bevor der Spieler sie betritt, aber diese Daten müssen nicht unbedingt für jedes Frame aktualisiert werden. Das sind dann die idealen Kandidaten für die Verlagerung in die Cloud. Die Rechner dort können die Schwerarbeit leisten, da in der Cloud mehrere Geräte an derselben Aufgabe arbeiten können.«

Tatsächlich gibt es einige Berechnungen, die vor dem eigentlichen Levelstart getätigt werden müssen und die das Laden eines Levels teils stark verzögern können. So müssen Texturen entpackt werden und es werden die bereits erwähnten Lightmaps berechnet. Diese Dateien sind aber vergleichsweise klein und lassen sich daher einfach über das Internet versenden. Echtzeiteffekte indes werden nicht im Rechenzentrum sondern weiterhin auf der Konsole berechnet.

Microsoft kündigte allerdings bereits an, dass Single-Player-Spiele sich auch ohne bestehende Internetverbindung spielen lassen sollen. Das bedeutet im Umkehrschluss für die Entwickler, dass sie die Cloud-Berechnungen für ihre Spiele nicht zwingend voraussetzen können. Ob das Spiel im Anschluss mit schlechterer Grafik läuft oder ob die Ladezeiten sich entsprechend erhöhen weil die Berechnungen in vollem Umfang auf der Konsole stattfinden müssen ist allerdings noch unklar. KI-Berechnungen dürften sich aus diesem Grund wohl eher schlecht in die Cloud verlagern lassen.

Größenvergleich der Konsolen. Von links nach rechts: Xbox One, PS3, Xbox 360 und Xbox 360 Slim. Der weiße Aufkleber auf unserer Debug-Konsole fehlt natürlich bei der Retail Xbox. Auf ihm ist ein weg-retouchierter QR-Code.
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Avatar AntiXrist
AntiXrist
#1 | 28. Mai 2013, 14:18
Sind die zu dumm um von Sim City zu lernen?
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Avatar Der_Hutmacher
Der_Hutmacher
#2 | 28. Mai 2013, 14:19
"Den Entwicklern soll sich so die Möglichkeit bieten, größere Levels, hübschere Lightmaps und eine pfiffigere KI zu integrieren."

Hmm, also so wie bei Sim City.

Aber jetzt mal ehrlich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Hybridlösung (Cloud+Client Computing) funktionieren wird (Stichwort: Latenz). Wird dann die Grafik schlechter oder der Level kleiner, wenn die Server down sind?
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Avatar GameInk
GameInk
#3 | 28. Mai 2013, 14:20
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Spectre
#4 | 28. Mai 2013, 14:20
Und wenn MS die Server wegrationalisiert, können die Spiele nicht mehr gespielt werden? Super.

Ah, verdammt, letzten Absatz überlesen.
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Avatar Bonny666
Bonny666
#5 | 28. Mai 2013, 14:22
Zitat von Garrtok:
Danke. Jetzt fehlt nurnoch eine News darüber, dass der Kinectsensor nicht permanent eingeschaltet sein muss.


Die gibt es doch schon. Wird nur alles von Nerds zugespammt die erstmal gegen alles sind.



Jeff Henshaw von Microsoft erklärte jetzt im Gespräch mit CNET, dass man den Nutzern die Möglichkeit geben wird, den Kinect-Sensor abzuschalten.
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Avatar StainX
StainX
#6 | 28. Mai 2013, 14:23
Ist doch eigentlich recht positiv wenn die massig doofe Ideen in die XBOX packen, eventuell fangen dadurch ja mal paar Konsumzombies an das Graue ding im Kopf zu benutzen.
Wird zwar nie passieren, aber man wird doch wohl noch Träumen dürfen :D
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Avatar Cinergie
Cinergie
#7 | 28. Mai 2013, 14:24
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Avatar Mav99
Mav99
#8 | 28. Mai 2013, 14:26
Microsoft lässt wirklich kein Fettnäpfchen aus. Glauben die ernsthaft das solche Ankündigungen POSITIV aufgenommen werden?!?

Das einzig positive daran war die Randbemerkung, das OFFLINE-Single-Player Spiele immer noch möglich sind...
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Avatar komugi
komugi
#9 | 28. Mai 2013, 14:27
Drosselkom sagt nein.
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Avatar 3xhumed
3xhumed
#10 | 28. Mai 2013, 14:28
Nun wird das bestätigt was die letzten Tage nach der XBOX One Ankündigung im Raum stand, die Grafik ist besser, wenn die Konsole online ist. Klar kann man wohl auch offline spielen, wer weiß aber was für Funktionalität dadurch verloren geht?

Online = ganzes Spielerlebnis, Offline = nur ein Bruchteil des möglichen Spielerlebnisses?

Warum nicht eine Konsole herstellen die von vornherein bessere Grafische Leistung bietet und nicht extra durch eine Cloud aufgewertet werden muss? Das untermauert außerdem auch den scheinbaren Always-On Faktor.
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