ATI : Es gibt einiges neues aus dem ATI-Lager zu berichten: Zum einen soll die kommende RV570XT-GPU später vorgestellt werden und zum anderen arbeiten die Kanadier hart an einer Crossfire-Lösung, die Physik-Berechnungen, ähnlich Ageias PhysX-Karten, übernehmen kann.

"ATIs Ziel ist es, an die Leistung des R580 heranzukommen oder diese gar zu toppen; unter Einsatz von weniger Shader-Einheiten, aber ähnlichen Taktfrequenzen ." schreibt das Magazin TechPowerUp zum Thema RV570XT, ATIs kommendem Grafikchip, der sich möglicherweise in Form von Radeon X1950-Karten auf dem Markt beweisen soll. Selbiger soll aber erst im September diesen Jahres auf den Markt kommen, nicht wie angekündigt schon im Juli oder August. Der Grund dafür ist simpel und einleuchtend: Man wolle nicht nur für die erste Welle an Grafikkarten gerüstet sein, sondern die Nachfrage komplett decken. Daher werden mehr GPUs produziert, was länger dauert. Ersten Informationen zufolge soll die GPU zwischen 600 und 650 MHz Taktfrequenz haben, während der Speicher mit bis zu 1500 MHz (DDR) getaktet sein wird.

Eine weitere interessante Entwicklung ist die Funktionalität einer GPU im Bereich der Physikberechnung. ATI hat auf der Computex erste Studien veröffentlicht, die aus der intensiven Zusammenarbeit mit Havok hervorgehen. Kurz gesagt bezweifelt ATI (wie auch Nvidia) die Notwendigkeit eines zusätzlichen Physikbeschleunigers wie Ageias PhysX. Durch die höhere Bandbreite des PCI-Express-Slots gegenüber dem normalen PCI-Slots soll bereits eine Radeon X1600 XT-GPU doppelt so schnell sein wie Ageias Produkt; zumindest bei der Berechnung von Kollisionsabfragen. ATI ist dabei besonders stolz auf die Flexibilität seiner Crossfire-Technologie. Beispiel: Man hat ein System mit einer Radeon X1900 und einer Radeon X1600-Karte; hier soll es möglich sein, dass das schnellere Modell (hier: X1900) für die Grafikberechnung und das langsamere (hier: X1600) für die Physikberechnung verantwortlich sein könnte. Alles realisiert über die Havok FX-Schnittstelle. Echte Leistungstests können bislang jedoch nicht vorgelegt werden, da die Unterstützung etwaiger Physik-Schnittstellen lediglich rudimentär ist. Bis diese in der Entwicklung soweit gediegen sind, sollte bereits die nächste Grafikchip-Generation vor der Tür stehen.