Apple : Apple hat seine Widerrufsbedingungen bei iTunes & Co geändert. Apple hat seine Widerrufsbedingungen bei iTunes & Co geändert.

Die Geschäftsbedingungen von Apple hatten bislang Kunden bei iTunes, im App-Store oder beim Kauf von E-Books nur das Recht eingeräumt, einen Kauf zu stoppen, wenn das Produkt noch nicht ausgeliefert wurde. Danach waren alle Käufe endgültig und wurden höchstens in Einzelfällen vom Apple-Support noch rückgängig gemacht. Nun hat Apple den Kunden ein 14-tägiges Rückgaberecht eingeräumt. In den neuen Bedingungen heißt es nun: »Widerrufsrecht: Wenn Sie Ihre Bestellung rückgängig machen möchten, können Sie sie binnen 14 Tagen nachdem Sie die Quittung erhalten haben ohne Angabe von Gründen widerrufen. Dies gilt nicht für iTunes-Geschenke, nachdem der jeweilige Code eingelöst wurde.«

Die Stornierung der Bestellung muss aber vor Ablauf der 14-Tage-Frist bei Apple eingehen. Apple verspricht, dann den Kaufpreis innerhalb von 14 Tagen zu erstatten, keine Gebühren zu erheben und für die Rückzahlung bei der Transaktion verwendete Zahlungsmöglichkeit zu nutzen. Etwas verwirrend ist dann die Angabe einer »Ausnahme zum Widerrufsrecht«, in der es heißt, dass Bestellungen digitaler Inhalte nicht widerrufen werden können, wenn »die Lieferung mit Ihrer ausdrücklichen Zustimmung und Ihrer Kenntnisnahme, dass Sie dadurch Ihr Widerrufsrecht verlieren, begonnen hat«.

Ob sich also wirklich etwas für die Kunden von Apple ändert oder ob Apple nun demnächst bei jedem Kauf die in der Ausnahme beschriebene Kenntnisnahme fordert, ist nicht klar. Aktuell ist dies noch nicht der Fall. Grund für die Änderung des Rückgaberechts bei Apple ist eine eigentlich schon seit dem 13. Juni 2014 geltende EU-Richtlinie, an die sich Apple bislang nicht gehalten hat. Auch die Konkurrenz wie beispielsweise Google hat seine Richtlinien noch nicht der aktuellen Rechtslage angepasst.

Apple iPhone 6