PRISM : Das PRISM Logo verwendet unerlaubterweise ein Foto von Adam Hart-Davis. Das PRISM Logo verwendet unerlaubterweise ein Foto von Adam Hart-Davis. Nach der Aufdeckung des Überwachungsprogramm durch den NSA-Whistleblower Edward Snowden hatten US-Kongressabgeordnete eine Sitzung gefordert, bei der der Geheimdienst über seine Tätigkeit informieren sollte. Nach dieser Sitzung erklärte die Abgeordnete Loretta Sanchez, dass man »erstaunt« über das wahre Ausmaß der Aktivitäten der NSA sei. Die bisherigen Enthüllungen stellten nach dem, »was wir heute gelernt haben«, nur die »Spitze des Eisbergs« dar.

Doch da die Abgeordneten nicht über die Inhalte der Sitzungen des Geheimdienst-Ausschusses sprechen dürfen, da diese ebenfalls geheim sind, kann Sanchez nicht ins Detail gehen. Unterdessen wurde auch bekannt, dass Geheimdienstdirektor Clapper noch im März die Kongressabgeordneten schlicht belogen hatte, als er gefragt wurde, ob die NSA Millionen US-Bürger überwacht. Seine Antwort »Nein, nicht bewusst« und höchstens irrtümlich, bezeichnete er nun als »die am wenigsten falsche Antwort«.Wie auf diese Weise irgendeine Kontrolle der Geheimdienste durch die Volksvertreter möglich sein soll, wenn diese unwahre Informationen erhalten, wird in den USA nun heftig diskutiert.

Als i-Tüpfelchen des Überwachungsskandals könnte man die Tatsache ansehen, dass die NSA auch noch das Logo des PRISM-Programms mit einem Bild des Fotografen Adam Hart-Davis erstellt hat – ohne diesen zu nennen. Die Lizenz des Fotos sieht dies jedoch vor. Allerdings würde es fast kurios wirken, wenn die NSA sich ausgerechnet an solche Regelungen halten würde.