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Intel »Broadwell«-Prozessoren - Aufgelötete Prozessoren als eigene CPU-Serie?

Es gibt neue Interpretationen der Gerüchte über die Pläne von Intel, die Prozessoren mit Broadwell-Architektur nicht mehr für Sockel anzubieten, sondern aufzulöten.

Von Georg Wieselsberger |

Datum: 02.12.2012 ; 11:02 Uhr


Intel »Broadwell«-Prozessoren : Wie Heise meldet, könnte Intel tatsächlich planen, die »Broadwell«-Nachfolger der für 2013 geplanten »Haswell«-Prozessoren nur noch im BGA-Format ohne Sockel zum Auflöten auf Mainboards anzubieten.

Allerdings sei denkbar, dass Intel diese CPUs als eigene Serie mit verbessertem Grafikkern auflegt, während die Haswell-Prozessoren weiterhin die Rolle der Desktop-Prozessoren übernehmen, eventuell mit einer verbesserten Refresh-Variante. Danach soll mit »Skylake« eine ganz neue CPU-Generation folgen, die ebenfalls wieder austauschbar sein soll.

Damit wäre Broadwell quasi eine parallel laufende Prozessor-Architektur, die Intel mit Features ausstatten könnte, die auf Desktop-PCs uninteressant, für den Mobilbereich aber sinnvoll wären. Trotzdem, so Heise, könnte der Markt für große PCs so schrumpfen, dass es sich für Intel bald nicht mehr lohnen könnte, dafür noch spezielle Prozessoren herzustellen.

Intel 4004 (1971)
Der erste wirklich universelle Mikroprozessor war der Intel 4004, den die Ingenieure für das japanische Unternehmen Busicom entwickelten und sich die Rechte an dem Chip für nur 60.000 US-Dollar selbst sicherten. Busicom selbst ging in Konkurs, ohne je ein Produkt mit dem Intel 4004 auf den Markt gebracht zu haben.
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#1 | 02. Dez 2012, 11:13
Der Plan hört sich auf jeden Fall besser an als derjenige, dass alle Prozessoren aufgelötet werden sollten!

Im Low-End bzw. neuerdings auch im Ultrabookbereich mit dedizierten Grakas werden ja schon heute fast immer aufgelötet, bei den CPUs ist mir bisher noch kein Fall in dieser Art bekannt, selbst die Zenbooks haben noch Sockel-Prozessoren!
(Modelle die BGA-Kompatibel sind gibts aber schon lange!)

Im Ultrabookbereich würde ich auch den einzigen Vorteil durch den Wegfall des Sockels sehen, nämlich (ein bischen) weniger Dicke!

Wobei es dort ja auch nicht schmerzt, denn die Dinger kann man ja eh fast nicht sinnvoll aufrüsten und bei nem Defekt muss das UB so oder so zum RMA-Fall mumtieren!

Im Desktop-Bereich wären BGAs hingegen absoluter Dreck und würden wohl ein noch größeres Mainboardchaos sowie überflüssigen Müll hervorrufen!
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Avatar Bahamut
Bahamut
#2 | 02. Dez 2012, 11:16
Ich glaube wenn Intel schlau ist lassen die den quatsch mit ihren aufgelöteten Prozis am besten gleich von vornherein bleiben - mcih würde es nämlich garnicht wundern wenn sie damit diselben Probleme kriegen wie xbox360 & PS3, das die lötverbindungen durch ständige Temperatur schwankungen (gerade im bezug auf cpu-eigene Techniken wie Speedstep und turbo-boost) irgendwann brüchig werden und dann geht garnix mehr. Man tut mit sowas niemanden einen gefallen sich selbst nciht den kunden und Partnern die an dem ganzen quatsch beteiligt sind schonmal garnicht.
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Avatar rob81
rob81
#3 | 02. Dez 2012, 11:30
Direkt mal 20% Ökosteuer drauf hauen, wegen Recycling und so.
Geklebte Akkus sollen ja verboten werden, dann dies hier auch.

Irgendwie muss dieser endlosen Gier Paroli geboten werden...
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Avatar Luki5000
Luki5000
#4 | 02. Dez 2012, 11:33
Ich weiß nicht ob ich richtig liege, aber wie soll man schneller CPU's machen wenn die Schnittstelle so ist wie sie ist beim aufgelöteten Prozessor denke ich mal , das die da viel viel mehr Leistung heraus holen könnten , da der CPU dann direkt mit dem Mainboard verbunden ist.
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Avatar Xelotath
Xelotath
#5 | 02. Dez 2012, 11:42
War doch gleich klar, dass es so kommen wird.
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Avatar cushycrux
cushycrux
#6 | 02. Dez 2012, 11:48
Das glaubt der Wiesie doch selbst nicht. Der letzte Satz hat keine Logik. Bretter mit CPU's herzustellen dürfte nicht einfacher oder günstiger sein als den CPU's ein paar flache Kontakte zu verpassen.

