AMD Zen-Prozessoren : Ein Sample von AMDs Zen war auf der Computex zu sehen. Laut neuen Gerüchten gibt es aber ein Problem mit den Chipsätzen. Ein Sample von AMDs Zen war auf der Computex zu sehen. Laut neuen Gerüchten gibt es aber ein Problem mit den Chipsätzen.

AMD hat in den letzten Wochen immer wieder betont, dass sich die neuen Zen-Prozessoren im Zeitplan befinden und die bisherigen Test-Exemplare auch die erwartete Leistung liefern. Die AMD-Partner seien von den neuen CPUs ebenso begeistert wie das Team. Die Veröffentlichung der Zen-Prozessoren wird für Ende 2016 erwartet, auch wenn Gerüchte zuletzt davon sprachen, dass Zen vielleicht erst zur Consumer Electronic Show 2017 Anfang Januar 2017 präsentiert werden könnte.

Auch eine neue Meldung von Digitimes betont, dass die Zen-Prozessoren eine »stabile Entwicklung« durchlaufen und auch bei der Produktion eine zufriedenstellende Ausbeute erreichen. Die Herstellung von Engineering Samples soll daher bald beginnen, doch nun seien Probleme mit dem Chipsatz aufgetreten, der von ASMedia entworfen wurde.

Aufgrund des Designs des Chipsatzes würden die Übertragungsgeschwindigkeiten von USB 3.1 »dramatisch« einbrechen, sobald ein Schaltkreis größere Distanzen überbrücken müsse. USB 3.1 funktioniere daher nur korrekt, wenn die Mainboard-Hersteller zusätzliche Chips in die Hauptplatinen integrieren, was zu steigenden Kosten von 2 bis 5 US-Dollar bei der Produktion führe. Das sei gerade bei einem schwachen PC-Markt ein Problem für die Hersteller.

AMD soll daher überlegen, die entsprechenden Zusatz-Chips selbst zu erwerben und zusammen mit den Zen-Chipsätzen an die Mainboard-Hersteller auszuliefern. Laut Digitimes hat AMD auf Anfrage nur erklärt, dass Zen im Zeitplan liege und man Spekulationen über spezielle Mainboard-Designs von Kunden nicht kommentiere. ASMedia hingegen hat betont, dass es sich nur um ein Gerücht handle und die eigenen Produkte alle Zertifikationen in den Bereichen Signalübertragung, Stabilität und Kompatibilität erhalten hätten. Auf den Start von Zen dürfte sich das Problem, sofern es existiert, ohnehin kaum auswirken.

Quelle: Digitimes