Microsoft Xbox One

Konsolen   |   Datum: 06.12.2013

Xbox One - Offizielle Infos zu Gebrauchtspiel-Sperre, Kinect- und Online-Zwang

Mit der Xbox One adaptiert Microsoft das Model von PC-Diensten wie Steam oder Origin auch für Konsolen. Das belegen neue Informationen zu DRM, Gebrauchtspiel-Sperren und Datenschutz.

Von Michael Obermeier |

Datum: 07.06.2013 ; 10:39 Uhr


Xbox One : Die Xbox One funktioniert ohne Internetverbindung nur bedingt. Die Xbox One funktioniert ohne Internetverbindung nur bedingt. Über die offizielle Xbox-Website hat Microsoft neue Informationen zu Nutzungsrechten, Gebrauchtspielen und Kinect-Pflicht der Xbox One veröffentlicht. Zwar klärt das Unternehmen damit viele offene Fragen, stellt DRM-Kritiker aber keineswegs zufrieden.

Beim Thema »Onlinezwang« gibt es konkrete Zahlen: Die eigene Xbox One muss alle 24 Stunden mit dem Internet verbunden werden um weiter Spiele spielen zu können. Loggt man sich mit dem eigenen Gamertag an der Konsole eines Freundes ein, muss die Xbox One aber sogar stündlich ins Netz.

Zwar stehen neben dem Digitalvertrieb über Xbox LIVE nach wie vor Xbox One-Spiele im Händlerregal, letztlich nutzt man die enthaltenen Datenträger aber nur zur Installation und Verknüpfung des Spiels mit seinem Gamertag.

Einfaches Ausleihen eines Spiels an einen Freund geht auch weiterhin - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Denn anders als bei Xbox-360-Spielen ist es bei Xbox-One-Titeln nur möglich, ein Spiel an genau einen Freund auszuleihen. Besagter Kumpel muss zudem seit mindestens 30 Tage auf der Freundesliste des Spielbesitzers stehen. Zudem warnt Microsoft, dass das Ausleihen von Spielen voraussichtlich noch nicht zum Verkaufsstart der Xbox One möglich sein wird.

Immerhin: Ans eigene Gamertag geknüpfte Spiele kann man von jeder anderen Xbox-One-Konsole aus herunterladen und spielen. Diese Titel stehen zudem bis zu zehn Familienmitgliedern zur Verfügung.

Xbox One : Kinect lässt sich auch deaktivieren - bestimmte Anwendungen funktionieren dann aber nicht mehr. Kinect lässt sich auch deaktivieren - bestimmte Anwendungen funktionieren dann aber nicht mehr. Die in der Vergangenheit befürchteten »Gebrauchtspielsperren« gibt es in der Xbox One - Microsoft betont aber, dass die Entscheidung ob diese aktiv sind beim Publisher des jeweiligen Spiels liegt. So liegt es beispielsweise im Ermessen von Electronic Arts, ob man sein FIFA 14 gebraucht weiterverkaufen kann. So oder so kann der Gebrauchtverkauf nur bei teilnehmenden Händlern erfolgen, die direkte Weitergabe im privaten Umfeld fällt also flach.

Auch zur 3D-Kamera Kinect und der damit verbundenen Datenschutzfrage gibt es neue Informationen. So soll jeder Benutzer einstellen können, welche Daten Kinect sammelt und wie diese benutzt werden dürfen.

Zudem darf man Kinect »pausieren« - von der komplett Abschaltung ist jedoch keine Rede. Wenn die Konsole ausgeschaltet ist, hört Kinect standardmäßig nur auf den Befehl »Xbox an«. Laut Microsoft lässt sich jedoch auch diese Funktion deaktivieren. Microsoft betont zudem, dass Kinect niemals Gespräche im Raum aufzeichnen oder gar hochladen würde. Einige Anwendungen können aber gezwungenermaßen Kinect erfordern und funktionieren ohne die Kamera nicht oder nur eingeschränkt.

Diesen Artikel:   Kommentieren (703) | Drucken | E-Mail
Sagen Sie Ihre Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Sie sind noch nicht in der GameStar-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
1 2 3 ... 69 weiter »
Avatar Torkin
Torkin
#1 | 07. Jun 2013, 10:57
Damit ist die Xbox One schon mal aus dem Rennen, mal gucken was Sony macht.
rate (213)  |  rate (19)
Avatar firestarter111
firestarter111
#2 | 07. Jun 2013, 10:59
Die Konsolen verlieren bei dieser Generation fast alle Vorteile gegenüber dem PC. Und es kommen noch Nachteile hinzu... Oder glaubt jemand, dass MS sowas wie Steamsales auf der XBONE einführt?

edit.

Deshalb äzte Ea gegen Nintendo, weil die keine Gebrauchtspielsperre eingeführt haben.

für mich ist die xbone damit auch raus.
wäre eh sehr schwer für sie geworden mit kniect 2.0.
jetzt kommt es noch drauf an was sony macht, ansonsten wird sich voll und ganz auf den pc konzentriert.
rate (136)  |  rate (10)
Avatar Triple M
Triple M
#3 | 07. Jun 2013, 11:01
Schlechte Nachrichten. :( Jetzt kann man nur noch auf Sony warten und hoffen...
rate (108)  |  rate (9)
Avatar Sterngeborener
Sterngeborener
#4 | 07. Jun 2013, 11:02
Für mich sind diese Aussagen absolut zufriedenstellend. Spiele ausleihen dürfen, bis zu 10 Familienmitglieder, etc. Legale Handlungen sind damit abgedeckt. Das Paket ist fair, deutlich fairer als Steam und Origin allemal.

