Facebook : Nicht alle Selfies kommen so gut an wie das von der Oscar-Verleihung. Nicht alle Selfies kommen so gut an wie das von der Oscar-Verleihung.

Auf einer Party entstehen oft »tolle« Selfies, die ihren Weg schnell auf Webseiten wie Facebook finden, aber aus irgendeinem Grund - beispielsweise einem gesunkenen Alkoholspiegel - am nächsten Morgen auf den Abgebildeten doch nicht mehr ganz so lustig wirken, sondern nur noch peinlich. Yann LeCun, der bei Facebook die Forschungen im Bereich Künstlicher Intelligenz in den Facebook Artificial Intelligence Research Labs (FAIR) leitet, will dafür sorgen, dass solche Bilder vielleicht erst gar nicht online gestellt werden.

Seine Idee ist eine Art Assistent, der beim Hochladen von Bildern deren Inhalt analysiert und den Nutzer dann warnt. »Äh, das wird öffentlich zu sehen sein. Bist du sicher, dass du willst, dass dein Chef und deine Mutter das sehen?« Die Grundlage soll eine Bilderkennungssoftware bilden, die den Unterschied zwischen dem nüchternen und dem betrunkenen Nutzer erkennt und lernfähig ist. Schon jetzt kann die Software von Facebook Gesichter auf Fotos erkennen, soll aber bald auch neue Fähigkeiten erhalten. Anhand der Texte eines Nutzers sollen so beispielsweise Inhalte vorgeschlagen werden, auf die der Nutzer selbst vielleicht nie gestoßen wäre.

»Stellt euch einen intelligenten digitalen Assistenten vor, der als Vermittler zu Freunden und zu Inhalten auf Facebook dient«, so LeCun. Dieser Assistent soll auch dabei helfen, die eigenen Inhalte und Bilder besser zu schützen, denn die KI könnte ebenso darüber informieren, dass jemand Unbekanntes ohne Erlaubnis ein Foto veröffentlicht, auf dem der Nutzer zu sehen ist. Ziel der Entwickler ist es letzlich, eine Künstliche Intelligenz zu schaffen, die alle Inhalte, Daten und Nutzer auf Facebook kennt und wirklich versteht. Ganz nebenbei steht das KI-Team auch mit den Entwicklern von Oculus Rift in Kontakt und deutet so laut Wired eine Richtung an, in die sich Facebook in fünf bis zehn Jahren bewegen könnte.