Nubert NuPro A-10

Lautsprecher   |   Datum: 13.03.2013
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Nubert NuPro A-10 im Test

Studio-Klang am PC

Der deutsche Hersteller Nubert ist im Studio- und HiFi-Bereich für seine sehr authentisch klingenden Lautsprecher bekannt. Wir machen den Test mit den Nubert NuPro A-10 im Alltagseinsatz am PC.

Von Florian Klein |

Datum: 13.03.2013


Nubert NuPro A-10 : Die Nubert NuPro A-10 kosten pro Stück 235 Euro, für den Einsatz am PC benötigen Sie also ein (Stereo-)Paar für stolze 470 Euro. Die Nubert NuPro A-10 kosten pro Stück 235 Euro, für den Einsatz am PC benötigen Sie also ein (Stereo-)Paar für stolze 470 Euro.

Mit einem Preis von 235 Euro pro Stück (470 Euro für ein Stereo-Paar plus Versand) gehören die Nubert NuPro A-10 im Test preislich zu den absoluten High-End-Lautsprechern für den PC. Anders als die ähnlich teuren PC-Systeme vom Konkurrenten Teufel, die vor allem auf enorm voluminöse Subwoofer mit brachialem Bass setzen, setzt Nubert bei den NuPro A-10 auf die klassische Stereo-Bauweise mit zwei Lautsprechern ohne separaten Subwoofer und legt laut eigenen Angaben viel Wert auf eine möglichst lineare, das heißt unverfälschte Klangwiedergabe.

Jede NuPro A-10 besitzt eine eigenen internen Stereo-Verstärker mit separaten Endstufen und je 60 Watt Leistung für Hoch- und Tiefmitteltöner - der Vorteil liegt laut Nubert zum einen in der dadurch möglichen, optimalen Abstimmung zwischen Gehäuse, Verstärker und dem eigentlichen Lautsprecher (im Fachjargon »Treiber« oder »Chassis« genannt). Zum anderen erlauben die beiden Endstufen pro Box auch eine höhere Belastung beziehungsweise Lautstärke. Allerdings hat jede Box dadurch einen eigenen Stromanschluss; so können Sie eine NuPro A-10 auch einzeln als Mono-Lautsprecher einsetzen, was in der Regel aber nur für gewisse Tonstudio-Szenarien sinnvoll ist.

Technik

Die Lautsprecher der NuPro A-10 sind in der klassischen Zwei-Wege-Technik aufgebaut, also mit einem kleinen Treiber (1,9 Zentimeter Durchmesser) für die hohen Frequenzen sowie einem größeren Treiber (12 cm Durchmesser) für die mittleren und tiefen Töne. Die tiefen Frequenzen werden zudem von einer Bassreflexöffnung an der Rückseite verstärkt, daher sollten Sie die NuPro A-10 nicht direkt an einer Wand aufstellen. Lassen Sie der A-10 mindestens 15 Zentimeter Luft an der Rückseite, damit sich der Klang noch entfalten kann, etwas mehr Abstand zur Wand schadet auch nicht.

Nubert NuPro A-10 : Die Bassreflexöffnung an der Rückseite hilft dabei, den tiefen Tönen in kompakten Lautsprechergehäusen mehr Volumen zu verschaffen – entsprechende Lautsprecher sollten Sie aber nicht direkt vor einer Wand positionieren. Die Bassreflexöffnung an der Rückseite hilft dabei, den tiefen Tönen in kompakten Lautsprechergehäusen mehr Volumen zu verschaffen – entsprechende Lautsprecher sollten Sie aber nicht direkt vor einer Wand positionieren.

Das Gehäuse besteht aus sauber verarbeitetem und hochwertig lackiertem MDF-Material. Wobei »MDF« für »mitteldichte Holzfaserplatte« steht, ein gängiger und stabiler Werkstoff für Lautsprecher, der sehr resistent gegen unerwünschte Gehäuseresonanzen ist. Falls das Gehäuse ungewollt mitschwingt, kommt es in gewissen Frequenzbereichen nämlich zu einer Überbetonung, was der Klangneutralität schadet. Aus dem gleichen Grund sind die Ecken des Gehäuses abgerundet, um ungewollte Klangbrechungen zu vermeiden. Diese entstehen, wenn die Schallwellen sich an einer geraden Kante brechen. Im Vordergrund steht laut Nubert dabei stets eine möglichst hohe Abbildungsgenauigkeit der NuPro A-10.

