Die virtuelle Realität gilt in der Tech-Szene als das nächste große Ding. Diverse Global-Player versuchen sich derzeit daran, die Technologie ausreichend weit voranzutreiben, um die Verbreitung der Virtual-Reality-Headsets in Endnutzerkreisen weiter auszubauen.

Google hat sich dazu nun mit den Hardware-Herstellern HTC und Lenovo zusammengeschlossen. Gemeinsam mit den beiden in der Virtual-Reality-Hardware-Produktion bewandten Unternehmen möchte der Tech-Konzern demnächst zwei autarke VR-Brillen-Modelle auf den Markt bringen.

Zu einem konkreten Termin für den Verkaufsstart und zum Preis der Hardware ist bisher noch nichts weiter bekannt. Das technische Grundgerüst der neuen Virtual-Reality-Headsets deutet jedoch auf eine Einordnung im hochpreisigen Segment hin. Die ersten Geräte sollen noch 2017 in den Handel kommen.

Referenzdesign von Qualcomm

Die beiden autarken VR-Systeme basieren auf der etablierten Daydream-Plattform und bieten ein Inside-Out-Tracking auf Basis von Googles Augmented-Reality-Plattform Tango. In das Gehäuse integrierte Sensoren scannen die Umgebung und bestimmen die Position der Brille in Relation zum Raum. Im Google-Sprech heißt das in Zusammenarbeit mit Qualcomm entwickelte Feature »World Sense«.

Im Referenzdesign, das als Basis für die endgültigen Modelle dient, kommt ein Snapdragon 835-Prozessor zum Einsatz. Außerdem ist Eye-Tracking mit Foveated Rendering möglich. Bei diesem Verfahren wird ausschließlich der Augenfokuspunkt des Brillenträgers in höchster Auflösung berechnet, was Rechenleistung einspart.

Ebenfalls im Qualcomm-Prototypen verbaut sind ein Adreno 540 Grafikchip mit Latenzen von unter 15 Millisekunden, sowie ein Hand- und Fingertracking von Leap Motion.

Details der Endverbraucherversion noch unklar

Welche Features davon am Ende tatsächlich in die Endverbraucher-Versionen einfließen, ist noch unklar. Externe Sensoren und Zuspieler wie ein Smartphone oder ein PC sind für den Betrieb des Virtual-Reality-Headsets aber definitiv nicht mehr notwendig. Das soll den Nutzungskomfort deutlich erhöhen.

Weitere Details zu den Daydream-Standalone-VR-Headsets gibt es auf der entsprechenden Google-Produktseite. Auch HTC hat mittlerweile eine Modellübersicht ins Netz gestellt - dort ist die Rede von der »immersivsten VR-Erfahrung der Welt ohne Kabel«.

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