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The Pirate Bay - Britische Piratenpartei schaltet Proxy zum Schutz der Mitglieder ab

Die Pirate Party UK hat den seit längerem betriebenen Proxy für die Filesharing-Webseite The Pirate Bay zu Schutz einiger Mitglieder der Partei abgeschaltet.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 19.12.2012 ; 14:58 Uhr


The Pirate Bay : Der Verband der britischen Musikindustrie BPI hatte vor einiger Zeit erreicht, dass die Provider des Landes die Filesharing-Webseite The Pirate Bay blockieren müssen. Schon vor diesem Zeitpunkt hatte die Pirate Party UK einen Proxy angeboten, da Websperren jeglicher Art den Zielen der Piratenpartei in allen Ländern widersprechen.

Nachdem die Musikindustrie in Großbritannien die Pirate Party UK vor kurzem aufgefordert hatte, den Proxy abzuschalten, hatte diese sich noch geweigert, aber Gespräche angeboten und angefangen, Spenden für einen Rechtsstreit zu sammeln. Im Gegensatz zur auch nicht mit Reichtümern gesegneten Piratenpartei Deutschland ist die Organisation im 3-Parteien-Land Großbritannien nicht mehr als eine kleine Splitterpartei, die auch in der Öffentlichkeit nur selten präsent ist und kaum finanzielle Mittel besitzt. Trotzdem wollte man es notfalls auf eine gerichtliche Auseinandersetzung ankommen lassen.

Doch nachdem die BPI daraufhin nicht der Partei selbst, sondern dem Parteichef Loz Kay, den vier anderen Mitglieder des Vorstandes und dem IT-Chef als Privatpersonen rechtliche Schritte angedroht hat, ging der Proxy laut Torrentfreak nun offline. Die betroffenen Parteimitglieder würden bei einem Prozess gegen sie persönlich unter Umständen den privaten Bankrott riskieren, ein Risiko, das sie nicht eingehen können.

Die BPI behauptet allerdings, man hätte gegen die Pirate Party UK selbst gar nicht vorgehen können, da es sich dabei nicht um eine juristische Person wie beispielsweise ein Unternehmen handeln würde. Also müsse man die Personen dahinter rechtlich verfolgen, man habe aber niemanden mit Bankrott bedroht. Da es im Web buchstäblich Hunderte von Pirate-Bay-Proxies gibt, ist das Vorgehen der BPI praktisch gesehen ohnehin nutzlos, wie alle Websperren, die trotzdem immer wieder gefordert werden.

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Avatar 3941
3941
#1 | 19. Dez 2012, 15:16
"man habe aber niemanden mit bankrott bedroht."
nein, natürlich nicht. jedenfalls nicht mit diesen worten....
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Avatar dwagner
dwagner
#2 | 19. Dez 2012, 15:26
oh mann die werden auch immer bölder ...?
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Avatar mijaly
mijaly
#3 | 19. Dez 2012, 16:12
Zitat von Cruentus:
Jetzt weiß ich wenigstens, wieso mein alter Herr immer von "Inselaffen" spricht...

weil er ein rassist ist...
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Avatar I_Love_Friedhofsstreams
I_Love_Friedhofsstreams
#4 | 19. Dez 2012, 16:17
Zitat von Cruentus:
Jetzt weiß ich wenigstens, wieso mein alter Herr immer von "Inselaffen" spricht...

Sehr klug sofort alle Engländer als Inselaffen zu beschimpfen..
Ohne die blöden Inselaffen hätte der Weg zu Demokratie, Meinungsfreiheit und einer halbwegs fairen Justiz wohl deutlich länger gedauert.
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Avatar Beteigeuze
Beteigeuze
#5 | 19. Dez 2012, 18:38
Zitat von mijaly:

weil er ein rassist ist...


Wieso Rassist? Das dürfte dann doch dieselbe Rasse sein. Wobei die Kategorie "Rasse" hier wohl auch völlig falsch verwendet wird, denn er hat ja nichts gegen eine bestimmte Rasse gesagt, sondern gegen eine Nation (in der ja viele verschiedene Rassen zusammenleben).
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Avatar Agent.Smith
Agent.Smith
#6 | 19. Dez 2012, 18:54
Zitat von :
man habe aber niemanden mit Bankrott bedroht

Natürlich nicht. Die Kosten eines langen Prozesses hätten nur rein zufällig den selben Effekt....
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Avatar I_Love_Friedhofsstreams
I_Love_Friedhofsstreams
#7 | 19. Dez 2012, 19:11
Zitat von Beteigeuze:


Wieso Rassist? Das dürfte dann doch dieselbe Rasse sein. Wobei die Kategorie "Rasse" hier wohl auch völlig falsch verwendet wird, denn er hat ja nichts gegen eine bestimmte Rasse gesagt, sondern gegen eine Nation (in der ja viele verschiedene Rassen zusammenleben).

