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AMD Kyoto - Erste AMD-APU für Serversysteme

Unter der Bezeichnung Opteron X präsentiert AMD früher als erwartet eine erste APU für den Server-Markt. Die Prozessoren basieren auf der Jaguar-Architektur und sind für stromsparende Server gedacht.

Von Dennis Ziesecke |

Datum: 30.05.2013 ; 09:58 Uhr


AMD Kyoto : AMD Kyoto Opteron X AMD Kyoto Opteron X

Auch im Server-Segment gilt Energiesparen als wichtige Disziplin. Vor allem bei den sogenannten Scale-Out-Servern für Cloudanwendungen und fürs Web sind immer seltener die energiefressenden aber leistungsstarken klassischen Serverprozessoren gefragt sondern zunehmend kleine und energiesparende Architekturen. So müssen sich Hersteller wie Intel immer mehr der Konkurrenz durch ARM-Server stellen. AMD will mit seinen Jaguar-Kernen nun ebenfalls ein Stück vom Kuchen.

Zumindest eine der nun unter dem Codenamen »Kyoto« veröffentlichten Opteron-APUs verfügt neben den vier Jaguar-Rechenkernen auch über eine integrierte Radeon-HD-8000-GPU. Generell bietet AMD bei allen Kyoto-Prozessoren integrierte I/O-Funktionen und liefert damit einen vollwertigen SoC (System on Chip) an die Hersteller aus.

Gefertigt wird Kyoto in 28 nm. Die Taktraten liegen beim Opteron X1150 (ohne integrierte GPU) zwischen 1,0 und 2,0 Gigahertz. Der Opteron X2150 (inklusive GCN-GPU mit 128 Shadereinheiten) taktet zwischen 1,1 und 1,9 Gigahertz. Die TPD liegt beim X1150 zwischen 9 und 17 Watt, beim X2150 zwischen 11 und 22 Watt. Preislich gestaltet AMD die Prozessoren zurückhaltend und verlangt zwischen 64 und 99 US-Dollar bei Abnahme von 1000 Stück.

Der CPU-Takt ist von den Serverkunden im gewissen Maße konfigurierbar - daher die unterschiedlichen Taktangaben. So lassen sich auf Basis ein und derselben CPU verschiedene Anwendungsbereiche und Serversysteme erschaffen - auf Wunsch gibt es mehr Leistung bei höherer Leistungsaufnahme oder weniger Performance mit geringerem Energiebedarf und damit sinkender Abwärme. Als erster Abnehmer der Kyoto-SoCs wird HP genannt: Deren Moonshot-Server sollen in Zukunft auch in einer Jaguar-Variante angeboten werden.

Als direkte Konkurrenz nennt AMD die Atom-Serie von Intel, vor allem die S1200-Atoms. Laut AMD gibt es beim Einsatz der Opteron-X allerdings nur Vorteile - zu nennen wären die doppelte Menge an CPU-Kernen, eine bessere Single-Thread-Performance und die integrierte GPU sowie integrierte SATA-Ports, die weitere Zusatzchips im Server überflüssig machen. Intel steht aber bereits kurz vor der Veröffentlichung einer neuen Atom-Generation namens Silvermont, so dass AMD bereits in der zweiten Jahreshälfte starke Konkurrenz bekommen dürfte.

Die Jaguar-Architektur ist für AMD aktuell eine der wichtigsten Entwicklungen und findet nicht nur in Servern ihren Platz sondern auch in Sonys PS4 und voraussichtlich ebenfalls in Microsofts Xbox One. Auch für den PC, Notebooks und Tablets werden Jaguar-CPUs angeboten, hier allerdings unter der Bezeichnung Kabini und Temash.

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Avatar mutio
mutio
#1 | 30. Mai 2013, 10:14
Hätte es cool gefunden, wenn die Jaguar Kerne auch bei den jetzt erscheinenden Richland APUs zum Einsatz kommen, aber man kann nicht alles haben. Eine GCN Architektur bietet die integrierte Grafik dort auch noch nicht.

Mich würde mal der Einsatzbereich für Server mit solchen APUs interessieren und auch inwieweit man die Grafikeinheit in Berechnungen mit einbeziehen kann (GGPU).
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Avatar Morrich
Morrich
#2 | 30. Mai 2013, 10:14
"Einige der unter dem Codenamen »Kyoto« veröffentlichten Opteron-APUs verfügen neben den vier Jaguar-Rechenkernen auch über eine integrierte Radeon-HD-8000-GPU."

