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Passive Kühlung - Forscher entdecken besseren Wärmeleiter als Diamant

Bislang gilt Diamant als der beste Wärmeleiter, doch das könnte sich bald ändern, wenn sich die Entdeckung einiger Physiker bestätigt.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 30.07.2013 ; 14:32 Uhr


Passive Kühlung : Dieser PC verwendet offensichtlich noch keine Bor-Arsenid-Kühlung. Dieser PC verwendet offensichtlich noch keine Bor-Arsenid-Kühlung.

Diamant ist selbst künstlich hergestellt teuer und wird daher nur an Stellen verwendet, an denen Materialien wie Kupfer nicht mehr ausreichen und die fünf Mal höhere Wärmeleitfähigkeit von Diamant notwendig ist. Doch das könnte sich bald ändern, denn wie Phys.org meldet, haben theoretische Physiker am U.S. Naval Research Laboratory (NRL) und dem Boston College einen noch besseren Wärmeleiter gefunden: Bor-Arsenid.

Bei Raumtemperatur ist dieses Material mit mehr als 2000 Watt pro Meter pro Grad Kelvin Diamanten schon leicht überlegen, bei steigender Temperatur wird die Wärmeleitfähigkeit sogar noch besser. Diese Werte überraschten selbst die Forscher. Bor-Arsenid ist wie Diamant ein Isolator und überträgt die Wärme durch interne Vibrationen, spaltet diese aber anscheinend entgegen den Erwartungen in verschiedene Frequenzen auf. Dies führt zu einer besseren Wärmeleitfähigkeit über den gesamten Frequenzbereich.

Noch basieren diese Angaben auf den Berechnungen der Physiker-Teams, sollen aber bald experimentell überprüft werden. Sollten sich die Berechnungen dann bestätigen, stünden vollkommen neue Möglichkeiten für passive Kühlungen bei elektronischen Geräten offen.

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Avatar bullchopper
bullchopper
#1 | 30. Jul 2013, 09:13
Als Silent-Fan finde ich das toll. Nur Egal was da erfunden wird, Passiv-Systeme verstauben zu sehr.
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Avatar Delta-Angel
Delta-Angel
#2 | 30. Jul 2013, 09:32
Zitat von bullchopper:
Als Silent-Fan finde ich das toll. Nur Egal was da erfunden wird, Passiv-Systeme verstauben zu sehr.

Dafür lässt sich sicherlich früher oder später auch eine Lösung finden. Wäre ja irgendwie lächerlich, einen PC zu haben, der irrsinnig gut gekühlt ist, eine von diesen mehrfach Laser Festplatten mit diesem wahnwitzigen Speichervolumen hat, von denen kürzlich hier berichtet wurde und hastenichtgesehen an Leistung bringt, aber dann n' Kurzen bekommt, weil er verstaubt.
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Avatar MadeMyDay
MadeMyDay
#3 | 30. Jul 2013, 10:20
Das Technik immer so schnell in aktuell sein muss,jetzt kann ich meinen Kühler aus Diamanten gleich wegwerfen. ;D
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Avatar Leya
Leya
#4 | 30. Jul 2013, 10:29
Tolle Sache, mit der Wärmeleitfähigkeit. Wie schauts mit der Giftigkeit aus? Kann man das auch bedenkenlos in Haushaltsgeräten wie PC's verbauen?

Zitat Wikipedia: "Obwohl Arsenverbindungen hochgradig giftig sind, werden sie ... zur Dotierung von Halbleitern ... genutzt."

Vielleicht bleibt da bloss die experimentelle Anwendung in Laborgeräten oder Militärausrüstung (kommt ja aus dem U.S. Naval Research Laboratory).

Kennt sich da jemand aus?
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Avatar ZockerZecke
ZockerZecke
#5 | 30. Jul 2013, 10:41
Umweltverträglichkeit sollte dabei auch eine Rolle spielen, so toll die Eigenschaften auch sein mögen!
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Avatar DerToteAmOzean
DerToteAmOzean
#6 | 30. Jul 2013, 10:54
Zitat von bullchopper:
Als Silent-Fan finde ich das toll. Nur Egal was da erfunden wird, Passiv-Systeme verstauben zu sehr.


Als wenn System mit Lüftern nicht verstauben würden, das geht teils noch schneller.
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Avatar Pu244
Pu244
#7 | 30. Jul 2013, 10:57
Zitat von Leya:
Tolle Sache, mit der Wärmeleitfähigkeit. Wie schauts mit der Giftigkeit aus? Kann man das auch bedenkenlos in Haushaltsgeräten wie PCs verbauen?

Zitat Wikipedia: "Obwohl Arsenverbindungen hochgradig giftig sind, werden sie ... zur Dotierung von Halbleitern ... genutzt."

Vielleicht bleibt da bloss die experimentelle Anwendung in Laborgeräten oder Militärausrüstung (kommt ja aus dem U.S. Naval Research Laboratory).

Kennt sich da jemand aus?


Prinzipiell möchte man auf solche Sachen soweit wie möglich verzichten. Es wurde ja vor ein paar Jahren erst das Bei aus dem Lötzinn verbannt. Ich kann mir daher eher weniger vorstellen das es in der Massenanwendung zum Einsatz kommt. Andererseits werden ja auch Cadmiumsufid Solarzellen massenhaft auf die Dächer geklatscht und das ist erheblich giftiger als Arsen.
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Avatar RedRanger
RedRanger
#8 | 30. Jul 2013, 11:12
Zitat von DerToteAmOzean:


Als wenn System mit Lüftern nicht verstauben würden, das geht teils noch schneller.


Und da meistens noch ein Gehäuse (bzw eine Abdeckung) um den Kühlkörper gebaut ist, und natürlich der Lüfter draufsitzt, ist das ganze auch noch schwerer zu reinigen, wenn man nicht gerade alles auseinanderbaut.
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Avatar der_henk
der_henk
#9 | 30. Jul 2013, 11:30
"2000 Watt pro Meter pro Grad Kelvin"

Bitte nehmt das Grad weg, das liest sich ja gruselig.
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Avatar _Achillis_
_Achillis_
#10 | 30. Jul 2013, 11:39
Zitat von der_henk:
"2000 Watt pro Meter pro Grad Kelvin"

Bitte nehmt das Grad weg, das liest sich ja gruselig.


physik is halt lang her bei dem autor. ;)
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