Beim Test der A4Tech XL-747H fielen besonders zwei Dinge auf: Die Maus unterscheidet sich rein äußerlich stark von Konkurrenzmodellen anderer Firmen wie Logitech, Razer und Roccat. So ist die Oberschale in mattem braun gehalten und zudem mit einem spinnenähnlichen Artwork bedruckt.

Weiterhin wirbt der Hersteller mit einer »Anti Vibrate Technology« genannten Funktion, die den Mauszeiger beim Abheben der Maus an Ort und Stelle verharren lassen soll, bis die Maus wieder festen Boden unter den Füßen hat.

A4Tech XL-747H Anti-Vibrate Laser Gaming Mouse : Das Design der XL-747H ist außergewöhnlich. Das Design der XL-747H ist außergewöhnlich.

Präzision

Der Laser der XL-747H löst mit 3.600 DPI auf und ist ähnlich präzise wie Modelle von Logitech oder Roccat. Beim Spielen reagierte die Maus ordnungsgemäß und präzise, niemals sprang der Zeiger uninspiriert hin und her. Die Tasten vermitteln dagegen ein eher schwammiges Feedback, was besonders im direkten Vergleich zu einer Roccat Kova[+] oder einer Logitech G500 auffällt. Das 4-Wege-Mausrad der XL-747H ist in sehr kurzen Abständen gerastert und dafür etwas zu weichgängig. So passierte es im Eifer des Gefechts schnell, dass wir anstelle der nächsten Waffe die übernächste auswählten.

Die XL-747H fühlt sich auf nahezu allen Unterlagen wohl: Gewöhnliche Untergründe aus Hartplastik, Stoff, transparentem Plastik und Holz konnte die A4Tech-Maus störungsfrei abtasten. Erst gläserne Oberflächen machen dem Laser stark zu schaffen, was sich in kurzen Aussetzern äußert. Beim Testen verschiedener Mauspads war je nach Modell ein deutliches Kratzen des »Anti Vibrate«-Sensors vernehmbar. Denn dieser hat ständigen Kontakt zum Untergrund. Sobald dieser abbricht, deaktiviert die dahinter steckende Technik den Laser der Maus. So bleibt der Cursor beim Abheben und Wiederaufsetzen der XL-747H mehr oder weniger am gleichen Punkt. Dieses Feature hat uns vor allem beim Spielen sehr schneller Shooter wie Quake Live gefallen.

Ausstattung und Technik

Für den Preis von etwa 35 Euro bietet die A4Tech-Maus verhältnismäßig viel Ausstattung: So kommt die XL-747H mit 4-Wege-Mausrad daher und hat insgesamt sieben Tasten, die allesamt im mitgelieferten Treiber frei programmierbar sind. Zusätzlich verfügt die Maus über ein Gewichtefach an der Unterseite, das Sie mit mitgelieferten Gewichten bestücken können. Die maximal mögliche Änderung beträgt 20 Gramm.

Die Signalübertragung funktioniert über ein 1,7 Meter langes USB-Kabel, das sich im Test als sehr steif erwiesen hat. So behält das Kabel auch nach tagelangem Nutzen immer noch die verpackungsbedingten Knicke. Auf eine auffallende Beleuchtung verzichtet der Hersteller bei der XL-747H, einzig der DPI-Schalter ist je nach Stufe unterschiedlich illuminiert.

Treiber

Grundsätzlich funktioniert die A4Tech XL-747H natürlich auch ohne Treiber, unterstützt in diesem Fall aber nur die DPI-Wahl über fünf voreingestellte Stufen. Wer die Maus individueller anpassen möchte, kommt um die Installation des mitgelieferten Treibers nicht vorbei. Die »Oscar« genannte Software ist übersichtlich und logisch zu bedienen. Auf der Hauptseite können Sie jeder Taste eine alternative Belegung verpassen und dabei aus einer Fülle voreingestellter Funktionen wählen oder auch selbst aufgenommene Makros übernehmen. Zusätzlich bietet der Treiber die Option, jeder Taste eine Beschreibung hinzuzufügen, was besonders bei komplexen Makros hilft. Ihre Änderungen übernehmen Sie mit einem Druck auf »Download to Mouse«. Damit wird das aktuell gewählte Profil in den Mausspeicher kopiert und ist somit auch auf anderen PCs ohne Treiberinstallation abrufbar. Der Makro-Manager wirkt auf den ersten Blick jedoch äußerst überladen. Zwar lässt er keine mögliche Einstellungsmöglichkeit aus, doch fehlt ihm eindeutig die Übersichtlichkeit, die die Konkurrenz von Logitech, Roccat und Co. bieten.

A4Tech XL-747H Treiber

Ergonomie und Verarbeitung

Dank der ergonomischen Form der A4Tech XL-747H liegt die Maus sehr angenehm in der Hand, disqualifiziert sie aber für Linkshänder. Im Test waren alle Tasten gut erreichbar und selbst bei längerem Benutzen störte die Maus nicht. Die Verarbeitung des Nagers lässt aber streckenweise zu wünschen übrig. So knackt bei Druckausübung beispielsweise das Gehäuse in der Gegend der Daumenauflage. Darüber hinaus sind einige Kanten nur teilweise entgratet und daher relativ scharf. Beim Schütteln fielen uns zudem lose befestigte Bauteile innerhalb des Gehäuses auf. Zwar ist die Maus mit 35 Euro im Einsteiger-Preissegment heimisch, doch hätten wir auch zu diesem Preis eine etwas bessere Verarbeitungsqualität erwartet.