Internet of Shit : Smarte Wasserkocher sind vielleicht noch keine gute Idee. (Bildquelle: Mark Rittman/Twitter) Smarte Wasserkocher sind vielleicht noch keine gute Idee. (Bildquelle: Mark Rittman/Twitter)

Mark Rittman ist nicht nur ein Big-Data-Experte des Unternehmens Oracle, sondern experimentiert privat auch mit sogenannten Smart-Geräten, die das Leben im eigenen Zuhause angenehmer machen sollen. Sein Erlebnis mit einem Smart-Wasserkocher, der immerhin umgerechnet rund 110 Euro kostete, war allerdings alles andere als angenehm. Der Wasserkocher kann über eine App und WLAN gesteuert werden, doch genau das funktionierte nicht, als sich Rittman am Morgen des 11. Oktober 2016 seinen Tee kochen wollte.

Seine Debugging-Versuche waren erfolglos, so dass er notgedrungen sein Tee-Wasser in einer Pfanne zum Kochen brachte. Auch drei Stunden später funktionierte die Kommunikation zwischen Wasserkocher und dessen WLAN-Basisstation nicht. Ein Zurücksetzen der Basisstation sorgte dafür, dass Rittman nun die Verbindung zum Wasserkocher mit einem Portscan finden musste. Der Kampf mit dem Wasserkocher wurde von einem auf solche Fälle spezialisierten Twitter-Account namens @internetofshit retweetet, was für noch mehr Probleme sorgte.

Der »smarte« Wasserkocher teilte Rittman in der Zwischenzeit mit, er habe das Netzwerk gefunden, müsse aber neu kalibriert werden - und sei gleichzeitig doch irgendwie nicht mit dem Netzwerk verbunden. Letztlich programmierte Rittman eine eigene Unterstützung des Wasserkochers für HomeKit und konnte dann sogar Sprachbefehle nutzen, auf die das Gerät endlich reagierte.

Nach 11 Stunden war dieses Problem also gelöst, doch gerade als die Familie mit dem Abendessen beginnen wollte, fiel die ebenfalls smarte Beleuchtung des Hauses aus. Der Grund diesmal: der Download eines Firmware-Updates. Die gesamte Geschichte mit technischen Details hat Rittman in einem langen Beitrag bei Medium zusammengefasst.

Quelle: Medium