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Schlechte Arbeitsbedingungen - Brasilien verklagt Samsung

Dass die Arbeitsbedingungen bei den Herstellern von Elektronikgeräten nicht unbedingt vorbildlich sind, geht in steter Regelmäßigkeit durch die Medien. Vor allem Apple wird oft als wichtiger Auftraggeber genannt. Nun hingegen trifft es Samsung.

Von Dennis Ziesecke |

Datum: 14.08.2013 ; 17:01 Uhr


Schlechte Arbeitsbedingungen : Samsung Logo Samsung Logo

Bis zu 15 Stunden am Tag sollen Arbeiter in einer brasilianischen Fabrik von Samsung stehend arbeiten. Zudem bewältigen die Arbeiter dort eine deutlich über dem als ergonomisch sicher geltenden Normalwert bei der Geräteproduktion. Wer sich hierzulande über eine Wochenendschicht beklagt, sollte besser nicht in Brasilien für Samsung arbeiten: bis zu 27 Tage ohne freien Tag wird dort hintereinander gearbeitet, Pausen in den 10 bis 15 Stunden dauernden Schichten gibt es keine.

Nachdem bereits ein großer Teil (mehr als 2.000) der 5.600 Beschäftigten der Fabrik aufgrund physischer Schäden wie Rückenproblemen krankgeschrieben werden musste oder gekündigt hat, kümmerte sich nach Bekanntwerden der Arbeitsbedingung die brasilianische Regierung um den Fall. Das Arbeitsministerium der brasilianischen Regierung klagt nun gegen Samsung wegen schlechter Arbeitsbedingungen in eben dieser Fabrik. Das eingeklagte Geld soll dann den geschädigten Arbeitern ausgezahlt werden. Samsung sagte bereits die Kooperation bei der Klärung der Umstände zu. Problematisch soll in der Fabrik vor allem die Höhe der Arbeitstische sein, berichtet Reportersbrasil.

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Elendstourist
#1 | 14. Aug 2013, 17:25
Für Großkonzerne noch nahezu wunderbare und menschliche Arbeitsbedingungen. Fragt doch mal die Nestle Eis-Verkäufer, die auf kommissionsbasis durch Slums fahren um Nestle Eis an arme Schweine ohne Wasser und Essen zu verticken, oder die Arbeiter der dortigigen Wasser abpumpanlagen für Pure Life, die 2 0,5L Flaschen zu trinken bekommen am Tag und dann ist aber auch gut, nicht gierig werden! Während keine 10 Meter von der Fabrik entfernt, Menschen 10km+ zu dreckigen Quellen rennen dürfen. Von H&M, KraftFoods, WWF und Co. will ich gar nicht erst anfangen.
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Avatar sigax
sigax
#2 | 14. Aug 2013, 17:26
Dieser Kommentar wurde ausgeblendet, da er nicht den Kommentar-Richtlinien entspricht.
Avatar Naksio
Naksio
#3 | 14. Aug 2013, 17:29
Zitat von Elendstourist:
Für Großkonzrne noch nahezu wunderbare und menschliche Arbeitsbedingungen. Fragt doch mal die Nestle Eis-Verkäufer, die auf kommissionsbasis durch Slums fahren um Nestle Eis an arme Schweine zu verticken oder die Arbeiter der dortigigen Wasser abpumpanlagen, die 2 0,5L Flaschen zu trinken bekommen und dann ist aber gut! Während keine 10 Meter von der Fabrik entfernt, Menschen 10km+ zu dreckigen Quellen rennen darf. Von H&M und Co. will ich gar nicht erst anfangen.