Einige?

Bisher ist nur von X1150 und X2150 die Rede gewesen. Also von gerade mal ZWEI Prozessoren von denen EINER auch eine iGPU besitzt (wobei wohl auch die X1150 diese besitzen, sie dort allerdings deaktiviert wurde).

Von "Einige" kann also nicht die Rede sein.
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Avatar Kivi
Kivi
#3 | 30. Mai 2013, 10:25
Zitat von Morrich:
Von "Einige" kann also nicht die Rede sein.

Möchte jetzt nicht klugscheißen, aber "einige" ist mehr als "eins". Wieviel mehr ist irrelevant.
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Avatar Cd-Labs: Radon Project
Cd-Labs: Radon Project
#4 | 30. Mai 2013, 10:31
Zitat von Morrich:
"Einige der unter dem Codenamen »Kyoto« veröffentlichten Opteron-APUs verfügen neben den vier Jaguar-Rechenkernen auch über eine integrierte Radeon-HD-8000-GPU."

Einige?

Bisher ist nur von X1150 und X2150 die Rede gewesen. Also von gerade mal ZWEI Prozessoren von denen EINER auch eine iGPU besitzt (wobei wohl auch die X1150 diese besitzen, sie dort allerdings deaktiviert wurde).

Von "Einige" kann also nicht die Rede sein.

Die nächste Sache, die die Gamestar vielleicht noch erwähen könnte, wäre, dass die beide auf dem selben Chip basieren, der in Kabini und Temash genutzt wird:
Wobei mir da gerade auffällt, dass GS zu deren Launch keine einzige Zeile getippt hat!
Und der wurde immmerhin schon vor einer Woche vorgestellt...
http://www.notebookcheck.com/Kurztest-AMD- A4-5000-APU-Kabini.92708.0.html

@MainTopic:
Da viele Mini-Server ja noch Atom-basiert sind, sollte zumindest mit denen Kyoto gut fertig werden können! (Schafft der Chip in der mobilen Variante ja auch locker)
Dazu kommt noch, dass die hohe Kernanzahl (verglichen mit dem Atom) für Server natürlich optimal ist!

Edit:
Sehr schön, dass GS die News nun ergänzt hat!
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Avatar Senekha
Senekha
#5 | 30. Mai 2013, 11:05
Zitat von Kivi:

Möchte jetzt nicht klugscheißen, aber "einige" ist mehr als "eins". Wieviel mehr ist irrelevant.

Möchte jetzt nicht klugscheißen, aber es ist eben NICHT mehr als eins. Es gibt nur EIN Kyoto mit iGPU. Eben das hat Morrich auch geschrieben...

Siehe auch http://bit.ly/11ytSXc (Computerbase)
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Avatar thevorhaut
thevorhaut
#6 | 30. Mai 2013, 11:10
bei amd läuft .. ;)
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Avatar xblackvenomx
xblackvenomx
#7 | 30. Mai 2013, 15:14
nett.. sollte man im Auge behalten.
Mit dieser Art Prozessor lässt sich im Serverbereich mit guter Planung/Dimensionierung wirklich viel einsparen.

Ich denke der Aspekt der Langlebigkeit der Hardware sollte zunehmend an Bedeutung gewinnen, aber das ist in der heutigen zeit wohl fast undenkbar. Ich bin ja ein großer Fan von Redundanz, aber die ist oft ein unnötiger Kostenfaktor.
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Avatar patze86
patze86
#8 | 30. Mai 2013, 19:41
Steckt das nicht Tag in der wii u?
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Avatar patze86
patze86
#9 | 30. Mai 2013, 19:42
Zitat von patze86:
Steckt das nicht Tag in der wii u?

auch*
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Avatar Dod
Dod
#10 | 30. Mai 2013, 20:16
Zitat von patze86:
Steckt das nicht Tag in der wii u?


Nein, die WiiU hat eine PowerPC-CPU und nur einen Grafikchip von AMD. Jaguar gibts, wie es in der News auch richtig steht, bei Sonys PS4 und wahrscheinlich in der Xbox One. Und irgendwann dann in Tablets, Notebooks, etc..
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