AMDs »Game Scientist« Richard Huddy : Fotorealistische Grafik könnte laut AMD schon in fünf Jahren in PC-Spielen möglich sein. Fotorealistische Grafik könnte laut AMD schon in fünf Jahren in PC-Spielen möglich sein.

In einem Interview mit PCR-Online hat Richard Huddy einige Fragen zum Bereich der PC-Spiele beantwortet und dabei viele wichtige Themen kurz angeschnitten. AMD habe das ernsthafte Ziel, der beste Hersteller von Grafikchips zu sein und das nicht nur bei Konsolen, sondern auch für PCs. Dabei soll auch die Grafikschnittstelle Mantle helfen, das von neun bis zwölf Spielen in diesem Jahr unterstützt werden soll. »Das sind mindestens so viele wie bei DirectX 11 in dessen erstem Jahr«, so Huddy.

Der AMD-Manager verspricht in dem Interview, dass es im Januar oder Februar 2015 erste Monitore mit Freesync zu kaufen geben wird, das im Gegensatz zu Nvidias G-Sync keine Zusatzhardware und keine Lizenzgebühren kostet. Steam OS werde von AMD stark unterstützt, auch wenn nur schwer vorherzusagen sei, wie sich das neue Betriebssystem auf den Markt auswirken werde. Virtual Reality und Oculus Rift seien technisch gesehen sehr interessant. Allerdings geht Huddy davon aus, dass die Auflösung pro Auge 1080p oder sogar das Doppelte erreichen muss, damit Virtual Reality wirklich umwerfend wirkt.

Die Grafik in Spielen sei auf PCs an der Spitze des Leistungsspektrums schon »beeindruckend nah« am Fotorealismus. »Nicht, dass sie dich schon die ganze Zeit täuschen können, aber es ist erstaunlich, wenn man es mit der Leistung von vor vier Jahren vergleicht. Wir werden auch diese Lücke schließen. Möglicherweise werden wir also in fünf Jahren in der Lage sein, Spiele zu entwickeln, die in eingeschränkten Szenarien fotorealistisch sind«. Zum Schluss gibt Huddy noch den Rat, das PC-Gaming niemals aufzugeben, denn »dessen Tod wurde schon viel zu oft vorhergesagt«, sei aber in Wirklichkeit weiterhin ein sehr gutes Geschäft.

ATI Mach (ab 1991):
Abgebildet ist die ATI Mach 64 aus dem Jahr 1994, die mit maximal 8 MByte Speicher schon ein recht fortgeschrittenes Modell darstellte. Die Mach 64 war für die nicht mehr genutzten Anschlüsse ISA und VLB (VESA Local Bus), aber auch für den noch immer existierenden PCI-Slot erhältlich. 3D-Beschleunigung war damals noch ein Fremdwort, doch 2D-Beschleunigung bereits wichtig.