The Pirate Bay : The Pirate Bay ist wieder online, doch ohne das bisherige Team. The Pirate Bay ist wieder online, doch ohne das bisherige Team.

Update: Der Neustart von The Pirate Bay wird von Problemen geplagt, von denen viele hochgeladene Fake-Torrents nur eines der geringeren ist. Viel schwerer wiegt der Vorwurf, die neue Seite würde mit dem FBI zusammenarbeiten - direkt oder indirekt. Denn The Pirate Bay nutzt nun anscheinend den US-amerikanischen Dienst Cloudflare, von dem bekannt ist, dass er als Schutz vor DDOS-Angriffen die IP-Adressen von Nutzern aufzeichnet.

Damit hätten US-Behörden wie das FBI jederzeit Zugriff auf diese Daten, selbst wenn The Pirate Bay nicht direkt mit der Bundespolizei zusammenarbeitet. Einige sehen in der Tatsache, dass bislang auch keine Werbung auf der Webseite zu sehen ist, ebenfalls einen Hinweis darauf, dass The Pirate Bay eventuell durch das FBI finanziert wird und man dort keine der früher üblichen Porno-Werbungen unterstützen möchte.

Die Betreiber von The Pirate Bay haben allerdings in Ihrem Blog erklärt, dass man Cloudflare nur für den Start genutzt habe, damit der Ansturm auf die Server bewältigt werden kann. Die Verbindung zu dem Dienst werde in Kürze gekappt. Auch die alte TOR-Adresse sei nun wieder aktiv. Aktuell wird die Webseite nicht moderiert, da man aus Sicherheitsgründen, die mit dem alten und nicht mehr aktiven Team in Zusammenhang stehen, diese Funktion komplett deaktivert hat. Stattdessen sollen die Nutzer selbst nun über einen Report-Link Fake-Torrents melden.

Originalmeldung: The Pirate Bay ist zwar wieder online, funktioniert allerdings noch nicht komplett. Im Hintergrund gibt es jedoch zwischen dem aktuellen Team und den ehemaligen Moderatoren und Administratoren der Webseiten heftigen Streit. Laut einem Bericht von Torrentfreak wurden diese freiwilligen Mitarbeiter, die seit Jahren dabei halfen, die Webseite von Spam, Schadsoftware und ähnlichen unerwünschten Dingen frei zu halten, beim Neustart nicht mit eingeschlossen. Entsprechend wollen die ehemaligen Mitarbeiter bald ein »echtes TPB« auf die Beine stellen. Sie warnen sogar vor der Nutzung der von The Pirate Bay, das nun nicht mehr sicher vor Malware sei.

Inzwischen gibt es aber viele Kopien der ehemaligen Seite auf Basis einer fast kompletten Datenbank, von denen The Oldpiratebay von Isohunt hervorsticht. Dort will man das inzwischen stark genutzte Angebot sogar ausbauen und die Webseite weiterentwickeln, da auch hier einige Funktionen noch nicht funktionieren. Als Anreiz werden 100.000 US-Dollar für Entwickler geboten, die in Bitcoins ausgezahlt werden sollen. Anhand dieses Engagements von anderen stellt sich die Frage, ob das nun auferstandene Pirate Bay mit dem neuen Team überhaupt noch eine große Bedeutung für die Filesharing-Szene hat.

Nach der Razzia am 10. Dezember 2014 war der Torrent-Datenverkehr zwar kurzzeitig eingebrochen, erreichte jedoch nur zwei Tage später wieder das gewohnte Niveau. Zwei Wochen nach der Beschlagnahmung von Servern wehte auf der Webseite bereits wieder eine Piratenflagge mit einem Timer, der die Zeit seit der Durchsuchung anzeigte. Am 1. Januar 2015 hatte dieser Timer dann seine Richtung geändert und sollte am 1. Februar 2015 ablaufen. Schon einen Tag eher wurde jedoch die aktuelle Version von The Pirate Bay dann aktiv. Der ehemalige Gründer Peter Sunde hatte erklärt, er hoffe, dass die Webseite offline bleibe. Es sei ohnehin geplant gewesen, The Pirate Bay nach 10 Jahren zu schließen, doch die inzwischen verantwortlichen Betreiber hätten sich nicht an diese Abmachung gehalten