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Gigabyte - Rückruf von X79-Mainboards (Update)

Gigabyte ruft gleich drei Boards mit Intels X79-Chipsatz zurück. Aufgrund von BIOS-Problemen können Schäden bei der verbauten Hardware auftreten warnt das Unternehmen.

Von Dennis Ziesecke |

Datum: 27.12.2011; 16:26 Uhr


Gigabyte : Gigabyte G1 Assassin 2 Gigabyte G1 Assassin 2 Wie Gigabyte in einer Pressemitteilung bekannt gibt, ruft das Unternehmen drei X79-Mainboardreihen zurück. Bei den Sandy-Bridge-E-Platinen GA-X79-UD3, GA-X79-UD5 und G1.Assassin 2 können Schäden an der verbauten Hardware auftreten. Grund sollen auf dem Board verbaute Materialien mit minderwertiger Qualität sein.

Wenn das Einsenden des Boards aktuell nicht möglich sein sollte, rät Gigabyte zu einem BIOS-Update (GA-X79-UD3, GA-X79-UD5, G1.Assassin 2). Die im Rahmen der Schadensbegrenzung freigegebene Version F7 grenzt die auswählbare Spannung und die Overclocking-Optionen soweit ein, dass die MOSFETs der Boards geschützt sind. Soll das Board auch in Zukunft nicht zum Übertakten genutzt werden, soll das BIOS-Update auf F7 und die Folgeversionen laut Gigabyte ausreichen. Probleme sollen Gigabyte zufolge nur mit erhöhten Spannungen auftreten.

Ein schlechtes Gefühl dürfte angesichts einer solchen Lösung bei den meisten Käufern eines solchen nicht unbedingt preiswerten Boards durchaus zurückbleiben. Zumal auch die Sandy-Bridge-E-Prozessoren nicht zu den preiswerten CPU-Modellen zählen und eine Beschädigung der CPU durch das Boards wohl zu den unangenehmeren Erfahrungen beim Umgang mit dem PC zählen dürfte. Besitzer eines GA-X79-UD3, GA-X79-UD5 oder G1.Assassin 2 sollten daher so bald wie möglich den RMA-Service von Gigabyte in Anspruch nehmen oder den Verkäufer des Boards anschreiben und das weitere Vorgehen kommunizieren. Es ist allerdings denkbar, dass einige Händler von dem Rückruf der Boards noch keine Kenntnis haben.

Update 28.12.2011:

Wie Computerbase berichtet, soll das Problem nicht mit minderwertigen Board-Komponenten zusammenhängen. Wie Gigabyte gegenüber Computerbase erklärte, soll bei älteren BIOS-Versionen der Überspannungsschutz der ICP beim Übertakten nicht einspringen, so dass es zum Defekt der MOSFETs kommen konnte. Ein bei Youtube eingestelltes Video (ab Minute 3:55) zeigt eindrucksvoll die Folgen. Laut Gigabyte handelt es sich nicht um einen Materialfehler sondern um ein Softwareproblem, das sich mit einem BIOS-Update beheben lässt.

Wer das Update nicht selbst vornehmen möchte, kann sich an seinen Händler oder unter der Hotlinenummer 040 253304-55 direkt an Gigabyte wenden. Per Mail nimmt der Hersteller Anfragen unter premiumservice@gigabyte.de an. Es soll auch möglich sein, das Board zum Update an Gigabyte zu senden, nach dem Update gewährt der Hersteller zudem fünf Jahre Garantie. Einen offiziellen Austauschservice soll es laut Gigabyte für Deutschland nicht geben.

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Avatar mike81
mike81
#1 | 27. Dez 2011, 16:49
Aufgrund minderwertiger Komponenten? Alter Schalter. Sind das nicht Gigabyte, die mit ihren "Military Class" Produkten wirbt? Und dann minderwertige Komponenten, na bravo!

/edit:
@Locutus: Stimmt, hab mich vertan, Gigabyte wirbt damit. Umso peinlicher, dass ausgerechnet dann minderwertige Komponenten verbaut sind.
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Avatar worst1vs1player
worst1vs1player
#2 | 27. Dez 2011, 16:50
Wär schon schade, wenn einem ein ~200€ teures Board + RAM + 1000€-CPU durchbrennt. :o
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Avatar -Cryptic-
-Cryptic-
#3 | 27. Dez 2011, 16:52
Na da würde ich mir aber in den Arsch beissen wenn ich so eins gekauft hätte. *kopfschüttel*
Eine Frechheit wenn man bedenkt was diese Boards im Handel kosten.
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Avatar Locutus von Borg
Locutus von Borg
#4 | 27. Dez 2011, 16:53
hier gehts um GIGABYTE nicht MSI oder hab ich den spruch nur nicht verstanden ?
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Avatar Helldiver
Helldiver
#5 | 27. Dez 2011, 16:58
Zitat von mike81:
Aufgrund minderwertiger Komponenten? Alter Schalter. Sind das nicht MSI, die mit ihren "Military Class" Produkten wirbt? Und dann minderwertige Komponenten, na bravo!

Das muss nicht unbedingt an GB liegen. Das ist wie in jeder Produktionsfirma, ein Zulieferer stellt fest das etwas in seinem Produkt nicht stimmt und der Hersteller der das Produkt verwendet macht den Rückruf. Ist genau wie bei Automobil Rückrufen.
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Avatar Punisher2K
Punisher2K
#6 | 27. Dez 2011, 17:00
Zitat von mike81:
Aufgrund minderwertiger Komponenten? Alter Schalter. Sind das nicht MSI, die mit ihren "Military Class" Produkten wirbt? Und dann minderwertige Komponenten, na bravo!


Hi Mike, ziehst Du Luft?
1. Gigabyte ist nicht MSI.
2. Die Probleme und Schäden "können" nur bei Spannungserhöhung auftreten und Overclocking ist immer auf eigene Gefahr.
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Avatar Lars-G90
Lars-G90
#7 | 27. Dez 2011, 17:22
Zitat von Punisher2K:

2. Die Probleme und Schäden "können" nur bei Spannungserhöhung auftreten und Overclocking ist immer auf eigene Gefahr.


Dann würde Gigabyte aber nicht die Boards zurückrufen, wenn alles "auf eigene Gefahr" läuft ;)
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Avatar mutio
mutio
#8 | 27. Dez 2011, 17:26
Wie konnte es überhaupt dazu kommen, dass da minderwertige Komponenten verbaut wurde?! Gerade bei Highend Produkten sollte man meinen, dass Gigabyte da nichts dem Zufall überlässt. Das Qualitätsmanagement hat da jedenfalls auf ganzer Linie versagt.

Bleibt zu hoffen, dass betroffene User ihr Board schnell und problemlos umtauschen können.
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Avatar Mqlte
Mqlte
#9 | 27. Dez 2011, 17:32
Moment ... 'ne Rückrufaktion hatten wir doch schon mal bei Sockel 1155. Na hoffentlich wird das nicht zur Gewohnheit der Hersteller.
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Avatar Zsinj
Zsinj
#10 | 27. Dez 2011, 18:08
Nur ein Beweis dafür, dass auch bei hochpreisigen Ultra-High-End Boards nur günstige Materialien verwendet werden.

In der Preisklasse ist so was ein absolutes nogo.
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