AMD Zen : Die Zen-Prozessoren sollen 40 Prozent mehr Befehle pro Takt ausführen können. Aktuelle Testsamples von Zen für Desktop-PCs bieten bis zu acht Kerne bei 95 Watt TDP. Die Zen-Prozessoren sollen 40 Prozent mehr Befehle pro Takt ausführen können. Aktuelle Testsamples von Zen für Desktop-PCs bieten bis zu acht Kerne bei 95 Watt TDP.

Bislang hat sich AMD nicht in die Karten blicken lassen, was technische Details zu den kommenden Zen-Prozessoren angeht. Die ersten Modelle für Desktop-Rechner sollen allerdings schon in sechs bis sieben Monaten auf den Markt kommen, wenn AMD den Zeitplan einhalten kann. Daher gibt es natürlich auch schon sogenannte Engineering Samples für Testzwecke bei AMD-Partnern, zu denen nun einige Spezifikationen im Forum von Anandtech aufgetaucht sind, die auch von Insidern als realistisch eingestuft werden.

Demnach gibt es aktuell vier Versionen der Zen-Prozessoren, von denen zwei Opteron-CPUs für Server sind. Für Desktop-Rechner wird ein Modell für den Sockel AM4 aufgeführt, das vier Kerne besitzt, acht Threads bearbeiten kann und dabei eine TDP von 65 Watt aufweist. Ein zweites Modell mit acht Kernen und 16 Threads soll 95 Watt verbrauchen. Beide Prozessoren sollen im Ruhezustand auf 550 MHz herunter getaktet werden und verbrauchen ohne Last nur 2,5 beziehungsweise 5 Watt. Die beiden CPUs sind grundsätzlich 2,8 GHz schnell, können alle Kerne gleichzeitig auf 3.050 MHz im Turbo-Modus beschleunigen und hier maximal 3,2 GHz erreichen. Üblicherweise sind Engineering Samples auch nicht so hoch getaktet wie die finalen Versionen.

Die Leistung der Kerne pro Takt soll sich auf dem Niveau von Intels Haswell-Prozessoren befinden, allerdings soll die Performance von (aktuell kaum genutzten) Befehlssätzen wie AVX oder FMA nicht ganz so stark sein. Für Server sind Test-Exemplare mit 24 und 32 Kernen im Umlauf, die eine TDP von 150 und 180 Watt besitzen. Gerade das Modell mit 32 Kernen wäre in diesem Markt aktuell konkurrenzlos und könnte daher für viele Server-Hersteller interessant sein.

Quelle: Anandtech

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AMD Am486 (1974)
Der AM9080 kam 1974 auf den Markt und war ein nicht lizensierter Klon von Intels 8080-Prozessor, einer 8-Bit-CPU die mit sagenhaften 2 MHz Taktfrequenz arbeitete und als erster universell einsetzbarer Mikroprozessor gilt. Erst 1982 bekam AMD die offizielle Lizenz von Intel, da IBM den Intel 8080 im IBM-PC verwenden wollte und IBMs Firmenpolitik mindestens zwei verschiedene Lieferanten für die Chips vorschrieb. Unter dem gleichen Lizenzabkommen entstand auch AMDs folgender Am286-Prozessor, eine Kopie von Intels 80286-CPU. (Bild: Konstantin Lanzet, GNU FDL)