Google-Computer im Auge : Dieser Google-Patentantrag beschreibt einen Computer für das Auge samt einer elektronischen Linse. Dieser Google-Patentantrag beschreibt einen Computer für das Auge samt einer elektronischen Linse.

Update: Google ist nicht das einzige Unternehmen, das daran denkt, Augen durch moderne Technik zu unterstützen. Sony hat bereits vor längerer Zeit einen interessanten Patentantrag in den USA eingereicht, der eine Kontaktlinse beschreibt, in der ebenfalls ein kleiner Rechner mit einer Kamera, etwas Speicherplatz und Schaltungen für drahtlose Kommunikation beschrieben wird.

Auch Samsung kam auf eine sehr ähnliche Idee, die ein Patentantrag aus Südkorea beschreibt. Samsung sieht hier einen Einsatzzweck, der an Google Glass erinnert, aber alle Funktionen in die Kontaktlinse integriert. Das Interesse mehrerer großer Konzerne an solcher und ähnlicher Technik dürfte wohl bedeuten, dass Smart Contact Lenses oder auch der in das Auge implantierte Rechner von Google mehr sind als rein spekulative Ideen, die niemals real umgesetzt werden.

Quelle: USPTO, SamMobile

Originalmeldung: Viele Ideen, die auch heute noch wie Science Fiction klingen, werden von ernstzunehmenden Wissenschaftlern inzwischen tatsächlich für möglich gehalten. Stephen Hawking möchte mit »Starshot« Nano-Raumschiffe in 20 Jahren mit einem erdgestützten Laserantrieb bis nach Alpha Centauri schicken, Microsoft experimentiert mit DNA als Datenspeicher und Google möchte Kleinstrechner in Augen einsetzen, um damit elektronische Linsen zu steuern.

Letzteres beschreibt ein neuer Patentantrag, den das Unternehmen vor zwei Tagen in den USA eingereicht hat. Beschrieben wird dabei unter anderem, wie eine elektronische Linse die natürliche Linse eines Auges ersetzen kann und dabei mit einem Mini-Rechner in Verbindung steht. Der kleine Computer wird mit einer Flüssigkeit in das Auge eingebracht, die sich dann verfestigen soll.

Laut der Beschreibung soll der Rechner Komponenten wie Speicherplatz, Sensoren, Funkverbindungen und eine Batterie besitzen, aber auch über eine Antenne drahtlos mit Energie versorgt werden beziehungsweise »ernten. Die elektronische Linse soll beispielsweise dabei helfen, Licht auf die Netzhaut des Auges zu fokussieren und dabei nahe oder entfernte Objekte scharfzustellen.

Über Bluetooth oder WLAN könnten Ärzte oder Optiker mit dem implantierten Rechner Daten austauschen, den Zustand des Patienten analysieren oder auch neue Einstellungen vornehmen. Der neue Patentantrag stammt von Andrew Jason Conrad, der bei Google auch schon an einer elektronischen Kontaktlinse gearbeitet hat, die über die Augenflüssigkeit den Blutzuckerwert bei Diabetikern messen kann. Die entsprechende Abteilung des Gesamtunternehmens Alphabet firmiert nun unter der Bezeichnung Verily.

Quelle: Forbes, USPTO