Cloud-Hack und Promi-Nacktbilder : Einer der mutmaßlich für The Fappening verantwortlichen Hacker hat gestanden. Einer der mutmaßlich für The Fappening verantwortlichen Hacker hat gestanden.

Vor rund 18 Monaten wurden im Internet und zuerst auf dem berüchtigten Forum 4Chan viele Nacktbilder von Prominenten veröffentlicht. Dieser Vorfall, der bei 4Chan »The Fappening« genannt wurde, hatte für viele Schlagzeilen und Diskussionen um die Sicherheit von Cloud-Datenspeichern und E-Mails bei Apple und Google gesorgt.

Betroffen waren mehr als 100 weibliche Prominente wie beispielsweise Jennifer Lawrence, Scarlet Johansson, Hope Solo, Hillary Duff, Jenny McCarthy, Kim Kardashian, Kate Upton oder Victoria Justice. Einer der dafür mutmaßlich verantwortlichen Hacker hat nun vor Gericht gestanden, sich zwischen November 2012 und September 2014 Zugriff auf die Konten der Betroffenen verschafft zu haben. Dazu hatte er den Prominenten eine E-Mail geschickt, die angeblich von Apple oder Google stammte und darin nach dem Nutzernamen und Passwort gefragt.

Dieses Social Engineering war offensichtlich sehr erfolgreich und so konnte sich der Angeklagte nicht nur Zugriff auf die iCloud und die GMail-Konten der Opfer verschaffen, sondern sogar komplette iCloud-Backups herunterladen. Auf diese Vorgänge bezieht sich das Geständnis von Ryan Collins, doch die Behörden konnten keine Beweise dafür finden, dass er die Fotos dann auch selbst geleakt oder mit anderen geteilt hat. Wer genau die Bilder veröffentlicht hat, konnten die Strafverfolgungsbehörden nie feststellen.

Wegen des Verstoßes gegen den »Computer Fraud and Abuse Act« drohen Collins bis zu fünf Jahre Haft, allerdings dürften aufgrund des Geständnisses wohl nur 18 Monate gefordert werden. Außerdem wird es seitens der Behörden gegen Collins keine weiteren Anklagen zu diesem Fall geben, Steuerangelegenheiten ausgenommen.

Quelle: Mashable