Jetzt ist es offiziell: ATIs Radeon-Doppelpack heißt Crossfire. Anders als bei Nvidias SLI verbinden Sie die Karten nicht über eine Steckplatine, sondern über eine externe Kabelpeitsche. Während Nvidia zwei völlig identische Karten fordert, funktioniert Crossfire jeweils innerhalb der gesamten X850- beziehungsweise X800-Linie, egal welches Bios, egal welcher Hersteller und egal welche Speichergröße. Für Crossfire brauchen Sie zusätzlich zu einer normalen, eventuell vorhandenen, X800- oder X850-Karte das passende Crossfire-Modell. Dessen Compositing-Chip fügt die Rechenergebnisse beider Karten zum Gesamtbild zusammen.

Crossfire ist gegenüber Nvidias SLI nicht nur wesentlich flexibler bei der Kartenwahl, sondern auch technisch ausgereifter: So soll der Radeon-Verbund jedes erhältliche Spiel unterstützen - SLI beschleunigt laut ATI derzeit nur rund 100 Titel. Drei Render-Modi sollen die Rechenlast stets optimal auf beide Radeons verteilen: Beim Alternate Frame Rendering (AFR) liefern beide Karten jeweils abwechselnd ein Bild. Der Scissor-Modus teilt das Bild horizontal in zwei Bereiche, der Super Tile-Betrieb in mehrere Kacheln - jede 3D-Karte berechnet die Hälfte aller Kacheln (versetztes Muster für möglichst gleichbleibende Lastverteilung).

Aktuell erfordert Crossfire Mainboards mit ATIs Xpress 200 Crossfire-Chipsatz (zwei PCI-Express-16x-Steckplätze). Angeblich arbeitet ATI aber auch daran, das Radeon-Doppelpack auf anderen Chipsätzen zum Laufen zu bringen.