Nvidia : AMD hat seinen neuen Sockel AM2 präsentiert, die Prozessoren dafür wurden vorgestellt - beste Voraussetzungen also, einen der am heißesten erwarteten Chipsätze für nagelneue AMD-Systeme im Detail zu zeigen: Nvidia's nForce5-Chipsatzreihe.

Bereits im März haben wir erste Informationen zum neuesten nForce-Familienmitglied sammeln können, die sich jetzt bestätigen. Insgesamt vier Modelle will Nvidia auf den Markt bringen; zwei davon mit SLI-Unterstützung, zwei ohne. Im folgenden einige Details zu den einzelnen Varianten:

  • Das Flagschiff der Reihe wird der Nforce 590 SLI darstellen. Wie der Name schon sagt, lassen sich zwei Grafikkarten über SLI gemeinsam betreiben. Der Chipsatz ist für AMDs Athlon64, Athlon64 X2 und Athlon FX-Prozessoren gedacht; potentielle Sempron-Nutzer schauen in die Röhre. Mainboards mit dem Chipsatz werden auf sechs SATA und zwei PATA-Anschlüsse, zehn USB-Anschlüsse und fünf PCI-Steckplätze zurückgreifen können; ausserdem wie erwähnt zweimal PCI-Express x16. Ausserdem sind gleich zwei Gigabit Ethernet-Controller und ein HDA-Audiochip am Start.

  • Der kleinere SLI-Bruder Nforce 570 SLI wird sehr ähnlich aufgebaut sein. Größter Unterschied ist jedoch, dass der PCI-Express Bus - sofern zwei Grafikkarten im System arbeiten - lediglich auf x8 zurückgreifen kann. Das sollte der Leistung aber keinen riesigen Abbruch tun. Nutzt man nur eine Grafikkarte, kann man auf die volle Geschwindigkeit (x16) zurückgreifen.

  • Das schnellere Nicht-SLI-Modell Nforce 570 Ultra stimmt umfang- und leistungsmäßig weitestgehend mit seinem SLI-Counterpart überein

  • Letztlich wird der Nforce 550 das untere Ende der neuen Serie darstellen. Das manifestiert sich besonders in der Ausstattung. Er kommt mit nur einem Gigabit-Netzwerkcontroller und vier SATA-Anschlüssen daher. Auffällig ist auch, dass dieses Modell das einzige sein wird, dass auch Semprons für den neuen Sockel AM2 unterstützen wird. Die anderen drei sind beschränkt auf die verschiedenen Athlon-Prozessoren.

Ein paar nette Details am Rande: Die beiden Gigabit-Netzwerkadapter bei den ersten drei Modellen können bei Server-Betrieb (z.B. als Gaming-Server) verknüpft werden, um 2-Gigabit schnellen Datentransfer zu ermöglichen. Desweiteren führt Nvidia ein Feature namens "FirstPacket" ein, dass Spielen im Netzwerk eine höhere Priorität gewährt als anderen Anwendungen; theoretisch sollte sich dadurch der Ping verbessern.