AMD Zen : Die Zen-Rückseite mit vermutlich 1.331 Pins (Bildquelle: Jagatreview.com) Die Zen-Rückseite mit vermutlich 1.331 Pins (Bildquelle: Jagatreview.com)

Intel verwendet für seine Prozessoren schon seit längerer Zeit nur noch Kontaktflächen, die eigentlichen Pins für den Kontakt stecken seit Jahren nur noch in den sogenannten Land-Grid-Array-Sockeln (LGA) des Mainboards. Für Intel hat dies den Vorteil, dass verbogene Pins bei Prozessoren der Vergangenheit angehören, auch wenn das Problem natürlich nun bei den Mainboard-Herstellern auftritt.

Bei AMD war lange spekuliert worden, ob die neuen Zen-Prozessoren auch auf LGA setzen oder auf weiter auf die bislang eingesetzten Pin-Grid-Array-Sockel (PGA). Hier befinden sich die Pins an der Unterseite des Prozessors. Nachdem AMD-CEO Lisa Su auf der Computex ein Sample eines Desktop-Zen-Prozessors in die Kamera gehalten hatte und das absichtlich besonders lange, um viele gute Aufnahmen zu ermöglichen, ist es einem der Mitarbeiter der indonesischen Webseite Jagatreview gelungen, auch eine Aufnahme von der Seite zu machen.

Darauf ist auch die Rückseite der neuen Zen-CPU zu sehen - samt sehr vieler vergoldeter Pins. Damit scheint klar, dass AMD auch bei der neuen Prozessor-Generation wieder auf die bekannten PGA-Nullkraft-Sockel setzen wird, in die der Prozessor eingelegt und dann mit Hilfe eines Hebels fixiert wird.

Schon vor einiger Zeit waren Hinweise darauf aufgetaucht, dass der für Zen und APUs gedachte neue Sockel AM4 als PGA ausgeführt wird und 1.331 Pins besitzen soll. Nach der Aufnahme von der Computex scheint dieses Gerücht nun bestätigt zu sein. Der aktuelle Sockel AM3+, der schon einige Jahre verwendet wird, hat hingegen nur 942 Anschlüsse. Damit stehen für die neuen Zen-Prozessoren wesentlich mehr Kontakte zur Verfügung. Ob die erste Generation schon alle möglichen Pins verwendet, ist aber noch nicht bekannt.

Quelle: Jagatreview