Seagate : Wie Stephen Luczo, CEO des Festplatten-Herstellers Seagate, gegenüber Bloomberg erklärte, werden die Probleme bei der Produktion von Festplatten aufgrund der Flutkatastrophe in Thailand sich noch lange bemerkbar machen. Die Festplatten von Seagate benötigen beispielsweise Komponenten von rund 130 Zulieferern, deren Fabriken zum Teil noch einen Meter unter Wasser stehen. Viele davon würden bis zu einem Jahr benötigen, ihre Ausrüstung zu ersetzen und manche müssten sogar ihren Standort verlagern.

»Das wird viel länger dauern als allgemein angenommen wird, mindestens bis Ende 2012. Und bis zu diesem Zeitpunkt wird die Nachfrage weiter gestiegen sein«, so Luczo, der auch verrät, dass viele Großkunden nun sehr daran interessiert sind, sich einen Teil der Produktionskapazität trotz der hohen Preise zu sichern. Einige hätten bis zu 250 Millionen US-Dollar im Voraus angeboten.

Seagate könne die Preise nun eigentlich um 40 Prozent anheben, würde sich aber mit 20 Prozent begnügen, wenn Kunden sich zwischen einem und drei Jahren vertraglich binden. Der Aktienkurs von Seagate ist aufgrund dieser Machtstellung seit Ende September um 67 Prozent gestiegen. Für Endkunden dürften die Festplattenpreise wohl noch länger auf einem sehr hohen Level bleiben.