Anschlüsse und Betrieb

Nubert NuPro A-10 : An der Rückseite finden Sie die Anschlüsse, die Betriebsschalter und den Stromanschluss. An der Rückseite finden Sie die Anschlüsse, die Betriebsschalter und den Stromanschluss. Um die NuPro A-10 mit dem PC (oder einer anderen Stereo-Quelle) zu verbinden, stehen Ihnen zwei Möglichkeiten offen: Zum einen mit gängigen RCA-/Cinch-Kabeln, eine entsprechende Strippe (1,5 Meter Länge) mit zwei Cinch-Anschlüssen für die A-10 sowie einem 3,5-mm-Klinkenstecker zum Anschluss an den PC liegt bei. Zum anderen besitzt jede NuPro A-10 einen eigenen internen USB-Soundchip und lässt sich daher auch per beiliegendem USB-Kabel (1,5 Meter) mit dem PC verbinden. Eine separate Treiberinstallation ist nicht notwendig, die NuPro A-10 meldet sich als »Micronas USB Codec« an; diesen wählen Sie in der Windows-Systemsteuerung als Wiedergabegerät. Der Select-Regler an der Front dient zum Umschalten zwischen den beiden Betriebsarten (Cinch beziehungsweise USB).

Im Stereo-Betrieb mit zwei NuPro A-10 leitet jeweils der mit einer Wiedergabequelle verbundene Lautsprecher das Signal des anderen Stereokanals an die Partnerbox per Cinch-Ausgang weiter. Ein 3,0 Meter langes Mono-Cinch-Kabel befindet sich für diesen Zweck im Lieferumfang. An der Rückseite liegen neben den Anschlüssen zwei Schalter: Einen, um zwischen Mono- und Stereo-Modus zu wechseln. Und einen weiteren, um zwischen Auto- und Dauerbetrieb zu wählen, dazu gibt es noch eine Netztrenntaste. Im Automodus geht die NuPro A-10 nach einiger Zeit ohne anliegendes Signal in den Stand-By. Der Verbrauch beträgt laut unseren Messungen dann unter einem Watt. Kommt wieder ein Audiosignal an, aktivieren sich beide Lautsprecher eines Stereo-Paares automatisch und verbrauchen dann (selbst mit höherer Lautstärke) nur knapp 3,0 Watt - bravo!

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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#1 | 13. Mrz 2013, 19:15
Schön unaufdringliches Design, gefällt mir gut! Auch mal wieder von unverfälschter Soundwiedergabe was zu hören ist sehr schön:
Das "hört" man ja heute eher selten ;)

Einziger (echter) Haken bei den Dingern wird wohl mal wieder der Preis sein...
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Avatar Wirago
Wirago
#2 | 13. Mrz 2013, 19:25
Ich hab meine 2.1 Anlage von Bose und bin absolut zufrieden damit und das bei deutlich geringerem Preis.
#Vielleicht habe ich schlechte Ohren, aber viel besser kann es imho nicht mehr sein.
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Avatar Theedee
Theedee
#3 | 13. Mrz 2013, 19:30
Zitat von Wirago:
Ich hab meine 2.1 Anlage von Bose und bin absolut zufrieden damit und das bei deutlich geringerem Preis.
#Vielleicht habe ich schlechte Ohren, aber viel besser kann es imho nicht mehr sein.


Dann hast du schlechte Ohren. Nichts gegen deine Anlage, im Preis-Leistungs-Verhältnis (Königsdisziplin) mag sie ja vielleicht gut sein, aber gegen eine richtige Hifi-Anlage hat sie, genau wie natürlich auch die Nuberts hier, KEINE Chance.

Man muss einen Lautsprecher der die Region 20-50Hz (wirklich) wiedergeben kann aber auch erstmal gehört haben bevor mans glaubt.
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Avatar 3941
3941
#4 | 13. Mrz 2013, 19:53
Zitat von Cd-Labs: Radon Project:
Schön unaufdringliches Design, gefällt mir gut! Auch mal wieder von unverfälschter Soundwiedergabe was zu hören ist sehr schön:
Das "hört" man ja heute eher selten ;)

Einziger (echter) Haken bei den Dingern wird wohl mal wieder der Preis sein...

alles was dir daran lieb ist, ist im studiobereich völlig normal...
du kannst hunderte solcher lautsprecher (bzw monitore) kaufen, in verschiedensten größen und von zig firmen. an den pc anschließen kann man die auch alle, von leicht bis etwas umständlicher.

und ja, die meisten davon sind nich gerade günstig.

diese dinger dort werden jetzt auch nichts besonderes, weil sie (unverständlicherweise) von nem pc magazin "getestet" wurden.
aber seht, es lehnt eine tastatur an ihnen! definitiv reinrassige pc lautsprecher ^^
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#5 | 13. Mrz 2013, 19:59
Zitat von 3941:

alles was dir daran lieb ist, ist im studiobereich völlig normal...
du kannst hunderte solcher lautsprecher (bzw monitore) kaufen, in verschiedensten größen und von zig firmen. an den pc anschließen kann man die auch alle, von leicht bis etwas umständlicher.

und ja, die meisten davon sind nich gerade günstig.

