Smartshoes : Lechal-Schuhe können zurückgelegte Entfernungen messen und bei der Orientierung helfen. (Bildquelle: Ducere) Lechal-Schuhe können zurückgelegte Entfernungen messen und bei der Orientierung helfen. (Bildquelle: Ducere)

Das indische Unternehmen Ducere Technologies hat laut einem Bericht des Wall Street Journal Schuhe entwickelt, die per Bluetooth mit einem Smartphone in Verbindung stehen. Die Bezeichnung »Lechal« für die Schuhe bedeutet ungefähr »Nimm mich mit«. In den Schuhen oder wahlweise auch nur kaufbaren Einlegesohlen für eigene Schuhe sind Sensoren und Vibrationsmotoren enthalten. Eine App auf dem Smartphone, die die Karten von Google Maps verwendet, erkennt die aktuelle Umgebung und lässt die Schuhe vibrieren, um anzuzeigen, in welche Richtung der Träger gehen muss, um sein Ziel zu erreichen.

Die Idee dahinter war ursprünglich, Blinden und Sehbehinderten bei der Orientierung zu helfen, denn alleine in Indien gibt es 285 Millionen Betroffene. Doch bei den Tests der Lechal-Schuhe stellte sich heraus, dass dieses Produkt auch für Sehende Sinn machen kann, beispielsweise als Wegweiser für Touristen oder für die Berechnung des Kalorienverbrauchs und der zurückgelegten Distanz bei Joggern. Der zusätzliche Vorteil von Lechal ist laut Krispian Lawrence, dem CEO von Ducere, dass man zwar beim Verlassen des Hauses wohl eine Uhr oder ein Fitness-Armband vergessen könne, aber nicht die Schuhe.

Inzwischen gibt es Bestellungen für 25.000 Paar für die Schuhe, die ab September auch in den Handel kommen sollen. Ducere wurde bisher von einigen Investoren im Hintergrund finanziert und sucht nun nach weiterer finanzieller Unterstützung, um die Lechal-Schuhe vermarkten zu können. Wohltätige Organisationen, die Sehbehinderten helfen, sollen die Schuhe, die zwischen 100 und 150 US-Dollar kosten, zu günstigeren Preisen erhalten.