PS4, Xbox One, Nintendo und PC : Microsoft öffnet sich für Cross-Network-Play. Stimmen Entwickler und andere Plattform-Betreiber zu, können alle Käufer eines Spiels zusammen spielen. Das gilt nicht nur für Xbox Live und PlayStation Network, sondern auch für PC-Netzwerke wie Steam oder das Nintendo-Network. Erstes Spiel dieser Art wird Rocket League. Wie werden andere Firmen auf das Angebot reagieren? Microsoft öffnet sich für Cross-Network-Play. Stimmen Entwickler und andere Plattform-Betreiber zu, können alle Käufer eines Spiels zusammen spielen. Das gilt nicht nur für Xbox Live und PlayStation Network, sondern auch für PC-Netzwerke wie Steam oder das Nintendo-Network. Erstes Spiel dieser Art wird Rocket League. Wie werden andere Firmen auf das Angebot reagieren?

Endlich ist der erste Schritt zu Cross-Network getan: Microsoft hat offiziell angekündigt, dass Xbox-Live-Spieler ab sofort mit Spielern anderer Multiplayer-Netzwerke und Konsolen-Plattformen zusammen spielen dürfen.

Das bedeutet konkret, dass Xbox-Live-Nutzer (also Windows 10, Xbox One, Xbox 360) mit Spielern des PlayStation Network (PlayStation 4, PS3, Vita), des Nintendo Network (Wii U) und anderen PC-Netzwerken (zum Beispiel Valves Steamworks) formal zusammenspielen dürfen. Zuvor hatte Microsoft darauf gepocht, dass Xbox-Live-Kunden nur miteinander spielen können. Das Feature für Xbox-Live-Spieler ist rein optional - wer eine Xbox One hat und nur mit Besitzern einer Xbox One zusammenspielen möchte, kann dies also ebenfalls tun.

Erster Spiel der Initiative ist Rocket League, das bereits PS4- und PC-Spieler Cross-Platform spielen können. Die Xbox-Live-Variante funktioniert ebenfalls zwischen PC und Xbox One. Sollten sich alle Parteien einigen können, dürften bald Spieler aller Netzwerk- und Hardware-Plattformen zusammen spielen.

Natürlich funktioniert das Zusammenspiel nicht mit dem Umlegen eines Schalters, dafür werden Entwickler auch nochmal ihre Spiele anpassen müssen. Der Aufwand dürfte extrem variieren: Hersteller wie EA lassen Mehrspieler-Titel wie Plants vs. Zombies: Garden Warfare 2 auf eigenen Servern laufen und dürften diese einfacher verknüpfen können, zumal der Publisher auch dedizierte Netzwerk-Programmierer beschäftigt. Andere Entwickler nutzen dagegen für die jeweiligen Versionen Steamworks, PSN-Server oder Microsofts Azure-Serverfarm, was für Cross-Network-Play sicherlich eine Herausforderung darstellt.

Es bleibt also abzuwarten, in wieweit das formale Angebot von Microsoft in Zukunft genutzt wird. Mögliche Vorzeigeprojekte wären zum Beispiel World of Tanks oder Minecraft. Da Microsoft sowieso Lizenzhalter des Sandbox-Spiels ist, könnte Cross-Network-Unterstützung durchaus ein interessantes Prestigeprojekt sein.

Eine Reaktion der anderen Plattform- und Netzwerk-Anbieter gibt es zum Zeitpunkt des Artikels noch nicht.