Den gleichen Kommentar dann bitte auch bei der nächsten Foxconn/Apple News. Danke.
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Elendstourist
#4 | 14. Aug 2013, 17:35
Ich will damit sicher nichts schön reden, aber ganz ehrlich...15 stunden stehend arbeiten, würfelt mich bei den kriminellen Machenschaften der Konzerne hier nicht mehr um. Wir haben es doch in der Hand und wir sind doch auch der Auslöser für solche Zustände, was soll man denn groß dazu sagen? Die armen Schweine, ohje, 1 like 1 prayer und das am bsten übers Samsung Galaxy auf FB posten? Es wird sich in dieser Welt nichts ändern, egal wie oft man die Warhehti schreibt, sagt, oder sonst was macht. Die Macht haben die Konzerne. Über mich, dich, uns, alle. Wer genügend Geld hat, dem gehört die Weltmacht.
Ich sage immer, wir sind die schlimmsten aller Menschen. Wir wissen es, wir verstehen es, wir könnten etwas tun, aber tun es nicht und damit schließe ich mich nicht aus.
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Avatar krucki
krucki
#5 | 14. Aug 2013, 17:46
War ja so klar. China wird langsam "zu teuer" und man geht nach Brasilien (und bestimmt nicht weil man dort fair mit den Menschen umgehen will). Es ist eine nie enden wollende Spirale. Erst werden alle Länder abgegrast, bis alle in den Kosten gestiegen sind und fairere Bedingungen durchgebracht wurden. Dann fangen die Unternehmen von vorne an.
Zumindest was Arbeitsbedingungen betrifft müsste ein internationales Abkommen und Richtlinien geben. Es ist Aufgabe der Politik in solchen Bereichen tätig zu werden. Was will der Kunde tun? Nackt rumlaufen und sein Haus uneingerichtet lassen?
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Avatar Ron Taboga
Ron Taboga
#6 | 14. Aug 2013, 17:46
Teilweise ist man in Deutschland auch nicht mehr weit von solchen Arbeitsbedingungen entfernt. Die meisten schweigen doch eh aus Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes. Der Billiglohnsektor mit seinen prekären Arbietsbedingungen ist auch bei uns ein Thema.

Manchmal kann ich die verweigernden Hartz 4 Empfänger fast schon verstehen, dass sie sich mit Tricks dem kranken Arbeitsmarkt und dem ungebanntem neoliberalen Kapitalismus entziehen. Besser gar kein Job als solche Arbeitsbedingungen.

Gäbe es in Deutschland keine Sozialleistungen wie in Brasilien oder China, würde es hier schon längst genau so aussehen.
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Avatar DerJonas
DerJonas
#7 | 14. Aug 2013, 17:49
Zitat von Elendstourist:
Ich will damit sicher nichts schön reden, aber ganz ehrlich...15 stunden stehend arbeiten, würfelt mich bei den kriminellen Machenschaften der Konzerne hier nicht mehr um. Wir haben es doch in der Hand und wir sind doch auch der Auslöser für solche Zustände, was soll man denn groß dazu sagen? Die armen Schweine, ohje, 1 like 1 prayer und das am bsten übers Samsung Galaxy auf FB posten? Es wird sich in dieser Welt nichts ändern, egal wie oft man die Warhehti schreibt, sagt, oder sonst was macht. Die Macht haben die Konzerne. Über mich, dich, uns, alle. Wer genügend Geld hat, dem gehört die Weltmacht.
Ich sage immer, wir sind die schlimmsten aller Menschen. Wir wissen es, wir verstehen es, wir könnten etwas tun, aber tun es nicht und damit schließe ich mich nicht aus.

Das führe ich mir auch immer wieder vor Augen, wenn ich sowas lese.

Zitat von Ron Taboga:
Teilweise ist man in Deutschland auch nicht mehr weit von solchen Arbeitsbedingungen entfernt. Die meisten schweigen doch eh aus Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes. Der Billiglohnsektor mit seinen prekären Arbietsbedingungen ist auch bei uns ein Thema.

Manchmal kann ich die verweigernden Hartz 4 Empfänger fast schon verstehen, dass sie sich mit Tricks dem kranken Arbeitsmarkt und dem ungebanntem neoliberalen Kapitalismus entziehen. Besser gar kein Job als solche Arbeitsbedingungen.

