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OCZ RevoDrive - Bootfähige SSD als Steckkarte [Update]

OCZ hat mit dem RevoDrive ein Solid-State-Laufwerk für den PCIe-Slot veröffentlicht, das im Gegensatz zu ähnlichen Angeboten günstiger und sogar bootfähig ist.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 30.06.2010; 16:43 Uhr


OCZ RevoDrive : OCZ RevoDrive OCZ RevoDrive Besonders schnelle Solid-State-Laufwerke werden durch den Anschluss an herkömmliche SATA 2-Controller ausgebremst. Aus diesem Grund gibt es auch SSDs, die sich auf einer PCI-Express-Steckkarte befinden, deswegen aber nicht bootfähig sind.

Doch OCZ hat dieses Problem erstaunlich einfach gelöst: die SSD befindet sich auf einer PCIe-4x-Steckkarte, die auch einen der üblichen, bootfähigen PCIe-RAID-Controller enthält und sogar zwei weitere SATA-Anschlüsse bietet. Das OCZ RevoDrive besteht aus zwei SSD-Bereichen, die der RAID-Controller zu einem Laufwerk verbindet und zusammen mit dem hochwertigen Sandforce-SSD-Controller Geschwindigkeiten von 540 MByte/s beim Lesen und 480 MByte/s beim Schreiben von Daten ermöglicht.

OCZ bietet drei Jahre Garantie und nennt eine durchschnittliche Lebensdauer von zwei Millionen Stunden für das RevoDrive. Das Laufwerk ist mit 120 und 240 GByte Speicherkapazität für 369 Euro und 656 Euro erhältlich und damit für die gebotene Leistung vergleichbar günstig.

Update 21.08.2010

Laut PC-Watch arbeitet OCZ inzwischen an einem RevoDrive-B, das mit der speziellen Controller-Software »Dataplex« von NVelo ausgestattet ist. Wird eine Festplatte an einen der SATA-Anschlüsse des RevoDrive angeschlossen, wird aus der Kombination aus SSD, Festplatte und Dataplex ein Hybrid-Laufwerk.

Die lernfähige Software speichert die am häufigsten verwendeten Daten auf der SSD und ermöglicht so laut NVelo deutlich höhere Geschwindigkeiten als eine Festplatte oder eine Hybrid-Festplatte. Im PCMark war das RevoDrive-B mehr als 3x so schnell wie eine Hybrid-Festplatte und knapp ein Drittel langsamer als die SSD alleine. In Sysmark hingegen schrumpfte der Vorteil der SSD vor der Dataplex-Kombination auf einstellige Prozentwerte zusammen, während die Hybrid-Festplatte keinen Vorteil mehr gegenüber einer normalen Festplatte aufwies.

Das RevoDrive-B soll mindestens 50 GByte Kapazität besitzen, damit der SSD-Cache auf jeden Fall 4x so groß ist wie der Arbeitsspeicher des Rechners. Laut NVelo ist dies Voraussetzung für schnelle Cache-Systeme. Preis oder Erscheinungsdatum des RevoDrive-B sind nicht bekannt.

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Avatar GrimReaper1908
GrimReaper1908
#1 | 30. Jun 2010, 16:53
ebenso simple wie geniale lösung und performance technisch scheint das ding ja wirklich gut abzugehen :)
Hoffentlich kommt sowas bald auch bezhalbar auf den markt
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Avatar visum
visum
#2 | 30. Jun 2010, 17:11
Um ganz sicher zu sein, dass ich das richtig verstanden habe: Es handelt sich hierbei um 2 SSDs und einen 4-Port SATA(2?) Raid-Controller, nur dass diese drei Komponenten auf eine Platine gelötet wurden.

Das klingt erstmal nicht wirklich so innovativ.

Wirft aber die Frage auf, wo der technische Unterschied zwischen diesem Gerät und einem Z-Drive R2 liegt?
Wenn ich die Angaben auf der offiziellen Seite richtig deute, ist das auch nicht mehr, als ein Raid-Controller und mehrere SSDs, warum soll es also nicht auch möglich sein, diesen Controller Bootfähig zu gestalten?
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Avatar koema8383
koema8383
#3 | 30. Jun 2010, 17:30
visum: du hast eine ssd im raid drauf mit 120/240 GB zusätzlich

die innovation liegt darin das sie bootfähig wurde durch die einfache lösung einen bootfähigen PCIe-RAID-Controller einzubauen + 2 sata2 controller dort kannste die karte theoretisch & praktisch erweitern mit normalen SSD's die geschwindigkeiten und der eingebaute sandforce controller sprechen für sich.
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Avatar Zomb
Zomb
#4 | 30. Jun 2010, 17:36
Zitat von visum:
Um ganz sicher zu sein, dass ich das richtig verstanden habe: Es handelt sich hierbei um 2 SSDs und einen 4-Port SATA(2?) Raid-Controller, nur dass diese drei Komponenten auf eine Platine gelötet wurden.