Ausserdem gibts das schon ewig. 2008 - Celeron 220
Atoms sind auch alle Aufgelötet.
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Avatar Carduelis
Carduelis
#7 | 02. Dez 2012, 13:19
@Wieselsberger

Vielleicht sollten Sie noch dazu schreiben, dass es sich bei diesen CPUs um ein MCP-Design (Multi-Chip-Package) handelt - d.h. der Chipsatz ist in diesem Fall integriert (unter anderem).

Bei solchen Designs braucht man das Mainboard nur noch wegen den Anschlüssen (PCI, SATA, USB etc), der Stromversorgung und dem Arbeitsspeicher.

Wenn man das dazu schreibt, erscheint das alles sofort in einem anderen Licht. ;-)

Gedacht sind diese CPUs für Tabletts, Ultrabooks etc.

Denn für den Desktop ist auch noch für Haswell und dem darauf folgenden Shrink ein externer Chipsatz geplant.

Irgendwann wird es dann auch für den Desktop so kommen. Aber wie gesagt, wenn fast alles, was sich einmal auf dem Mainboard befand, in die "CPU" integriert ist, dann kann man Mainboard und CPU auch gleich als Einheit verkaufen. (Wobei das auch von der Produktlinie abhängig ist...)

PS: Es braucht dafür auch keine Gerüchte... Intel hat die Pläne hinsichtlich SoC und MCP schon auf der Cebit präsentiert.
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Avatar El3ss4R
El3ss4R
#8 | 02. Dez 2012, 13:31
Zitat von Luki5000:
Ich weiß nicht ob ich richtig liege, aber wie soll man schneller CPUs machen wenn die Schnittstelle so ist wie sie ist beim aufgelöteten Prozessor denke ich mal , das die da viel viel mehr Leistung heraus holen könnten , da der CPU dann direkt mit dem Mainboard verbunden ist.


nich wirklich. macht ansich keinen unterschied, 1 pin von der cpu sollte auch beim aktuellen system direkt mit 1 litung aufm mb verbunden sein.
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Avatar mh0001
mh0001
#9 | 02. Dez 2012, 15:03
Zitat von cushycrux:
Das glaubt der Wiesie doch selbst nicht. Der letzte Satz hat keine Logik. Bretter mit CPUs herzustellen dürfte nicht einfacher oder günstiger sein als den CPUs ein paar flache Kontakte zu verpassen.


Doch ist es, und zwar erheblich!
Damit spart man fast eine komplette Produktionsstraße ein. Die CPUs kommen dann wie jedes andere Bauteil sowie Steckplätze gleich in einem Rutsch auf das Board drauf. Man braucht sie nicht extra zu verpacken und auszuliefern, muss sich um keine Kompatibilitätsprobleme CPU-Board mehr kümmern.

Es macht bei jedem Bauteil in der Elektrotechnik immer mehr Arbeit und kostet mehr, eine gesockelte Variante zu bauen statt einer fest verlöteten. Einmal ist es viel zusätzliches Material und dann muss es ja auch noch so gebaut werden, dass der Endkunde das auch ohne Werkzeug überhaupt einstecken und wieder entfernen kann.
Wenn man darauf keine Rücksicht mehr nehmen müsste und vielleicht auch noch den RAM fest verlötet, kann man schon rein räumlich die Boardfläche besser nutzen. Warum ist RAM in Riegeln? Nur damit man ihn gut stecken bzw. tauschen kann. Wenn der RAM fest verlötet wird, kannst du die Speicherchips beliebig verwinkelt so auf dem Board verteilen, dass jeder freie cm² genutzt wird. Oder du lötest den Speicher flach auf die Unterseite des Boards. Die CPU muss ja dann auch nicht mehr zwangsläufig in einem Stück sein.
Momentan ist alles, was bei einem CPU-Wechsel zwangsläufig zusammen getauscht werden muss, in einem CPU-Gehäuse verpackt. Fällt die Austauschbarkeit weg, muss das nicht so bleiben.
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Avatar Cernan01
Cernan01
#10 | 02. Dez 2012, 15:16
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