Wenn ich lese, dass erst jetzt Mindestlöhne für Friseure eingeführt wurden, welcher dar beträgt 7,50 €/h, dann bekommt man schnell das Kotzen. Selbst als Teilzeitkraft bei einer Fast Food Kette bekommst du mehr Stundenlohn. Ungelernt...
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Avatar Oxigan
Oxigan
#8 | 14. Aug 2013, 17:51
Zitat von Elendstourist:
Ich will damit sicher nichts schön reden, aber ganz ehrlich...15 stunden stehend arbeiten, würfelt mich bei den kriminellen Machenschaften der Konzerne hier nicht mehr um. Wir haben es doch in der Hand und wir sind doch auch der Auslöser für solche Zustände, was soll man denn groß dazu sagen? Die armen Schweine, ohje, 1 like 1 prayer und das am bsten übers Samsung Galaxy auf FB posten? Es wird sich in dieser Welt nichts ändern, egal wie oft man die Warhehti schreibt, sagt, oder sonst was macht. Die Macht haben die Konzerne. Über mich, dich, uns, alle. Wer genügend Geld hat, dem gehört die Weltmacht.
Ich sage immer, wir sind die schlimmsten aller Menschen. Wir wissen es, wir verstehen es, wir könnten etwas tun, aber tun es nicht und damit schließe ich mich nicht aus.


Wieso verallgemeinerst du? Ich habe kein Handy und will auch keins. Ich benutze auch sonst nichts von Apple oder Samsung (zumindest nicht wissentlich). Bitte rede von dir selbst wenn du sowas schreibst - danke. Tu nicht so als wärst du das arme Lämmchen dem die Hände gebunden sind. Wenn du das Ernst meinst was du da schreibst, wirf dein Handy beim Fenster raus und kauf auch kein neues. Das kannst du tun. Das könnten viele tun. Aber immer dieses "oooh wir können doch nichts machen weil wir müssen die Produkte ja benutzen"... Es nervt wirklich.
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Avatar GrandMastahAce
GrandMastahAce
#9 | 14. Aug 2013, 17:52
viele leute müssen bedenken, dass niedriglohnarbeit in der dritten welt und schwellenländern auch ein fundament unseres wohlstandes in der westlichen welt ist.

ich bin keineswegs für solch ausbeuterische arbeit, aber die internationalen konzerne genießen hier fast schon narrenfreiheitstatus. warum? leute in diesen schwellenländern wollen auch arbeiten, geld verdienen und ihre familien ernähren. deshalb nehmen sie solche arbeitsbedingungen in kauf. außerdem, sobald deren lohn oder arbeitskomfort steigt, trifft dies konsumenten mit höheren preisen für die hergestellten produkte. und da konzerne stets wettbewerbsfähig bleiben wollen, drücken sie die löhne um günstigere produkte zu verkaufen.

also, bevor irgendwelche weltenverbesserer und idealisten hier auftauchen und kommentieren, denkt erst einmal nach über eure situation. ihr wollt bestimmt nicht für ein aktuelles smartphone wie galaxy s4 oder iphone 5 über 1500 euro ausgeben oder?
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Avatar Morrich
Morrich
#10 | 14. Aug 2013, 17:53
Zitat von Elendstourist:

Ich sage immer, wir sind die schlimmsten aller Menschen. Wir wissen es, wir verstehen es, wir könnten etwas tun, aber tun es nicht und damit schließe ich mich nicht aus.


Und was können wir tun? Außer die Produkte zu boykottieren und uns somit wieder ins Mittelalter zu katapultieren, fällt mir nichts ein.

Einheimische Hersteller gibts nicht, die bessere Arbeitsbedingungen garantieren würden.
Und einfach teurere Produkte kaufen, in der Hoffnung, dass daraus resultierend auch die Arbeiter besser bezahlt und behandelt werden, ist einfach nur naiv.

Viele Arbeitgeber hierzulande setzen ein Mobiltelefon voraus. Ist ja auch völlig verständlich.
Aber auch abseits von Smartphones werden diese Geräte billigst hergestellt.

Und selbst wenn wir mit einem Boykott die Hersteller zu besseren Arbeitsbedingungen zwingen würden, dann würden die die höheren Kosten direkt auf uns Kunden umlegen, wenn wir dann wieder gewillt wären zu kaufen.
Oder glaubst du tatsächlich, dass Apple, Samsung unc Co. ihre Geräte dann weiterhin für 200-500€ verkaufen würden?
Nee, die würden dann aufgrund gestiegener Produktionskosten 700e verlangen.
Denn die wollen nicht auch nur einen einzigen Cent Gewinn weniger machen.
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