WLAN & Mobilfunk : Mobile Geräte sollen dank Mathematik mehr Bandbreite nutzen können. Mobile Geräte sollen dank Mathematik mehr Bandbreite nutzen können. Wie Technologyreview berichtet, verwendet der neue Ansatz der Forscher zur drahtlosen Datenübertragung weder neue Hardware, neue Frequenzbereiche oder mehr Sende- und Empfangsleistung, sondern schlicht Mathematik. Gerade bei drahtlosen Netzwerken besteht viel Datenverkehr aus erneut gesendeten, zuvor »verlorenen« Datenpaketen. Diese Pakete erzeugen oft selbst Verzögerungen und verstärken das ursprüngliche Problem damit sogar.

Forscher des MIT, der Universität in Porto, der Harvard University, bei Caltech und der Technischen Universität München haben nun einen Weg gefunden, wie mobile Geräte dieses Problem ohne erneute Übertragung lösen können. Die genauen Details werden allerdings nicht bekanntgegeben, da die als »coded TCP« bezeichnete Technik bereits über ein eigens gegründetes Start-Up namens Code-On Technologies lizensiert wird.

Grundsätzlich ersetzt coded TCP das Senden von Datenpaketen durch das Senden von mathematischen Gleichungen, die ganze Serien von Datenpaketen beschreiben. Sollte dann ein Teil der Übertragung verloren gehen, kann dieser durch die vorhandenen Gleichungen, die nicht viel Rechenkraft benötigen, wieder hergestellt werden.

Praxistests haben ergeben, dass beispielsweise selbst in einem schnell fahrenden Zug mit coded TCP eine Bandbreite von 13,5 MBit/s erreicht wird, während Geräte im gleichen Zug ohne die neue Technik gerade einmal 0,5 MBit/s schaffen. Allerdings ist coded TCP nur dann von Vorteil, wenn bei der Datenübertragung tatsächlich Daten verloren gehen.