Mobilfunkstandard 5G : Bis 2025 sollen mindestens 20 Großstädte und die Hauptverkehrwege 5G nutzen können. Bis 2025 sollen mindestens 20 Großstädte und die Hauptverkehrwege 5G nutzen können.

Nachdem in Deutschland der Bereich Internet dem Bundesverkehrsministerium zugeteilt wurde, ist der entsprechende Minister Alexander Dobrindt (CSU) auch für den Ausbau dieser Infrastruktur zuständig. Laut Dobrindt soll Deutschland das erste Land werden, in dem der neue Mobilfunkstandard 5G flächendeckend verfügbar ist.

Der dafür entwickelte 5-Punkte-Plan zeigt aber, dass es bis zu diesem Ziel noch viele Jahre dauern wird. Die Bundesregierung will zwar den Ausbau der Infrastruktur fördern, doch bis zu Jahr 2025 sieht der Plan lediglich vor, dass mindestens 20 größere Städte und die Hauptverkehrswege mit dem neuen Standard versorgt werden. In anderen Gebieten dürfte es also noch wesentlich länger dauern, bis 5G tatsächlich verfügbar sein wird.

Die neue Technik soll zunächst zwischen 1 und 20 Gigabit pro Sekunde übertragen und bietet Latenzen von weniger als einer Millisekunde. Manche Provider wie Vodafone haben allerdings schon Anfang des Jahres angekündigt, dass bis zum Jahr 2030 der aktuelle Standard LTE um den Faktor 1.000 übertroffen werden soll. Damit wäre dieser Standard auch aktuellen Glasfaser-Techniken für Kabelverbindungen überlegen.

5G soll auch in der Lage sein, sich an das jeweilige Gerät anzupassen und energieeffizienter arbeiten. Die notwendigen Frequenzbereiche wurden bereits reserviert und über das sogenannte »Dialogforum 5G« sollen Gespräche mit der Telekommunikationsbranche, der Industrie und dem Verkehrsministerium stattfinden. 5G ist nicht nur für die normale Telekommunikation gedacht, sondern auch zur Vernetzung von Maschinen, selbstfahrenden Autos, Schulen, Datenbrillen und anderer tragbarer Hardware. Die Anforderungen an Latenzen und Bandbreite sind daher auch entsprechend hoch.

Quellen: FAZ, Vodafone