Er hat nichts gegen eine Nation gesagt sondern gegen ein bestimmtes Volk, nämlich die Engländer. Und das ist rassistisch. Es ist auch rassistisch einen Türken "Kanacke" zu nennen (zu recht!), also wieso sollte es nicht rassistisch sein, einen Engländer als "Inselaffen" zu bezeichnen?!
Zutiefst beleidigend ist beides!
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Avatar sirsabu
sirsabu
#8 | 19. Dez 2012, 19:37
Zitat von I_Love_Friedhofsstreams:

Sehr klug sofort alle Engländer als Inselaffen zu beschimpfen..
Ohne die blöden Inselaffen hätte der Weg zu Demokratie, Meinungsfreiheit und einer halbwegs fairen Justiz wohl deutlich länger gedauert.


haha sehr geil!

Stimmt ja die engländer haben ja ganz allein gegen die Nazis gekämpft und an der ostfront bis zu 30 millionen soldaten und zivilisten verloren^^

Was england allerdings mit demokratie zu tun hat wundert mich schon... weil se ja bis ins 18jahrhanundert noch ne aristokratie herrschte oder? long live the queen^^
Danken sollten wir den griechen nich wahr^^
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Avatar Pinkelbaum
Pinkelbaum
#9 | 19. Dez 2012, 20:01
ich hasse diese (musik) lobby...
die piraten kann ich allerdings auch nicht sonderlich leiden, sie haben politisch einfach zu wenig drauf. auch wenn sie ein paar gute ideen haben, sowas reicht mir nicht für meine stimme... kein potential als regierende partei...
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Avatar I_Love_Friedhofsstreams
I_Love_Friedhofsstreams
#10 | 19. Dez 2012, 20:24
Zitat von sirsabu:


haha sehr geil!

Stimmt ja die engländer haben ja ganz allein gegen die Nazis gekämpft und an der ostfront bis zu 30 millionen soldaten und zivilisten verloren^^

Was england allerdings mit demokratie zu tun hat wundert mich schon... weil se ja bis ins 18jahrhanundert noch ne aristokratie herrschte oder? long live the queen^^
Danken sollten wir den griechen nich wahr^^

Ich wusste das so ein Kommentar kommt. Der Großteil der Bevölkerung hat eben von Geschichte immer noch keine Ahnung.
Und weshalb du nun den 2. Weltkrieg mit reinbringst frag ich mich auch. Vorallem dieses Ostfront-Gelaber. Die Russen hatten damals bestimmt alles andere als eine Demokratie.

Also mal eine kleine Geschichtsstunde was wir England in Sachen Demokratie zu verdanken haben:
Anfangen kann man ganz gut mit der Magna Charta, welche am 15. Juni 1215 unterzeichnet wurde und welche dem englischen Adel grundlegende politische Freiheiten gegenüber dem englischen König gewährte.
Nachdem nun im Jahr 1215 führende Adlige von König Johann Ohneland in der Magna Charta bedeutende Rechte zugestanden erhielten, entwickelte sich der königliche Rat – die Curia Regis – langsam zu einem Parlament.
In den folgenden Jahrhunderten ging nun schrittweise und langsam immer mehr Macht an Adel und Parlament. Auch wenn der einfach Bürger immer noch nicht viel davon hatte, war es doch ein bedeutender Schritt und Kontinental Europa schon weit voraus.
In späteren Zeiten kam es dann immer wieder zu Uneinigkeiten zwischen König und Parlament, welche im Englischen Bürgerkrieg endeten und England zeitweise zu einer Republik und Militärdiktatur unter Oliver Cromwell machte.
Und nachdem schließlich in der Glorious Revolution von 1688/89 die Gegner des Absolutismus den seit dem 17. Jahrhundert andauernden Kampf für sich entschieden und die Bill of Rights durchsetzen, war nicht mehr der König allein, sondern nur in Verbindung mit dem Parlament (King-in-parliament) Träger der Staatssouveränität.
Zur weltweiten Bedeutung siehe Wikipedia:
"Da sich seit dem 18. Jahrhundert immer mehr Staaten das englische Regierungssystem zum Vorbild nahmen, prägten die in der Glorious Revolution wie die zuvor schon im Englischen Bürgerkrieg aufgeworfenen Verfassungsfragen die politische Theorie weit über Großbritannien hinaus."

Das alles waren wichtige Schritte in Richtung Demokratie, Parlamentarismus und Schutz vor königlicher Willkür. Ohne diese wichtigen und blutigen Kämpfe für mehr Mitspracherecht (zunächst von Adliger Seite, dann von Bürgerlicher Seite aus) würde es unsere heutige Demokratie so nicht geben. Da kanns du auch noch so viel mit deinen Griechen anfangen.
Im schönen Deutschland übrigens gabs Demokratie erst im 20. Jahrhundert, also lieber mal vor der eigenen Tür kehren bevor man sich mokiert das in England ja "bis ins 18jahrhanundert noch ne aristokratie herrschte" (Wie schrecklich dumm dieser Satz ist.. Wie sah es denn zu der Zeit im Rest Europas aus? Tausend mal schlimmer..)

Ich könnte noch viel weiter gehen.. Z.B. bis ins 19. Jahrhundert und das Zeitalter der Industrialisierung, die ja gerade wegen der im Vergleich zum kontinentalen Europa größeren Freiheit in Großbritannien so früh begann.
Aber dazu fehlt mir grad die Lust.
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