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Google Chrome OS - »Lass Hinz und Kunz meine Daten haben« (Update)

Richard Stallman, Gründer der Free Software Foundation, warnt mit deutlichen Worten vor Cloud-Computing und Chrome OS von Google.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 15.12.2010; 10:38 Uhr


Google Chrome OS : Google will Chrome OS im Detail vorstellen . Google will Chrome OS im Detail vorstellen . Stallman hatte schon vor zwei Jahren erklärt, dass man durch Cloud Computing, bei dem alle Daten extern auf überall erreichbaren Servern gespeichert werden, einen großen Teil der Kontrolle über die Daten verliere. Eine umfangreiche Nutzung von Cloud Computing sei daher »schlimmer als Blödheit«. Doch Chrome OS von Google bereitet Stallman laut The Guardian besondere Kopfschmerzen.

Das Betriebssystem speichert so wenige Daten wie möglich lokal und nutzt stattdessen eine Verbindung zu den Google-Cloud-Servern. In den USA verliert man das Recht an den Daten, wenn sie auf fremden Servern gespeichert werden, was auch bedeutet, dass Behörden ohne Durchsuchungsbeschluss gegen den Ersteller der Daten auf diese Zugriff erhalten können. Eventuell sei nicht mal ein Durchsuchungsbeschluss gegen das Unternehmen notwendig, das die Server betreibt.

Marketing-Angestellte würden Cloud Computing lieben, da der Begriff an sich gar keine Bedeutung habe. Tatsächlich sei Cloud Computing auch eher eine Einstellung. »Lass Hinz und Kunz meine Daten haben, lass Hinz und Kunz alle Berechnungen für mich ausführen und die Kontrolle darüber haben. Vielleicht passt die Bezeichnung fahrlässige Computernutzung besser«, so Stallman.

Er befürchtet, dass viele Menschen ihre Computer »fahrlässig verwenden« werden, da »jede Minute ein Idiot geboren wird«. Die US-Regierung werde vielleicht sogar empfehlen, Cloud Computing zu nutzen, damit sie leichter auf die Daten zugreifen könne. Solange genügend Leute ihre Daten unter Kontrolle hielten, sei die eigene Kontrolle auch noch möglich, ansonsten könnte diese Option verschwinden. Das Löschen von Wikileaks von den Amazon-Cloud-Servern ohne jegliche Warnung hatte zuletzt auch einige Zweifel an Cloud Computing aufkommen lassen.

Das einzig Gute an Chrome OS ist für Stallman dessen Basis: GNU/Linux. Aber es fehlten alle üblichen Programme und das Betriebssystem sei so entworfen, dass das Installieren von lokaler Software verhindert oder erschwert wird. Aber das sei Teil des Designs, das Daten und Berechnungen auslagert.

Update 16.12.2010

Aus einer ganz anderen Ecke kommt ebenfalls Kritik an Chrome OS. Paul Buchheit ist der Schöpfer von Googlemail und Google AdSense, hat aber 2010 den Konzern verlassen. Seiner Ansicht nach hat Chrome OS keine große Zukunft. Er gibt dem Google Betriebssystem in einer Diskussion auf Friendfeed nicht einmal ein ganzes Jahr, sondern geht davon aus, dass Google das Projekt noch 2011 einstampft und offiziell mit Android, dem Smartphone- und Tablet-Betriebssystem »verschmelzen« wird.

Chrome OS kann laut Buchheit nichts, was Android nicht schon besser könnte, mit der Ausnahme der Unterstützung von Bildschirmen ohne Touch-Funktion, die ein paar Modifikationen benötigen würden. Nachdem Eric Schmidt bei der Ankündigung von Chrome OS selbst gesagt hatte, dass es sich um eine Art Wette gegen das eigene Android handelt, wundert sich Buchheit auch darüber, dass Chrome OS nun so ernst genommen wird und Google sogar Geräte verteilt.

Es wäre langfristig auch sinnvoller, für Netbooks, Smartphones und Tablets ein gemeinsames Betriebssystem zu haben.

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Avatar Break_Down
Break_Down
#1 | 15. Dez 2010, 10:53
Was soll ich sagen? Ich stimme dem guten Herr Stallman in jeglichen Punkten zu.
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Avatar fluckz
fluckz
#2 | 15. Dez 2010, 10:54
Und ich dachte MS ist schlimm aber das...
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Avatar TheDrake
TheDrake
#3 | 15. Dez 2010, 11:00
Jetzt mal als naive Frage (ich hab mich mit Cloud Computing bisher nur gaaaaanz am rande beschäftigt): Wie sieht es denn mit der Möglichkeit aus, die Daten zu verschlüsseln? Wenn ich die Daten die auf den Servern landen so verschlüsseln kann, dass es Jahrzehnte dauert, die zu knacken und zur Laufzeit kein Zugriff auf meine Daten möglich ist, dann relativiert das die Nachteile ja schon wieder.

Aber ich gehe mal davon aus, dass das nicht so einfach ist, korrekt?
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Avatar Banna
Banna
#4 | 15. Dez 2010, 11:06
Recht hat er....darum werde ich mir niemals ein Cloudbetriebsystem kaufen. Auser ich kann diese Cloud funktion auch abschalten, also darauf verzichten.

