Ego-Googeln : Immer mehr Nutzer suchen im Web nach ihrem eigenen Namen. Immer mehr Nutzer suchen im Web nach ihrem eigenen Namen.

Der Branchenverband Bitkom hat die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage veröffentlicht, bei der 1.007 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt wurden. Das Thema dieser Umfrage vom November 2015 war, wie oft die Teilnehmer ihren eigenen Namen in eine Suchmaschine eingeben, um zu sehen, welche Einträge es dazu im Internet gibt.

Dieses sogenannte Ego-Googeln wird laut den so gewonnenen Daten immer verbreiteter. 74 Prozent der Befragten gaben an, nach ihrem Namen im Internet zu suchen und 20 Prozent machen dies sogar regelmäßig einmal im Monat oder noch öfter. Im Jahr 2008 hatten bei einer ähnlichen Umfrage erst 50 Prozent der Teilnehmer schon nach ihrem Namen im Web gesucht, während es drei Jahre später 2011 bereits 69 Prozent waren. Für den Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder belegt dieses neue Ergebnis der Umfrage mit noch höheren Zahlen, dass das »digitale Ich« inzwischen eine sehr große Bedeutung für Internet-Nutzer hat.

Die Ergebnisse lassen sich auch nach Alter und Geschlecht aufschlüsseln. So suchen 85 Prozent der 30 bis 49-Jährigen und 82 Prozent der 14- bis 29-Jährigen nach ihrem Namen, während es bei den älteren Internet-Nutzern zwischen 50 und 64 Jahren 63 Prozent sind. Frauen suchen laut der Umfrage mit 77 Prozent etwas häufiger als Männer mit 71 Prozent nach Ergebnissen zu ihrem Namen.

Die Suche nach Namen spielt heute allerdings nicht nur privat eine Rolle, da beispielsweise auch Arbeitgeber im Web oft nach Informationen über Bewerber suchen. Internet-Nutzer, die nach ihrem Namen suchen, wollen daher meistens nur wissen, was andere über sie im Web herausfinden können. Seit dem in der EU geltenden »Recht auf Vergessen« können gewisse Einträge bei Suchmaschinen auch wieder entfernt werden.

Quelle: Bitkom