AMD-Grafikkarten : AMD unterstützt nit seinen kommenden Grafikkarten auch DisplayPort 1.3 (Bildquelle: AMD) AMD unterstützt nit seinen kommenden Grafikkarten auch DisplayPort 1.3 (Bildquelle: AMD)

Die Radeon Technologies Group von AMD hat angekündigt, dass Freesync nächstes Jahr auch über HDMI funktionieren wird und damit nicht mehr nur auf DisplayPort als Anschluss beschränkt ist. Das könnte auch für günstigere Freesync-kompatible Monitore sorgen und damit auch für eine größere Verbreitung der AMD-Konkurrenz zu Nvidias G-Sync. Hersteller wie Acer, LG und Samsung wollen laut AMD entsprechende Monitore und wohl auch Freesync-kompatible Fernseher anbieten.

Ab dem ersten Quartal 2016 soll es zudem neue Notebooks geben, bei denen Prozessor und Grafikchip von AMD stammen. Diese »A+A«-Notebooks sollen ebenfalls Freesync unterstützen, auch über einen HDMI-Ausgang. Bereits Freesync-kompatible Grafikkarten und APUs sollen ebenfalls in der Lage sein, Freesync über HDMI zu nutzen.

Außerdem hat AMD bekanntgegeben, dass die für das Jahr 2016 geplanten neuen Grafikchips den neuen Standard DisplayPort 1.3 mit High Bit Rate 3 (HBR3) unterstützen werden. Über diesen Anschluss können 32,4 Gigabit pro Sekunde übertragen werden, 50 Prozent mehr als über DisplayPort 1.2 mit HBR2. Auch HDMI 2.0 ist deutlich langsamer. Aktuell kann DisplayPort beispielsweise UltraHD-Monitore nur mit maximal 60 Hz ansteuern und für TFTs mit einer »5K«-Auflösung von 5.120 x 2.880 Pixeln sind sogar zwei Kabel notwendig.

Mit DisplayPort 1.3 und HBR3 können die kommenden AMD-Grafikkarten Full-HD-Displays mit bis zu 240 Hz ansteuern, 4K im High-Data-Rate-Modus mit bis zu 120 Hz und auch 5K bei 60 Hz wird mit nur einem Kabel möglich. Die ersten Monitore mit DisplayPort 1.3 sollen laut AMD gegen Mitte 2016 auf den Markt kommen. Damit dürfte auch der ungefähre Veröffentlichungstermin für die nächste Grafikkarten-Generation von AMD festgelegt sein, auch wenn sich das Unternehmen dazu nicht geäußert hat. AMD hat auch die Unterstützung der Ausgabe mit High Dynamic Range (HDR) angekündigt, doch dafür sind nicht nur entsprechende Displays, sondern bei Spielen auch die Unterstützung durch die Entwickler notwendig.