Ich würde zu gern wissen wer sowas macht?!

Für Firmen ist es lebensgefährlich weil die besitzer der Server (sofern die Firma keinen eigenen hat und dem entsprechend rechtliche sicherheitsmechanismen eingebaut hat)die Daten klaun kann oder einfach löschen könnte.

Für Privatanwender stört es mich einfach Tierisch, das jemand anderes meine Sachen sehn kann, das wär ja so als würde ich grad mit Freunden schreiben oder Private Gedichte oder Bilder bearbeiten wärend mir irgendjemand über die Schulter guckt und alles Protokolliert und wenn ihm dann was gefällt es selber nimmt oder mich blos zu stelln oder es einfach zu löschen Oo.

Wer will sowas?
...ich nicht!
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Avatar BlackEagle2k3
BlackEagle2k3
#5 | 15. Dez 2010, 11:07
Google...
Ich hasse diese Firma auch wenn ich zu geben muss das ich ihre search engine benutze, aber das auch nur für normale zwecke...

Google hat es bei mir schon lange versaut vor allem das mit den Mails ist ja wol nur ne Frechheit.

Google der moderne Daten Sammler, da sowieso jedes unternehmen das gegründet wird in den USA mit der NSA zusammen arbeiten muss, glaub ich das es nicht mehr lange geht bis es auch Windows trifft. (ich benutze Windows... nicht das ihr meine ich Flame nur rumm :) )

Wegen der Verschlüsselung, naja klar kann man das machen, aber jede Schlüssel kann geknackt werden, und ich glaub wen sie es wollen schaffen sie auch ein 1024bit Schlüssel zu knacken xD
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Avatar S1ckn3sZ
S1ckn3sZ
#6 | 15. Dez 2010, 11:12
Wurde ich in meiner Skepsis also bestätigt. Kam mir schon komisch vor meine Daten auszulagern, als ich das erste mal von der Cloude gehört hab.
@TheDrake: Ganz zuverlässig kann ich dir leider auch nicht antworten, aber Verschlüsselung kostet nicht nur Behörden zeit diese zu knacken. Auch wenn du mit deinen Daten arbeiten willst müssen diese erst wieder dekodiert werden. Darüberhinaus sollen ja auch die Programme ausgelagert werden und ein z.B. Office, das nur im Web installiert ist kannst du entwerder nicht verschlüsseln oder nicht richtig benutzen.
Außerdem müssest du schon eine sehr gute Verschlüsselung haben. die 0815-Version mag für Kleinkriminelle und Kinder reichen. Hackervereinigungen oder Regierungsbehören (egal ob amerikanisch, europäisch oder asiatisch) wird eine handelsübliche Methode der Verschlüsselung nicht aufhalten.
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Avatar Soebe
Soebe
#7 | 15. Dez 2010, 11:13
Zitat von BlackEagle2k3:
Google...
Ich hasse diese Firma auch wenn ich zu geben muss das ich ihre search engine benutze, aber das auch nur für normale zwecke...

Google hat es bei mir schon lange versaut vor allem das mit den Mails ist ja wol nur ne Frechheit.

Google der moderne Daten Sammler, da sowieso jedes unternehmen das gegründet wird in den USA mit der NSA zusammen arbeiten muss, glaub ich das es nicht mehr lange geht bis es auch Windows trifft. (ich benutze Windows... nicht das ihr meine ich Flame nur rumm :) )

Wegen der Verschlüsselung, naja klar kann man das machen, aber jede Schlüssel kann geknackt werden, und ich glaub wen sie es wollen schaffen sie auch ein 1024bit Schlüssel zu knacken xD


Du würdest erstaunt sein wie viele Adressbroker deine Daten samt Affinitäten besitzen ohne Zusammenhang mit google...
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Avatar _tekniq_loves_BF2142
_tekniq_loves_BF2142
#8 | 15. Dez 2010, 11:14
ich mag diese überheblichen Besserwisser... jaja jede Minute wird ein Idiot geboren... Vollidiot..

Nein jede Minute wird ein unwissender geboren, und manche davon sind ignorant und bleiben Unwissend.. aus diversen gründen.. nur einer dieser Gründe könnte Idiotie sein.....

Aber sowas wie denn Stallmann nennt man dann Fachidiot.. man muss der Angst sich mal auf ein Fachfremdes Gebiet zu bewegen, denn dort würde er ja als Idiot abgestempelt...

Des weiteren muss er nicht befürchten mal Verantwortung zu übernehmen, er kastriert sich freiwillig zu einem Tool.. Bravo.. was für ein lebensängstlicher Mensch..

Ja das sind die Leute die man in der Firma haben will.. die Däumchen drehend neben dem Feuer stehen und sagen sie seien keine Feuerspezialisten.. genialer Idiot..

Danke
aber in diesem Forum werde ich dafür kein Verständnis bekommen, hier "weiss" man ja bescheid... Was für "kluge" Kinder wir doch haben
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Avatar PbVeritas
PbVeritas
#9 | 15. Dez 2010, 11:14
Tja, wer Google blind vertraut hat sowieso nicht alle...
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Avatar Coolstyle
Coolstyle
#10 | 15. Dez 2010, 11:14
Haja die Kontrolle über die Schäfchen, is es ned schön :)
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