AMD-Grafikschnittstelle Mantle : AMDs Mantle wird bald auch Nvidia, Intel und allen interessierten Entwicklern als SKD zur Verfügung stehen. AMDs Mantle wird bald auch Nvidia, Intel und allen interessierten Entwicklern als SKD zur Verfügung stehen.

Die Grafikschnittstelle Mantle von AMD unterstützt bisher nur AMD-Grafikkarten wie die Radeon R9 290X und auch für Entwickler gibt es bislang nur ein Software-Development-Kit (SDK) bei einer Zusammenarbeit mit AMD. Allerdings hatte AMD von Anfang an angekündigt, dass Mantle nicht nur für AMD-Hardware gedacht sei und daher nach der aktuell noch immer laufenden Beta-Phase auch für andere Hersteller und Entwickler verfügbar gemacht werden soll. Immerhin arbeiten laut AMD bereits mehr als 100 Spielestudios mit Mantle und damit doppelt so viel wie noch im Sommer 2014.

Richard Huddy von AMD hat bei der PDXLAN nun angekündigt, dass noch in diesem Jahr das öffentliche SDK für Mantle bereitgestellt werden soll. Danach stehe es auch Nvidia und Intel frei, ihre eigenen Grafiktreiber entsprechend anzupassen und die Möglichkeiten von Mantle zu nutzen. Huddy betonte dabei, dass AMD weder Lizenzgebühren verlangen noch irgendwelche Auflagen für die Nutzung durch die eigentlichen Konkurrenten machen werde. AMD wünsche sich sogar, dass Intel und Nvidia Mantle übernehmen, weil sowohl für Spiele-Entwickler als auch für Spieler von Vorteil sei. Intel hatte laut AMD schon vor einigen Monaten Interesse an Mantle gezeigt, sich aber öffentlich mehr auf DirectX 12 konzentriert.

AMD hat Mantle aber auch der für OpenGL zuständigen Organisation Khronos und Microsoft ausführlich erklärt, so dass auch dort Vorteile von Mantle in deren kommende Schnittstellen OpenGL NG und DirectX 12 eingebaut werden können. Ob Nvidia mit in das Mantle-Boot steigt oder wie eigentlich immer lieber ein eigenes Süppchen kocht, das im Gegenzug AMD-Grafikkarten ausschließt, bleibt abzuwarten. Die Absage von Nvidia hinsichtlich des ebenfalls ohne Lizenz nutzbaren AMD Freesync beziehungsweise Adaptive Sync in Monitoren lässt allerdings wenig Spielraum für Optimismus.

ATI Mach (ab 1991):
Abgebildet ist die ATI Mach 64 aus dem Jahr 1994, die mit maximal 8 MByte Speicher schon ein recht fortgeschrittenes Modell darstellte. Die Mach 64 war für die nicht mehr genutzten Anschlüsse ISA und VLB (VESA Local Bus), aber auch für den noch immer existierenden PCI-Slot erhältlich. 3D-Beschleunigung war damals noch ein Fremdwort, doch 2D-Beschleunigung bereits wichtig.