AMD Radeon RX 550 mit Polaris 12 : AMDs Polaris GPUs sind für Einstiegs- und Mittelklasse-Grafikkarten gedacht, Highend soll erst Vega bedienen. AMDs Polaris GPUs sind für Einstiegs- und Mittelklasse-Grafikkarten gedacht, Highend soll erst Vega bedienen.

Bereits im April wird AMD, so die Gerüchte stimmen, eine (mehr oder weniger) neue Serie Polaris-Grafikkarten auf den Markt bringen. Die als RX 500 erscheinenden Grafikkarten setzen auf überarbeitete Polaris-Chips, die sich hauptsächlich in der Fertigungsweise von ihren RX-400-Vorgängern unterscheiden dürften. So kommt bei AMDs Fertigungspartnern Samsung und Globalfoundries die zweite Generation des 14nm FinFET-Fertigungsverfahrens zum Einsatz.

Überarbeitete Fertigung spart Energie

LPP statt LPE - »Performance« statt »Early«, das überarbeitete Fertigungsverfahren soll bis zu 10 Prozent mehr Leistung ermöglichen, die AMD aber neuesten Informationen zufolge primär nicht in Mehrleistung umsetzen wird. So sollen RX 580 und RX 570 gegenüber ihren Vorgängern nur wenige Megahertz mehr Takt anlegen, im Gegenzug dürfte AMD jedoch die Leistungsaufnahme senken.

Größere Unterschiede soll es bei der auf Polaris 21 setzenden RX 560 geben, bei der AMD auch die Menge der Shadereinheiten von 896 bei der RX 460 auf nun 1.024 Shader aufstockt und gleichzeitig den Boost-Takt um 87 MHz erhöht.

RX 550 für Einsteiger

Während das Erscheinen der schnelleren RX-500-Karten für den 17. oder 18. April geplant sein könnte, wird die RX 550 noch etwas länger auf sich warten lassen. AMD speckt für diesen Einsteigerchip aber nicht nur einen bestehenden Polaris-Chip ab sondern nutzt mit Polaris 12 tatsächlich eine Neuentwicklung. So weist die Datenbank des Benchmarks CompuBench einen Polaris 12-Chip mit 640 Shadereinheiten aus. Ob es sich dabei um den Vollausbau der GPU handelt ist jedoch noch nicht bekannt.

Während die 3D-Leistung dieser GPU eher überschaubar bleiben dürfte, bietet die GPU dennoch die Videoeinheit der Polaris-Generation und kann damit auch das für hochauflösende Streams wichtige H.265-Format ohne große Hilfe der CPU de- und encodieren. Die Ausgabe von 4K-Bildinhalten ist dank HDMI 2.0 und Displayport 1.4 ebenfalls unproblematisch. Zudem dürfte die kleine GPU nicht nur wenig Energie aufnehmen sondern auch leicht zu kühlen sein.

Quelle: Benchlife