Das klingt erstmal nicht wirklich so innovativ.

Wirft aber die Frage auf, wo der technische Unterschied zwischen diesem Gerät und einem Z-Drive R2 liegt?
Wenn ich die Angaben auf der offiziellen Seite richtig deute, ist das auch nicht mehr, als ein Raid-Controller und mehrere SSDs, warum soll es also nicht auch möglich sein, diesen Controller Bootfähig zu gestalten?


Der Unterschied ist, das auf dem Z-Drive R2 nur 4 SATA Controller verbaut sind, wie du sie in jeder SSD findest. Die Controller kümmern sich in dem Fall nur um die Zuordnung des Datenflusses der einzelnen Bausteine.

Die neue Karte hat aber im Vergleich dazu, einen richtigen RAID-Controller mit auf der Platine und so wird die Karte bootfähig.
Im Prinzip ist es wie folgender aufbau:

PCI-E-Raid-Controller
2 SSD´s
RAID-Controller aufs Board stecken
SSD´s dran stecken
Im BIOS des PC´s den Raid-Controller als Bootmedium konfigurieren
Im BIOS des Raid-Controllers die zwei SSD´s als Raid-0-Verbund konfigurieren
OS installieren und von booten

Das geht auch mit herkömlichen Festplatten, in diesem Fall sind es halt 2 SSD´s die gleich mit auf den Raidcontroller geflanscht wurden und intern im RAID-0-Verbund laufen. Im endeffekt sparst du dir nur die teure Einzelanschaffung der Komponenten. So nen Raid-Controller ist ja auch nicht unbedingt "billig".

Gruß,
Zomb
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Avatar Dee-Jay
Dee-Jay
#5 | 30. Jun 2010, 18:30
Preise halbieren und dann bin ich dabei.
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Avatar Thinkle2
Thinkle2
#6 | 30. Jun 2010, 19:25
wenn ich nicht student wäre, ich würds mit 120gb kaufen!
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Avatar DerThomas
DerThomas
#7 | 30. Jun 2010, 19:54
Frage: Wie wäre die Idee, eine 15 Gb SSD von Anfang an aufs Mainboard zu schrauben? Da kann dann das OS drauf...
Für viel mehr braucht man SSDs im Moment wegen den hohen Preisen eh nicht.
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Avatar GrimReaper1908
GrimReaper1908
#8 | 30. Jun 2010, 20:24
@Zomb:
Vom Prinzip her hast du zwar recht, jedoch gibt es dennoch einen besonderen Unterschied:
Während bei der von dir beschriebenen Konstellation die SSDs über SATA2 angeschlossen sind und somit ausgebremst werden, können diese zwei SSDs ihre volle Geschwindigkeit ausnutzen.
Das war, soweit ich das verstanden hab nämlich das ziel von SSDs für den PCIe Slot. Die fehlende Bootfähigkeit wurde hier durch RAID Controller, welcher ja bootfähig ist, quasi ausgetrickst
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Avatar Zomb
Zomb
#9 | 30. Jun 2010, 22:07
Zitat von GrimReaper1908:
@Zomb:
Vom Prinzip her hast du zwar recht, jedoch gibt es dennoch einen besonderen Unterschied:
Während bei der von dir beschriebenen Konstellation die SSDs über SATA2 angeschlossen sind und somit ausgebremst werden, können diese zwei SSDs ihre volle Geschwindigkeit ausnutzen.
Das war, soweit ich das verstanden hab nämlich das ziel von SSDs für den PCIe Slot. Die fehlende Bootfähigkeit wurde hier durch RAID Controller, welcher ja bootfähig ist, quasi ausgetrickst


Bei mehr als zwei Controllern und einem höheren Verbund gebe ich dir recht. Da es sich hier aber "lediglich" um 2 SSD´s handelt, gibt es keinen wirklichen Flaschenhals an meiner "Konstruktion". Zumkindest rein theoretisch nicht. Das rührt daher, das eine einzelne "Platte" einen Durchsatz von 270MB/Lesen und 240MB/Schreiben erreichen würde (die halbierte Leistung des RAID´s vom Controller, da ein RAID 0 die Datenrate durch "gesplittete" Schreib/Lesevorgänge verdoppelt).

Diese 270/240MB gehen aber in so einem Fall noch ganz gut durch ein SATA2-Kabel, wie wir wissen wird von SATA2 300MB unterstützt.

Alles in allem also in diesem einen Fall korrekt, zumindest rein von den theoretischen Werten her.
Bei mehr "SSD Platten" gebe ich dir allerdings recht. Oder man nimmt nen dickeren Controller ;)

Jeder sollte sich aber auch im klaren sein, das das Ding sämtliche Nachteile einer normalen RAID-0-Konstellation mit sich bringt...

MFG,
Zomb
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Avatar RED-FROG
RED-FROG
#10 | 30. Jun 2010, 23:01
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