Ich find's gut.
rate (39)  |  rate (201)
Avatar Obaruler
Obaruler
#5 | 07. Jun 2013, 11:02
Was man auch nicht unerwähnt lassen sollte ist das hier, was gestern rauskam:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/obam a-baut-usa-zum-ueberwachungsstaat-aus-a-904285 .html


"Und das ist nur die sprichwörtliche Spitze des Eisbergs. Am Abend bestätigten Regierungskreise indirekt neue Meldungen der "Washington Post" und des "Guardian", dass die NSA und das FBI seit 2007 auch die Server von neun US-Internetfirmen direkt anzapften - darunter Microsoft, Yahoo, Google, Facebook, AOL, Skype, YouTube und Apple."


Microsofts Server werden "direkt angezapft" .... jetzt bitte mal an die Kinect 2.0 aka Spycam denken (die potentiell Dauer-Online ist, Bewegungen und Gesichter erkennt und per Zwang via Konsole mindestens alle 24h einmal ins Internet ihre Daten funken könnte) und 1 und 1 zusammen zählen, dann hat man eine Ahnung, was da demnächst möglich sein könnte ... oder aber ihr glaubt Microsoft, dass sie das niiiiiemals für irgendwas auswerten oder missbrauchen würden ... nein, natürlich nicht. =)


Ganz im Ernst: Wer ernsthaft Geld dafür zahlt, sich diese Überwachungsscheisse in Form eines klobigen BluRay-Players der ersten Gen ins Wohnzimmer oder gar Schlafraum zu packen, der hat sie nicht mehr alle.


Zum Abschluss noch was zu lachen (naja, fast ^^):

http://www.youtube.com/watch?v=sWcKtJj5_oY#!




(Wie immer: Leerzeichen vom Gamestar System in den URLs beachten)
rate (131)  |  rate (9)
Avatar Freshknight
Freshknight
#6 | 07. Jun 2013, 11:03
Schießen sich in das schon angeschossene Bein. Super !
rate (77)  |  rate (9)
Avatar Wilson
Wilson
#7 | 07. Jun 2013, 11:03
Vielleicht kommt auch bei Microsoft irgendwann an dass Kunden nicht auf jede erdenkliche Art und Weise gegängelt und eingeschränkt werden möchten, sondern das mit mit der erworbenen Hard-und Software anstellen möchten (natürlich im legalen Rahmen) was sie für richtig halten.

Hoffen wir mal dass Sony zuhört und nicht mit ähnlichem DRM-Mist um die Ecke kommt. Dann haben sie gewonnen. Bei mir schonmal auf jeden Fall.
rate (47)  |  rate (5)
Avatar GameInk
GameInk
#8 | 07. Jun 2013, 11:04
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Jolka
Jolka
#9 | 07. Jun 2013, 11:04
Das Hauptproblem ist nicht mal was Microsoft mit Kinect und dem teilweisen Onlinezwang anstellt, sondern was Angreifer damit tun können.

Kinect reagiert offensichtlich nur auf "Xbox an", aber um das filtern zu können, muss ja trotzdem jedes Wort aufgezeichnet werden und das bietet Hackern eben eine Angriffsfläche.

Man liest doch immer wieder, dass Hacker Millionen von Nutzerkonten hacken. In 2 Jahren wird man lesen, dass Millionen von Wohnzimmern abgehört wurden.
rate (51)  |  rate (6)
Avatar Sterngeborener
Sterngeborener
#10 | 07. Jun 2013, 11:05
Zitat von No1-Obaruler:
Was man auch nicht unerwähnt lassen sollte ist das hier:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/obam a-baut-usa-zum-ueberwachungsstaat-aus-a-904285 .html


"Und das ist nur die sprichwörtliche Spitze des Eisbergs. Am Abend bestätigten Regierungskreise indirekt neue Meldungen der "Washington Post" und des "Guardian", dass die NSA und das FBI seit 2007 auch die Server von neun US-Internetfirmen direkt anzapften - darunter Microsoft, Yahoo, Google, Facebook, AOL, Skype, YouTube und Apple."


Microsofts Server werden "direkt angezapft" .... jetzt bitte mal an die Kinect 2.0 aka Spycam denken, die potentiell Dauer-Online ist, und via Konsole mindestens alle 24h einmal ins Internet ihre Daten funken könnte und 1 und 1 zusammen zählen, dann hat man eine Ahnung, was da demnächst möglich sein könnte ...


Ganz im Ernst: Wer ernsthaft Geld dafür zahlt, sich diese Überwachungsscheisse in Form eines klobigen BluRay-Players der ersten Gen in Wohnzimmer oder gar Schlafraum zu packen, der hat sie nicht mehr alle.


Ja, für amerikanische Geheimdienste bist Du gläsern. Und das seit vielen Jahren. Leb damit, wie Du bisher damit leben konntest, denn Du wirst es nicht ändern können.
rate (17)  |  rate (79)

 
top Top
Werde Fan von GameStar auf FacebookFacebook Aboniere den YouTube-Kanal von GamestarYouTube Besuche Gamestar auf Google+Google+ GameStar auf Twitter folgenTwitter Alle RSS-Feeds von GameStar.deRSS-Feeds Jetzt GameStar-Newsletter bestellenNewsletter
© IDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten