Intel Skylake & Broadwell : Die Intel-Roadmap zeigt Skylake schon ab dem 3. Quartal 2015. (Bildquelle: VR-Zone) Die Intel-Roadmap zeigt Skylake schon ab dem 3. Quartal 2015. (Bildquelle: VR-Zone)

Update: Laut einer Quelle aus Asien, die die italienische Webseite Bitandchips bislang zuverlässig informiert hat, könnte Intel die für ein Desktop-Upgrade geplanten Broadwell-K-Prozessoren eventuell doch nicht auf den Markt bringen. Diese CPUs wären entgegen den ebenfalls geplanten Skylake-CPUs als Upgrade für aktuellen Intel-Mainboards mit dem Sockel LGA 1150 geeignet. Doch anscheinend hat Intel bei den Desktop-Versionen dieser Prozessoren trotz einer geplanten TDP von 65 Watt Überhitzungsprobleme, die eine Markteinführung fraglich machen.

Das wäre vor allem auch für Besitzer eines neuen Mainboards mit einem Chipsatz der 9er-Serie ärgerlich, denn Intel hatte dieses Chipset auch explizit damit beworben, dass es für Broadwell-Prozessoren entworfen wurde. Alleine aus diesem Grund dürfte Intel die K-Versionen vielleicht erneut verschieben, aber nicht absagen. Eine komplette Einstellung wäre rein aus PR-Gründen ein Problem für Intel.

Originalmeldung: Intel hatte große Probleme mit dem neuen 14-Nanometer-Verfahren, mit dem die aktuellen Broadwell-Prozessoren hergestellt werden. Fast ein Jahr Verzögerung sorgten dafür, dass der übliche Tick-Tock-Jahresrhythmus der Vorstellung neuer Prozessorgenerationen bei Intel durcheinander kam. Da Broadwell deswegen erst in diesem Jahr veröffentlicht wird, aber in diesem Jahr auch schon die komplett neue Prozessorarchitektur Skylake geplant war, gab es viele Spekulationen um eine Verschiebung der neuesten CPUs.

Doch Intel hatte immer wieder versprochen, dass Skylake auf jeden Fall noch in der zweiten Hälfte des Jahres 2015 veröffentlicht wird. Eine von VR-Zone geleakte Roadmap von Intel zeigt, dass Intel dieses Versprechen halten wird und Skylake sogar überraschend früh in den Handel kommen soll. Kurz vor Ende des 2. Quartals will Intel demnach die Skylake-U-Prozessoren für Notebooks veröffentlichen, die zwischen 15 und 28 Watt benötigen. Anfang des 3. Quartals sollen dann schon die Skylake-S-Versionen folgen. Hier sind Versionen mit zwei und vier CPU-Kernen geplant. Außerdem verrät die Roadmap, dass es drei Serien mit einer TDP von 35, 65 und 95 Watt geben wird. Die 95-Watt-Prozessoren sind die bei Desktop-Rechnern besonders beliebten K-Versionen mit freiem Multiplikator.

Während Skylake-U Broadwell in Notebooks bei Erscheinen direkt ablösen soll, wird es für Desktop-Rechner ab Mitte des 2. Quartals parallel bis Ende 2015 auch Broadwell-Prozessoren geben. Da Broadwell den bisherigen Sockel LGA 1150 nutzt, können diese Modelle für ein einfaches Upgrade vorhandener Intel-Systeme verwendet werden. Skylake hingegen setzt auf den neuen Sockel 1151, benötigt daher auch ein neues Mainboard und unterstützt neben DDR3-Arbeitsspeicher auch schon DDR4.

Intel 4004 (1971)
Der erste wirklich universelle Mikroprozessor war der Intel 4004, den die Ingenieure für das japanische Unternehmen Busicom entwickelten und sich die Rechte an dem Chip für nur 60.000 US-Dollar selbst sicherten. Busicom selbst ging in Konkurs, ohne je ein Produkt mit dem Intel 4004 auf den Markt gebracht zu haben.