Xbox One : Die neuen DevKits für die Xbox One gewähren den Entwicklern zehn Prozent mehr GPU-Leistung aufgrund des Kinect-Wegfalls. Die neuen DevKits für die Xbox One gewähren den Entwicklern zehn Prozent mehr GPU-Leistung aufgrund des Kinect-Wegfalls.

Update 5. Juni 2014: Durch den Wegfall von Kinect haben die Entwickler mit den aktuellen DevKits der Xbox One Zugriff auf mehr GPU-Bandbreite. Dies gab jetzt Phil Spencer von Microsoft in einem Tweet bekannt.

Wenig später meldete sich ein Sprecher von Microsoft gegenüber dem Magazin Eurogamer zu Wort, um etwas konkretere Informationen zu liefern.

»Ja, die zusätzlichen Ressourcen gewähren Zugriff auf bis zu zehn Prozent mehr GPU-Leistung. Wir fühlen uns dazu verpflichtet, den Entwicklern neue Tools sowie Flexibilität zu geben, um ihre Xbox-One-Spiele noch besser zu machen. Sie können diese GPU-Reserve auf die Weise nutzen, wie es für ihre Spiele am besten ist.«

Es ist durchaus denkbar, dass diese zusätzliche GPU-Leistung dafür sorgt, dass künftig mehr Xbox-One-Spiele in einer 1080p-Auflösung mit 60 Frames pro Sekunde laufen werden.

Originalmeldung: Vor kurzem wurde bekannt, dass Microsoft die Xbox One ab Juni 2014 auch ohne die Kinect-Kamera in den Handel stellt. Die Konsole zieht dann ohne den zuvor obligatorischen Sensor für 399 Euro preislich mit der PlayStation 4 gleich.

In einem Interview mit Polygon gab Microsoft-Vizepräsident Yusuf Mehdi jetzt bekannt, dass durch den Wegfall der Kinect 2.0 als obligatorisches Feature zusätzliche Rechenkapazität der Xbox One frei werden könnte, die letztlich den Spielen zu Gute kommen würde. »Wir befinden uns in Gesprächen mit Spiele-Publishern, wie wir mit diese neuen Möglichkeiten nutzen und werden bald mehr darüber sagen können«, sagte er.

Die Abkehr von der Konsolen-Kamera ist nur die jüngste von zahlreichen Kehrtwenden, die Microsoft nach massiver Kritik an Always-On-Zwang, Gebrauchtspiel-Sperre und Co. vollzog. Die eigenständige Kinect 2.0 soll im Herbst in den Handel kommen.

Mehdi stellt jedoch klar, dass man sich beim Xbox-Team von Microsoft nach wie vor der Kinect stark verpflichtet fühlt und den Sensor extrem wichtig für das Spielerlebnis halte. »Mit der Entscheidung [zur Trennung von Xbox One und Kinect] erlauben wir den Spielern nun, zunächst die Xbox One zu kaufen und später mit der Kinect nachzurüsten, wenn sie es sich leisten können«, so der Microsoft-Vize.

Käufer des bisherigen Komplettpakets sieht Mehdi bei der Kehrtwende nicht als Verlierer, im Gegenteil: »Die Xbox One zusammen mit Kinect ist die Premium-Spielerfahrung und man kann damit wirklich magische Erlebnisse haben. Die frühen Käufer der Xbox One mit Kinect sind hoffentlich genauso begeistert davon«.