diese dinger dort werden jetzt auch nichts besonderes, weil sie (unverständlicherweise) von nem pc magazin "getestet" wurden.
aber seht, es lehnt eine tastatur an ihnen! definitiv reinrassige pc lautsprecher ^^

Aber sie sind immerhin mal ANSATZWEISE preislich ansprechend ;)
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Avatar Teralios
Teralios
#6 | 13. Mrz 2013, 20:02
Zitat von Theedee:


Dann hast du schlechte Ohren. Nichts gegen deine Anlage, im Preis-Leistungs-Verhältnis (Königsdisziplin) mag sie ja vielleicht gut sein, aber gegen eine richtige Hifi-Anlage hat sie, genau wie natürlich auch die Nuberts hier, KEINE Chance.

Man muss einen Lautsprecher der die Region 20-50Hz (wirklich) wiedergeben kann aber auch erstmal gehört haben bevor mans glaubt.

Über den Herzbereich kann man nicht streiten. 20Hz sollten sie mindestens als tiefsten Punkt erreichen, besser wären sogar nur 15Hz.

Wie gut die Boxen klingen und wann man Unterschiede hört, hängt aber auch stark von der Raumgröße und der verwendeten Lautstärke ab. Auch mit guten Ohren.

Ich hab hier aktuell Boxen für ca. 700,- stehen, die für meinen Raum absolut ausreichend sind, vor allem bei dem entsprechenden Pegel und bei gleichem Pegel fällt es schon schwerer, sie von 5000,- Boxen zu unterscheiden. Ich habe dabei ein sehr feines Gehör, nicht unbedingt geschult, dennoch sehr fein. Ich hab zum Beispiel ein Hörbereich, der ca. 16Hz bis 20 100 beträgt. Nachweislich. (Standard ist 20 - 20 000) Zu dem steige ich auch bereits auf sehr leise Pegel schon an.

Man sollte daher seine Boxen auch immer etwas von den Pegeln abhängig machen, mit denen man üblich hantiert und auch die Raumgröße mit einbeziehen. ;)
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Avatar Fred
Fred
#7 | 13. Mrz 2013, 20:03
Für den PC zu teuer, für Musik zu wenig Volumen.
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Avatar JoeKin
JoeKin
#8 | 13. Mrz 2013, 20:04
2 Aktive Abhörmonitore+Subwoofer > jedes Logitech/Teufel System
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Avatar mh0001
mh0001
#9 | 13. Mrz 2013, 20:21
Zitat von Fred:
Für den PC zu teuer, für Musik zu wenig Volumen.


Warum sollte man am PC keinen HiFi-Klang haben wollen? Für weniger Geld kann man ja auch ganz auf Lautsprecher verzichten und z.B. auf Xonar Essence mit einem DT880 gehen. Das wäre ein günstiger Einstieg in den HiFi-Bereich. Um den DT880 mit Lautsprechern zu überbieten müsste man schon deutlich tiefer in die Tasche greifen.
Auch aus Spielesound kann man mit guten Equipment sehr viel rausholen. Die Macher davon mischen den ja selber auf gutem Equipment ab, da braucht man ihn nicht mit billigen Tischhupen wiedergeben.
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Avatar mh0001
mh0001
#10 | 13. Mrz 2013, 20:28
Zitat von JoeKin:
2 Aktive Abhörmonitore+Subwoofer > jedes Logitech/Teufel System


Auch ohne den Subwoofer geht diese Ungleichung immer noch auf. :)
Wenn man sich den Output des Subwoofers dieser Systeme mal alleine anhört, stellt man Folgendes fest:
1. Die Trennfrequenz ist viel zu hoch, d.h. man hört Frequenzen aus dem Woofer, den eigtl. die Lautsprecher noch wiedergeben sollten. Wenn einer redet und man kann nur mit dem Woofer noch klar verstehen, was er sagt, ist das falsch, aber bei diesen Systemen nicht anders zu machen, da die winzigen Satelliten oft einfach nicht unter 120Hz kommen und ansonsten Klangbestandteile fehlen würden.
2. Man kann ihn bedingt durch 1. klar im Raum orten, was bei einem Subwoofer ebenfalls eigtl. nicht so gedacht ist. Frequenzen über 80Hz kann man nunmal deutlich orten.
3. Würde man jetzt bei einer anständigen Trennfrequenz kappen, stellt man fest, dass in dem Frequenzbereich, in dem ein Subwoofer eigtl. arbeiten soll, aus diesen minderwertigen Dingern nur schwammiges Gebrumme und Wummern rauskommt. Mit solcher Leistung, dass es einem die Schuhe ausziehen kann, aber mit dem tieffrequenten Signal, was wiedergegeben werden sollte, hat der tatsächlich Output nur noch wenig gemeinsam.
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