Megaupload : Wie der New Zealand Herald meldet, hatte das FBI der Polizei in Neuseeland vor der Durchsuchung des Anwesens von Kim Dotcom erklärt, dass dieser ein Gerät bei sich trage, das weltweit alle Server von Megaupload löschen könne. Dieses Gerät, das inzwischen »Doomsday Device« genannt wird, existierte natürlich nicht, was Kim Dotcom auf Twitter auch mit »Willkommen in Hollywood« kommentierte.

Da die Behörden jedoch der Aussage des FBI glaubten, war es für sie besonders wichtig, Kim Dotcom schnell aufzufinden. Es dauerte jedoch 13 Minuten, bis man nach einem Hinweis des Bodyguards von Dotcom den Zugang zum »Sicherheitsraum« fand, da man sich vorher keine genauen Pläne des Anwesens angesehen hatte. Das wäre genügend Zeit gewesen, das vermeintliche Gerät zu verwenden.

Ebenfalls peinlich für die Polizei ist, dass ein verhafteter Megaupload-Mitarbeiter über eine Stunde lang weiter im Besitz seines iPhones war und damit ebenfalls Serverlöschungen hätte veranlassen können, die angeblich von jedem Smartphone, Laptop oder anderem Computer möglich sein sollten.

Dass der beteiligte Hubschrauber des Sondereinsatzkommandos nicht korrekt angefordert wurde, man den Zeitpunkt der Aktion absichtlich so gelegt hatte, damit Kim Dotcom möglichst lange keinen Anwalt kontaktieren konnte und der Durchsuchungsbefehl wie bekannt an sich nicht gültig war, sind fast schon Nebensächlichkeiten im Verfahren in Neuseeland, während in den USA gar nicht sicher ist, ob es dort zu einem Prozess kommen kann. Der Einsatz in Neuseeland ist auch auf YouTube als Beitrag von 3News zu sehen.