Microsoft : Microsoft-CEO Steve Ballmer wird sich in einem Jahr zurückziehen und dabei helfen, bis dahin einen Nachfolger zu finden. Microsoft-CEO Steve Ballmer wird sich in einem Jahr zurückziehen und dabei helfen, bis dahin einen Nachfolger zu finden.

Wie Steve Ballmer in einer Pressemitteilung erklärt, gäbe es für einen solchen Übergang nie den perfekten Zeitpunkt, doch der richtige Zeitpunkt sei gekommen. Seine ursprünglichen Pläne hätten sonst seinen Rückzug von Microsoft mitten in der Umstrukturierung des Unternehmens zur Folge gehabt. In so einer Phase benötige Microsoft aber einen CEO, der langfristig zur Verfügung stehe.

Er sei stolz darauf, was Microsoft erreicht habe und habe sich auch emotionell stets zu 100 Prozent engagiert. Das Unternehmen sei von 30 auf fast 100.000 Angestellte gewachsen, habe mehr als eine Milliarde Nutzer und erwirtschafte großartige Profite für die Aktionäre. Seine Entscheidung, die zum Wohl des Unternehmens gefallen sei, falle ihm aber auch emotional schwer, denn abgesehen von Familie und Freunden sei Microsoft das Wichtigste für ihn.

Microsoft habe seine besten Zeiten noch vor sich, so Ballmer, der sich im nächsten Jahr weiter voll für das Unternehmen einsetzen will. Auch Mitgründer Bill Gates will sich an der Suche nach einem Nachfolger für Ballmer beteiligen.

Update: In einem Interview hat Steve Ballmer über seine Rückzugspläne gesprochen. Er sei stolz darauf, einen wesentlichen Anteil daran gehabt zu haben, dass heute nahezu jeder Computer verwendet, sei es Smartphones oder PCs. „Ich denke, wir haben über die 80er- und 90er-Jahre bei der Geburt geholfen und das hatte einen enormen Einfluss auf das Leben der Leute. Ich schätze, eine Milliarde Menschen oder mehr nutzen heute Smartphones und auch wenn die nicht alle von uns sind, bin ich stolz darauf, was wir geleistet haben“, so Ballmer. Natürlich hab er auch viele Fehler gemacht, aber was er am meisten bereue, sei Windows Vista, bei dem er ein großes Team zusammengestellt hatte, dessen Produkt sich letztlich nicht als wertvoll herausgestellt habe.

In den letzten Monaten habe er oft über einen Rückzug nachgedacht, aber die Entscheidung sei erst vor ein paar Tagen gefallen. Was er als Nächstes machen wolle, wisse er noch nicht. Er habe noch keine Zeit gehabt, darüber nachzudenken und das werde sich auch nicht ändern, bis ein Nachfolger seinen Posten antritt. Sein Leben bisher sei Familie und Microsoft gewesen und er freue sich darauf, nun ein zweites Kapitel aufschlagen zu können, in dem er andere Dinge erfahren und etwas über sich selbst lernen könne.